05.10.2017, 07:00 Uhr

Großvater kam immer mit Holz vorbei

Bitte zu Tisch: LehrlingsRedakteurin Anna Mauhart (re.) hat Tischlermeister Werner Ratzberger ausgefragt. (Foto: Ratzberger)

Tischlermeister Werner Ratzberger über traditionelles Handwerk und Zukunftsvisionen.

REICHRAMING. Tradition und Moderne vermischen sich in der Tischlerei Ratzberger in Reichraming. LehrlingsRedakteurin Anna Mauhart hat ihren Chef zum Interview gebeten.

Warum haben Sie sich für diesen Beruf entschieden?
Ratzberger:
Mein Großvater hat in mir die Liebe zum Holz geweckt. Er hat mir oft Holz geschenkt, aus dem ich was gebastelt habe.
Wie entwickelt sich der Beruf des Tischlers?
Tischlerei und Tischlereitechnik entwickeln sich recht positiv. Der Beruf selbst ist interessant und herausfordernd. Da eigentlich nur Einzelstücke produziert werden, bedeutet Planung und Bau von jeder Küche, jeder Einrichtung und jedem Kasten viel Arbeit. Es wird sehr viel Grips verlangt. Leider stagniert der Gewinn.

Welchen Stellenwert hat das Handwerk heute?
Das Handwerk hat goldenen Boden, heißt es. Ganz so ist es nicht mehr, aber ein gut ausgebildeter Handwerker findet immer wieder einen Arbeitgeber. Das eigentliche „Hand“werken ist weniger geworden. Es gibt viel mehr Maschinen, die die Handwerker unterstützen. Das ist aber nicht immer positiv.
Was schwebt Ihnen für die Zukunft vor?
Eine Vision ist für mich ein großer, moderner Schauraum, wo wir unsere Top-Produkte herzeigen können.

Gibt es bei der Arbeit Unterschiede zwischen früher und heute?

Alles geht wesentlich schneller, weil teilweise vorgefertigte Produkte zugekauft werden können. Interneteinkauf reduziert die Wartezeit unserer Kunden um einiges.
Von unserer LehrlingsRedakteurin Anna Mauhart
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