04.04.2017, 14:10 Uhr

"Wollten Potenzial nutzen"

Heindl, Schörkhuber und Bürstmayr (v. re.) mit den Absolventen und Fachtrainer Günther Bauer (li.).

Sieben Asylberechtigte haben Metallgrundausbildung abgeschlossen

STEYR. "Es werden dringend Metallfacharbeiter in der Region benötigt. Auf der anderen Seite gibt es genug Asylberechtigte, die eine Beschäftigung suchen. Dieses Potenzial haben wir genutzt", so AMS-Chef Hubert Heindl über die Ausbildung. Sieben Syrer haben die „Metallgrundausbildung für asylberechtigte und subsidiär schutzberechtigte Personen“ jetzt abgeschlossen. Ziel dabei ist es, über eine Stiftung den Lehrabschluß zu absolvieren. "Zwei haben bereits einen Job bekommen. Einer beginnt mit einer Lehre", freut sich Maximilian Bürstmayr, Leiter des BFI-Metallausbildungszentrums in Steyr. Diese Art der Ausbildung wurde in Steyr das erste Mal angeboten. Vorkenntnisse waren nicht notwendig. "Deutschkenntnisse zum Verständigen waren aber Bedingung", so Sylvia Schörkhuber, stellvertretende Leiterin des AMS Steyr. Am Lehrplan standen unter anderem Feilen, Drehen und natürlich Schweißen inklusive einer zertifizierten Schweißprüfung. "Die Teilnehmer konnten sich aus dem Internet selbst Stücke heraussuchen, die sie dann angefertigt haben", so Bürstmayr und ergänzt: "Alle waren sehr motiviert. Sie haben für sich eine Chance gesehen". Auftraggeber war das AMS Steyr, das die Ausbildung auch finanziert hat. Im April und September starten ähnliche Ausbildungen mit Modulen und Praktikumsmöglichkeiten in Unternehmen, um auf die Bedürfnisse der Firmen einzugehen. "Ein Praktikum ebnet den Weg", so Heindl.
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