Fulpmes
PVZ Stubai: Alles vom medizinischen Fach unter einem Dach
- Dr. Matthias Somavilla freut sich über das wahrlich gelungene Ergebnis der Umbauarbeiten. Die neuen Räume werden jetzt mit Leben befüllt.
- Foto: Kainz
- hochgeladen von Tamara Kainz
Wie bereits berichtet, ist auf Initiative von Dr. Matthias Somavilla in Fulpmes das Primärversorgungszentrum Stubai entstanden. Es ist das zweite "PVZ" in Tirol.
FULPMES. Baulich ist das Primärversorgungszentrum Stubai (PVZ Stubai) fertig gestellt. Rechtlich laufen noch letzte Formalitäten mit der österr. Gesundheitskasse. Deren erfolgreiche Abwicklung vorausgesetzt, wird das PVZ Stubai ab 1. Juli offiziell als solches geführt. Für das bald deutlich umfangreichere medizinische Angebot wurde die Praxis von Dr. Matthias Somavilla in Fulpmes aufgestockt. Entstanden sind topmoderne Räumlichkeiten mit Wohlfühlambiente.
Neues Kapitel
Der Allgemeinmediziner ist erleichtert, dass sein Herzensprojekt nun konkrete Formen angenommen hat. Die Umsetzung kam einem jahrelangen Spießrutenlauf gleich: "Speziell die Bürokratie war ein Wahnsinn. Dabei hatten wir die besten Voraussetzungen für ein PVZ", wundert sich Somavilla immer noch, wie zäh sich alles gestaltete. Fragen sind sogar nach wie vor offen. Etwa nach der Höhe der Förderungen für die rund zwei Millionen Euro teure Investition. Dem 50-Jährigen ist es aber ein großes Anliegen, eine niederschwellige, also für jeden zugängliche, Primärversorgung in Fulpmes anzubieten.
Erste Anlaufstelle
Primärversorgungszentren zielen u.a. darauf ab, stationäre Aufenthalte in Spitälern zu reduzieren. Ihr Hauptaugenmerk liegt auf Prävention und Gesunderhaltung. Zusätzlich zum bestehenden Angebot in der Fulpmer Gemeinschaftspraxis stehen Patienten künftig daher auch Experten für Ernährungsberatung, Logopädie, Ergotherapie, klinische Psychologie,, Psychotherapie und Sozialarbeit zur Verfügung. Diese Berufsgruppen bilden das erweiterte Kernteam um die Allgemeinmediziner Dr. Somavilla und Dr. Cornelia Danzl, diplomierte Krankenschwestern und Ordinationsassistentinnen.
Angenehmes Ambiente
Die neuen Fachkräfte werden sukzessive in die hellen, neuen Räume einziehen. Platz geschaffen wurde im Zubau für Vorsorgeuntersuchungen und Beratungen, es gibt einen großen Gruppenraum, einen Teamraum und natürlich Sanitärräumlichkeiten. Die hochwertige Einrichtung steht innen auf einem Naturkautschuk-Boden und ist außen von einer Lamellenfassade umgeben. Der Aufzug wurde bis ins Obergeschoss verlängert. Auch technisch ist mit Lüftungsanlage, Heiz- und Kühldecke, Pholtovoltaikanlage und sogar einer eigenen Brandschutzzentrale alles am neuesten Stand. Nicht zu sehen, aber auch wichtig war, dass im Zuge der Bauarbeiten auch der Keller des Hauses den aktuellen Anforderungen angepasst wurde.
Gelungenes Ergebnis
"Ich bin mit dem Ergebnis sehr zufrieden. Das Gebäude gliedert sich gut in die Umgebung ein", freut sich Somavilla. Für die architektonische Ausführung zeichnete Hansjörg Glatzl aus Telfes (Archconcept) verantwortlich. Für den Bau wurden vorwiegend Firmen aus der Region engagiert. "Es war ein langer Prozess bis zur Entstehung des PVZ Stubai. Jetzt warten nur noch die Herausforderungen in puncto laufender Betrieb auf mich", schmunzelt der 50-Jährige. Die Zusammenarbeit mit allen am Bau Beteiligten sei aber angenehm und reibungslos verlaufen. Und das, obwohl der Normalbetrieb nebenher weitergehen musste.
Zur Sache
Die Parkplatzsituation beim PVZ Stubai wird oft bemängelt. Direkt beim Haus gibt es auch weiterhin nur eine Handvoll Stellflächen. Dr. Somavilla weiß um das Problem – genauso wie die Verantwortlichen der Marktgemeinde Fulpmes: "Ich will nicht vorgreifen, aber wir werden gemeinsam versuchen, mit zusätzlichen Parkplätzen am Areal des nahen Stubaitalbahnhofs eine Lösung zu finden", informiert der Arzt und merkt an, dass beim Stubaitalbahnhof auch der Regiobus hält. Zudem will Somavilla in Zukunft viel mehr terminisieren, was ebenfalls zur Entlastung der Situation beitragen soll.
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