ENSEMBLE AM LUEG
Festtag im Wipptal: Große Teilnahme beim Patrozinium in der Kirche der hll. Christophorus und Sigmund
- Patrozinium am Lueg: Pfarrer Fritz Kerschbaumer, Obmann des Vereins „Rettet die Kirche am Lueg“ Florian Kerschbaumer und Dekan Gabriel Thomalla (v.l.).
- Foto: Siegfried Kerschbaumer
- hochgeladen von Siegfried Kerschbaumer
GRIES AM BRENNER. Am 24. Juli strömten zahlreiche Gläubige und Geschichtsinteressierte aus dem Wipptal und darüber hinaus zusammen, um das traditionelle Patrozinium der Kirche der heiligen Christophorus und Sigmund am Lueg im Rahmen einer feierlichen Messe zu begehen. Das Gotteshaus wurde im Jahr 1449 von Herzog Sigmund gestiftet.
Direkt unter der Autobahnbrücke bildete das Kulturerbe den Rahmen für ein Fest des Glaubens und der Gemeinschaft. Die heilige Messe wurde von Dekan Gabriel Thomalla und Pfarrer Fritz Kerschbaumer zelebriert, die von sechs Ministranten festlich zum Altar begleitet wurden. Für die feierliche und stimmungsvolle musikalische Umrahmung des Gottesdienstes sorgte die Chorgemeinschaft aus Gries.
Der Gastzelebrant Pfarrer Fritz Kerschbaumer hob in seiner Predigt hervor, dass Christophorus der Schutzpatron der Reisenden ist, der an diesem Tag neben dem heiligen Sigmund als Kirchenpatron gewürdigt wird. Das passt genau zur Lage der Luegkirche: Sie steht unmittelbar an der historischen Engstelle, an den Hauptverkehrsadern. Ein großer Dank des Priesters galt dem Verein „Rettet die Kirche am Lueg“, ohne dessen Engagement diese feierliche Liturgie gar nicht möglich gewesen wäre. Zudem wurde betont, wie wichtig der Erhalt solcher Gotteshäuser ist – unabhängig davon, wie oft darin Heilige Opferfeiern begangen werden. Schon allein das Gebäude zeigt: Hier ist der Herr anwesend. Mitten im Verkehr bleibt das sakrale Juwel ein wichtiger Ort, um mal kurz innezuhalten und im Stillen mit den eigenen Sorgen und Gedanken vor Gott zu treten.
Regionale Köstlichkeiten und gute Gespräche
Im Anschluss an den Gottesdienst lud der Verein „Rettet die Kirche am Lueg“ zu einer gemütlichen Agape.
Bei angenehmen sommerlichen Temperaturen genossen die Besucherinnen und Besucher die selbstgemachten Köstlichkeiten und Getränke. Ein besonderes Zeichen der Gastfreundschaft: Die gesamten Schmankerln und Erfrischungen standen unentgeltlich zur Konsumation zur Verfügung. Der stimmungsvolle Ausklang bot den idealen Rahmen für gute Gespräche zwischen Einheimischen, Vereinsmitgliedern und Gästen.
Anerkennung für Geistlichkeit, Musik und Ehrenamt
Ein großer Dank gilt der hohen Geistlichkeit: Die feierliche Gestaltung durch Dekan Gabriel Thomalla und Pfarrer Fritz Kerschbaumer fand bei den anwesenden Gästen großen Anklang und wurde mit Wertschätzung aufgenommen. Ein ebenso großes Lob gebührt der Chorgemeinschaft Gries für die musikalische Darbietung sowie dem gastgebenden Verein „Rettet die Kirche am Lueg“, dessen Mitglieder nicht nur diese gelungene Veranstaltung organisierten, sondern sich seit Jahrzehnten ehrenamtlich für den Erhalt dieses einzigartigen Tiroler Kulturerbes einsetzen.
Hintergrund-Tipp: Möchten Sie mehr über die bewegte Vergangenheit dieses geschichtsträchtigen Ortes erfahren? Hier geht es zu einem spannenden Streifzug durch das Wipptal: Die Luegbrücke aus anderer Sicht – von den Tiroler Landesfürsten und dem „Bayrischen Rummel“ bis hin zur modernen Megabaustelle der ASFINAG.
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