Kunst ost

Beiträge zum Thema Kunst ost

Ankunft in Gleisdorf
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Made in Graz
Gran Turismo

Wenigstens einmal pro Jahr besucht Norbert Gall das oststeirische Gleisdorf. Das macht er seit Jahren. Und jedesmal mit einem anderen Auto. Der Grund für die wechselnden Fahrzeuge? Gall ist Brand Manager, derzeit Head of Marketing Toyota & Lexus at Toyota Austria. Der Anlaß für die Gleisdorf-Besuche? Benzingespräche (Kunst Ost). Debatten über altes Handwerk und über die Zukunft der Branche, über den Zustand der Welt und den Lauf der Dinge. Diesmal kam Gall in einer speziellen Rarität an....

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Steirische Politik
Gleisdorf: der Wahlausgang

Die Wahl liegt einige Wochen hinter uns. Es wird wohl kaum jemand vom Sieg der ÖVP überrascht gewesen sein. Da ging ein Team mit einem sehr breiten Kompetenzen-Mix in die Vollen. Über die Internet-Präsenz der VP konnte man sich bei Laune ausführlich über ihre Inhalte und Vorhaben informieren. Christoph Stark wird also weiterhin Gleisdorfs Bürgermeister sein. Conny Krautstingl von der SPÖ muß ihren Sitz als Vizebürgermeisterin räumen. Die Mandatsverteilung attestiert den Grünen gute...

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Wissenschafter Hermann Maurer hat jüngst am Problem der vorteilhaften Verknüpfung von Büchern, Bibliotheken und Internet gearbeitet.

Kunst und Kultur
Kunst Ost nach dem Lockdown

Die unsichtbare Bedrohung ist nicht verschwunden. Das Corona-Virus hat uns den Lockdown beschert und… neue Erfahrungen. Was taugen unsere Konzepte? Was taugt unsere Gemeinschaft? Wie gehen wir nun mit uns und mit unseren Themen um? Ich habe einen bewährten Kooperationspartner, einen ruhelosen Mann, der in einigen Monaten seinen 80. Geburtstag feiern wird. Wissenschafter Hermann Maurer hat eine internationale Karriere absolviert und sich als Informatiker in unsere Geschichtsbücher...

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Corona-Girl von Ulli Lang
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Kunst und Kultur
Kunst und Leben

Wem müßte ich von den Problemen erzählen, die der Lockdown verursacht hat? Den Problemkatalog gibt es in unzähligen Ausführungen. Damit will ich mich hier nicht aufhalten. Mich interessiert, wie der Umgang damit gelingt. Mit Musiker Sir Oliver Mally war ich über die ganze Strecke via Telefon im Austausch, denn wir fanden uns im Kontrast zu etlichen Leuten auf dem Set, welche sich unter einem Banner sammelten, das „Ohne Kunst wird’s still“ verkündet. Mally und ich stellen uns dagegen ins...

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Nahversorgung ist unersetzlich
Naheliegend (XV): Sennerei Leitner

Dieser Betrieb aus dem nahen Almenland bietet mir eine Besonderheit, die völlig unspektakulär ist. Genau deshalb sagt mir das Ding so zu. Dieses radikale Understatement. Weißer Topf, Kleingedrucktes, gerade die nötigsten Informationen. Und Punkt! Das finde ich hinreißend. Ja, ich weiß doch: „Wer nicht wirbt, der stirbt!“ Freilich muß man sich seiner Kundschaft a) vorstellen und b) einprägen, sollte überdies für angenehme Assoziationen gut sein. Alles klar und alles gut. Zugleich macht...

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Chris Scheuer: „Blind Faith“, Öl auf Leinwand, April 2020

Regionalpolitik
Kulturpolitik im Sommer 2020

Die Vernissage von Chris Scheuer auf Schloß Freiberg war Anlaß für lebhafte Debatten über den Zustand der Welt in unserer radikalen Erfahrung einer Pandemie. Die Begegnung mit Kunstwerken erinnert uns daran, daß wir nicht bloß mit Alltagsbewältigung befaßt sind. Immer geht es auch um tiefere Schichten, um Nuancen dessen, was uns als Menschen ausmacht. Das ist unausweichlich eine politische Dimension. Also reden wir über Kulturpolitik. Wissens- und Kulturarbeit in der Provinz ist nicht...

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Bürgermeister Peter Moser (links) und Chris Scheuer bei der Ausstellung.
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Gegenwartskunst
Der heftige Abend

Das Schloß Freiberg wurde zwei Tage vor der Gemeinderatswahl zum Ort einer Markierung im regionalen Kulturgeschehen. Die Vernissage zu einer Ausstellung von Chris Scheuer ergab nach dem Lockdown ein geselliges Ereignis. Sie war aber auch eine kulturpolitische Manifestation von der Basis her. Das vertiefte sich durch die laufenden Debatten an diesem Abend, wozu versierte Kunst- und Kulturschaffende zusammenfanden. Da wurde selbstverständlich der Status quo unter dem Zeichen der...

