29.05.2017, 09:51 Uhr

Diebe wurden nach altem Brauch bestraft

Auf dem letzten Stück der Rückbringung wurde der Baum von den Dieben getragen (Foto: Franz Putz)
BEHAMBERG. Der gestohlene Baum wurde vom Verein „Private Fahrzeughistorik Sträußl“ (PFS Sträußl) beim Haus Stöllner aufgestellt. Obmann dieses Vereines ist Josef Hofstätter, vulgo Stöllner Sepp. Dieser Verein ist weit über die Gemeindegrenzen hinaus bekannt. Sie pflegen Freundschaft, Bekanntschaft und alte Bräuche. Der Verein hat mehr als 160 Mitglieder und das sind Leute von der Jugend angefangen bis hinauf ins reifere Alter. Der Verein nennt sich „PFS“ und zwar P für Personenauto, F für Feuerwehrfahrzeuge und S für Schlepper bzw. Steyr Traktoren.
Der Brauchtumsverein zur Erhaltung des Maibaums (MEV) von Behamberg bzw. Wachtberg ist seinem Namen wieder einmal gerecht worden. Dieser Verein besteht aus Mitgliedern der Musikvereine, der Feuerwehren, der Landjugend und dem Dartverein. In der Nacht vom 29. Auf 30. April war dieser Verein in Aktion. Sie haben sich in der Finsternis angepirscht und hatten übersehen, dass dieser Baum von zwei mächtigen Männern bewacht worden ist und zwar von Josef Hofstätter – „Stöllner Sepp“ und Martin Steindl „großer Weidinger“. Martin Steindl hat vor 3 Jahren diesen Baum gespendet, daher hat er auch auf seinen Baum immer darauf aufgepasst. Dank an Martin für die Baumspende Trotz dieser starken Bewachung, stand der Baum mit den anderen Leuten auf einmal schief. Nach einer feuchtfröhlichen Verhandlung wurde der Baum letztendlich frei gegeben.
Natürlich musste der Baum auch wieder zurückgebracht werden. Am letzten Stück bei der Rückbringung wurde der Baum von den Dieben getragen. Termin war Mittwoch, 24. Mai. Alle Beteiligten von beiden Seiten waren auf diese Aktion bestens vorbereitet.
Als Richter bei der Rückstellverhandlung fungierte kein Besserer als der „große Weidinger, als Staatsanwalt arbeitete Christian Zöttl, genannt „Zazl“ und Michael Kampenhuber verteidigte die Diebe. Das Urteil lautete – „Verbrennung am Scheiterhaufen“. Da dieses Urteil jedoch aus menschenrechtlichen Gesetzen verboten ist, wurde als Strafersatz das Urteil auf 200 Liter Bier und die Teilnahme an der Schaumparty (Feuerwehrschaum) geändert. Die Diebe wurden mit Ketten an den Beinen zusammengehängt, daher gab es keine Möglichkeit zum Flüchten. Da der Sitz des Diebsvereines beim Wirt am Wachtberg ist, übernahm der Wirt Bernhard Grillnberger einen Teil der Bierstrafe. Das Urteil wurde gleich vollzogen. Das Bier wurde für alle angezapft und die Maibaumdiebe sowie auch andere Beteiligte wurden mit einem Feuerwehrschaum zu Schneemännern gemacht.
Der „PF Sträußl“ hat den Sitz beim Haus Stöllner in der KG Sträußl. Es ist ein Verein mit Pfiff, Bewegung, Gemütlichkeit und Leben. Dieser Verein wird vom Bürgermeister Manfred Schimpl und den Bürgermeistern der angrenzenden Gemeinden, Behamberg Mag. Karl Stegh und Weistrach Erwin Pittersberger nach Möglichkeit entsprechend unterstützt. Auch von mehreren Firmen gibt es laufende Unterstützungen. Auf Grund dieser Unterstützungen kann der Verein auch immer Spenden an bedürftige und kranke Personen in der Umgebung hergeben.
Es gibt immer Stammtische und Sitzungen, wo immer wieder Aktivitäten ausgearbeitet werden. Die Vereinsmitglieder sind viele private Personen, Personen von anderen Vereinen und auch viele Firmeninhaber.
Der Verein mit Obmann Josef Hofstätter bedankt sich bei den Unterstützern, die gute Kameradschaft im Verein und für die vielen Besucher bei Veranstaltungen.
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.