Ellbögen
Andrea und Jenny nähen am laufenden Band

Schneidermeisterin Andrea Reimair-Häusler und Lehrmädchen Jenny haben seit Beginn der Krise schon über 3.000 Mund-Nasen-Schutzmasken genäht.
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  • Schneidermeisterin Andrea Reimair-Häusler und Lehrmädchen Jenny haben seit Beginn der Krise schon über 3.000 Mund-Nasen-Schutzmasken genäht.
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ELLBÖGEN (tk). Über 3.000 kreativ gestaltete Mund-Nasen-Schutzmasken haben von Ellbögen aus bereits Privatpersonen, Firmen und Institutionen erreicht.

Im Wipptaler Trachtenatelier standen die Maschinen auch in der Corona-Krise nie still. "Ich bin eben eine, die gerne schnell reagiert und habe mich sogleich umgestellt", sagt Chefin Andrea Reimair-Häusler. Normalerweise schneidert die Meisterin mit tatkräftiger Unterstützung von Lehrling Jenny hochwertige Trachten und Dirndln. Aufträge für neue Maßanfertigungen hat sie nach wie vor zur Genüge – die Bücher sind bis Ende des Jahres voll –  aber zuletzt waren keine Anproben möglich. Daraus resultierte, dass Reimair-Häusler zwar viele halbfertige Kleidungsstücke im Atelier, zwischenzeitlich aber keine Einnahmen hatte.

Mund-Nasen-Schutz bunt und freundlich

Da kam der Ellbögnerin der Aufruf der Landesinnung für Mode und Bekleidungstechnik gerade recht: "Sofort zu Beginn der Krise wurde darum gebeten, Masken anzufertigen. Ich habe mich sogleich verpflichtet." Und während Andrea und Jenny die ersten 1.800 Stück für die Landessanitätsdirektion nähten, kam Reimair-Häusler noch eine gewinnbringende Idee: "Ich hatte mir schon gedacht, dass wir den Mund-Nasen-Schutz länger tragen müssen und wollte ihn daher etwas lässiger gestalten. Also habe ich den Tiroler Adler, Fußbälle, Smileys und anderes mehr draufgestickt." Als die Schneidermeisterin diese viel ansehnlicheren Kreationen auf Social Media präsentierte, waren die Reaktionen überwältigend, erzählt sie: "Das ist brutal gut angekommen!"

Von Herz bis Smiley – Motiv wird eingestickt

Mit dem Ergebnis, dass sie inzwischen nochmal weit über 1.200 Stück für Firmen, Privatpersonen oder ganz aktuell das Krankenhauspersonal von Hall produziert: "Die Firma Busch Schweißtechnik zum Beispiel hat bei mir 400 Masken bestellt und selbst mit dem Logo versehen. Für Humanenergetikerin Sabine Weber aus Navis haben wir die Bestickung übernommen, genauso wie im Falle des Großauftrags aus St. Sigmund im Sellrain, wo alle Gemeindebürger seitens der Gemeinde mit Masken versorgt wurden, die das Gemeindewappen ziert. Auch viele Private, ja sogar Hochzeitspaare, haben wir mit wunschgemäß designtem bzw. personifiziertem Mund-Nasenschutz ausgestattet."

Ende in Sicht?

Die Rechnung ging somit auf, die finanziellen Einkünfte waren auch in der schweren Zeit gesichert – und sind es noch immer, denn im Wipptaler Trachtenatelier werden die Gesichtsbedeckungen weiterhin fleißig hergestellt. "Jetzt ist es mir dann aber auch recht, wenn langsam ein Ende hergeht", lacht die Chefin abschließend.
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