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Die Bändchen werden kostenlos abgegeben
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Gegenwartskunst
Richard Mayr & Albin Schrey

Von der in Gleisdorf ansässigen Kulturinitiative Kunst Ost gibt es zu verschiedenen Themen eine Reihe handlicher Booklets, die kostenlos abgegeben werden. Zwei davon sind einzelnen Persönlichkeiten gewidmet: dem Weizer Albin Schrey (†) und dem Gleisdorfer Richard Mayr. Schrey war ein Hackler in der Elin. Er hat viel an Freizeit darauf verwendet, seine Fertigkeiten als Maler und Fotograf zu verfeinern. Der Arbeiter erreichte auf diesem Weg eine bemerkenswerte Qualität, die weit über das...

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Nahversorgung ist unersetzlich
Naheliegend (XIV): Popcorner & August

Ich bin kein Gewinn für Menschen die mit Schuhen handeln. Mein Bedarf ist, auf meine bisherige Lebensspanne umgelegt, einfach zu gering. Es genügt mir eine Grundausstattung, die im Kern so aussieht: Bergschuhe für schlechtes Wetter, leichte Schuhe für prächtiges Wetter, Sandalen für den heißen Teil des Sommers. Früher war noch ein Paar Motorradstiefel dabei, die ja nur kaputtgehen, wenn es böse kracht. Es ist bei mir mit anderen Dingen ähnlich. Wenn ich in den letzten Jahren Kleidungsstücke...

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Manuel Wutti, Schrauber, Sammler, Herausgeber des „Puch Club Magazin“, meinte: „Da müssen wir wieder hin.“
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Nahversorgung ist unersetzlich
Naheliegend (XIII): Kaltenbrunnerhof

Wie schon mehrfach erwähnt, Gasthäuser sind für mich wichtige Filialen der Gastlichkeit, denn dort ist gesichert, was ich zu Hause nicht schaffe. Sie bieten mir Besprechungszimmer und Konferenzräume. Sie bieten mir aber vor allem zu jeder Geselligkeit das Vergnügen vorzüglicher Küche. Ich käme niemals in eine Wirtschaft zurück, wenn es dort ungastlich wäre und/oder mir nicht gut schmecken würde. Nach Kaltenbrunn komme ich laufend zurück. Das muß ich erläutern. Heute schmeckt mir zwar das...

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Ein Gasthaus allein für zwei honorige Herren.
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Nahversorgung ist unersetzlich
Naheliegend (XII): Zur alten Mühle

Die Gasthäuser der Region sind für mich vor allem auch Arbeitszimmer und Konferenzräume. Die letzten 20 Jahre handeln von einer lebhaften Serie der Begegnungen und Gespräche, aus denen oft bemerkenswerte Projekte hervorgegangen oder vorangekommen sind. Zugegeben, davon hätte weniger stattgefunden, wenn ich selber größere Talente in der Küche einsetzen könnte. Dann hätte ein guter Teil dieser Treffen an meinem privaten Tisch stattgefunden. Aber genau das ist ja eine wesentliche Funktion...

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(Quelle: Steirerkrone)

Corona-Pandemie
Kulturpolitik nach dem Lockdown

Die Corona-Pandemie wurde zu einer bemerkenswerten Prüfung für unsere Gesellschaft; und für unsere Politik. Was macht eine unsichtbare Bedrohung mit uns? Wie gehen wir mit Nichtwissen um? Wo reagieren wir zuerst, wenn Instanzen der Gemeinschaft Schaden nehmen? (Das berührt Fragen nach Systemrelevanz.) Aber auch: Wo stehen wir kulturpolitisch in der Provinz nach wenigstens 30 Jahren „Eigenständige Regionalentwicklung“? Wo befinde ich mich in dieser Frage nach fast 20 Jahren „The Long Distance...

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Steirische Politik
Nun wird gewählt

Es sind noch rund zehn Tage, bis jene Gemeinderatswahl abgehalten wird, welche durch die Pandemie verschoben werden mußte. Dadurch hab ich fast schon vergessen, daß wir die Bundespräsidentenwahl zweimal durchliefen, weil jemand geschlampt hatte. Außerdem gab es in der Steiermark eine vorgezogene Landtagswahl. Das hatte irgendwie mit der Sozialdemokratie zu tun, doch die Details sind mir entfallen. Am Vorabend jener Phase, in der ein Lockdown angeordnet wurde, gab es schon die Gelegenheit,...

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Corona-Pandemie
Trittbrettfahrer und Verschwörungs-Ministranten

Ab heute (15.6.2020) gilt die 5. COVID-19-LV-Novelle. Wir haben Spielraum gewonnen und sind in unserer Eigenverantwortung gefordert. Wir haben eine nächste Markierung erreicht, um als Gesellschaft unsere Erfahrungen zu vertiefen, wie man mit der speziellen Bedrohung dieser Seuche adäquat umgehen kann. Wenn wir als Gesellschaft klug handeln, wird es keine nächste Welle geben. Das bedeutet auch, diverse Wegelagerer, Verschwörungs-Ministranten und Corona-Collaborateure sehen gerade ihre...

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Einst nannte man das Rauchen auch Tabak trinken...
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Nahversorgung ist unersetzlich
Naheliegend (X): Tabak-Trafik Papst

Ich bin nun seit rund 30 Jahren Exraucher. Seit ich mein eigenes Auto aufgegeben hab, brauch ich keine Autobahn-Vignette mehr. Pfeifen und Zigarren kamen in meinem Jünglingsjahren vor, weil mir damals schien, ich könnte dadurch einen Hauch älter wirken. Solche Flausen vergehen von selbst. Also was nützt mir heute eine Trafik mitten am Florianiplatz? Gut, da wäre ab und zu ein Journal, das ich haben muß. Zum Glück hängt der Umsatz des Ladens nicht von Leuten wie mir ab. Naja, und gelegentlich...

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Karl Bauer (links) und Matthias Gosch
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Nahversorgung ist unersetzlich
Naheliegend (IX): Café Columbia Gleisdorf

Der Lockdown hat uns in allen Lebensbereichen eingeengt. Ich hab großes Glück, daß sich mein Brot in weiten Bereichen vom Schreibtisch aus verdienen läßt, auch wenn derzeit der Markt für meine immateriellen Güter zusammengebrochen ist. Aber die Stromversorgung steht, mein Zugang zum Internet ist stabil, ich kann also viel tun, ohne mich in Gefahr begeben zu müssen. Das öffentliche Leben, die reale soziale Begegnung, das sind hohe Werte und Wohltaten für die Seele. Ich bin Autor. Meine Zunft...

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Nahversorgung ist unersetzlich
Naheliegend (VIII): Stollenkäse aus dem Almenland

Die Vorgeschichte. Als kleines Kind lernte ich eine sehr überschaubare Käsewelt kennen. Es gab Emmentaler und Edamer, wobei mir der Edamer komisch vorkam und nicht schmeckte. Noch weniger mochte ich den Käse für besondere Tage, den weichen Geheimratskäse. Aber mit dessen dünner roten Rinde konnte man nett spielen. Als sich in der heimischen Küche Pasta langsam etabliert hatte, liebte ich den Parmesan, der bei uns nur in geriebener Form vorkam und sparsam benutzt werden sollte, obwohl ich ihn...

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Steirische Politik
Wahlkampf im Lockdown

Wir haben Mitte Mai. Es ist die 9. Lockdown-Woche. Da will nicht vergessen werden, daß eine Gemeinderatswahl vor uns liegt, die wegen der Pandemie in den Juni verschoben wurde. Diese Wahl hatte einen konkreten Auftakt zum Lockdown-Beginn. Ich hab das in der Notiz „Meine Trotzdem-Tour in rotzigen Zeiten“ vermerkt. Es war mein bisher letzter unbeschwerter Rundgang durch Gleisdorf. Man konnte im Rathaus schon seine Stimme abgeben. Bürgermeister Christoph Stark, mit Gesichtsmaske und Handschuhen...

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Naheliegend (VII): Carla, Gleisdorf

Erst die Vorgeschichte. Ich war in den 1960ern ein kleines Kind mit sehr knappem Taschengeld, im Sozialbau zu Hause. Dort lebte eine kontrastreiche Mischung von Leuten, worunter nur wenige auffallend bessergestellt waren. Das zeigte sich im Alltag aber kaum, außer, daß zum Beispiel ein Ford Capri unter dem teuren Flugdach geparkt war, während die ganzen Käfer, Kadetten, Austins und anderer Kleinkram dem Wetter ausgesetzt blieben. Also: knappes Taschengeld. Da konnte ich meine Kaufkraft...

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Dorf 4.0: Corona-Pandemie
Corona: Eine Meinungsstreit

Na freilich würde ich Zeit und Schreibvermögen lieber auf künstlerische Arbeit verwenden. Das ist meine Profession und macht mir Vergnügen. Aber in unserer Demokratie tobt gerade ein sehr pointierter Kampf um Deutungshoheit, wobei ganz verschiedene, kontrastreiche Lager aufeinanderprallen. Gut, ich bin dabei! So geht eben Demokratie. 07) Trittbrettfahrer und Verschwörungs-Ministranten 06) Wahlkampf im Lockdown 05) Tötet das Virus? 04) