AK fordert Maßnahmen
Steigende Energiepreise belasten Arbeitnehmer in Steyr-Kirchdorf

Eine Erhebung der Arbeiterkammer zeigt: 2025 brachte für viele Menschen eine finanzielle Mehrbelastung bei Strom und Wärme für den Wohnraum.  | Foto: Weymayer
  • Eine Erhebung der Arbeiterkammer zeigt: 2025 brachte für viele Menschen eine finanzielle Mehrbelastung bei Strom und Wärme für den Wohnraum.
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2025 brachte für viele Menschen eine finanzielle Mehrbelastung bei Strom und Wärme für den Wohnraum. Eine aktuelle Erhebung des AK-Wohnzufriedenheitsindex unter 800 Personen Anfang September zeigt: All dies hat Auswirkungen auf die Arbeitnehmer in der Region Steyr-Kirchdorf.

REGION STEYR-KIRCHDORF. Der Wohnzufriedenheitsindex der Arbeiterkammer (AK) ist repräsentativ für die unselbstständig Beschäftigten in Oberösterreich. Er zeigt: Für rund sechs von zehn Arbeitnehmern in Steyr sowie den Bezirken Steyr-Land und Kirchdorf macht sich die zusätzliche finanzielle Belastung seit Jahresbeginn bemerkbar. Besonders jene, die ohnedies mit ihrem Einkommen nur schwer über die Runden kommen, stellt das Ende der Strompreisbremse und die gestiegene CO2-Besteuerung vor finanzielle Herausforderungen. In diesen Gruppen geben mehr als drei Viertel der Befragten an, die finanzielle Mehrbelastung zu spüren. Und: Bezieher von Fernwärme berichten etwas häufiger als andere von spürbaren finanziellen Mehrbelastungen.

23 Prozent heizen mit Fernwärme

Laut Wohnzufriedenheitsindex heizen rund 23 Prozent der Arbeitnehmer in der Region Steyr-Kirchdorf mit Fernwärme, 17 Prozent mit Gas. Zehn Prozent halten ihre vier Wände mit Öl warm. Sie sind von den steigenden Preisen besonders betroffen. Die übrigen Haushalte heizen mit Biomasse, Sonnenenergie, Wärmepumpe oder Strom. Die monatlichen Energiekosten für Heizung, Warmwasser und Strom betragen in Steyr sowie den Bezirken Steyr-Land und Kirchdorf durchschnittlich 1,63 Euro pro Quadratmeter. Der Wert liegt etwas unter dem Durchschnitt in Oberösterreich von 1,67 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche.

Um die Situation zu entschärfen, befürworten 87 Prozent der Befragten in der Region laut AK-Erhebung Eingriffe durch die Politik. Die Arbeiterkammer fordert unter anderem maßgeschneiderte öffentliche Unterstützung für Mieter, die sich Heiz- und Betriebskosten nicht mehr leisten können. Sie thematisiert außerdem Mietabschläge für unzureichend gedämmte oder mit einem fossilen Energieträger beheizte Wohnungen. Zusätzlich brauche es unter anderem bessere Schutzstandards für die Konsumenten, eine effektive Preiskontrolle sowie eine unabhängige Beratung und einfache Rechtsdurchsetzungsmöglichkeiten.

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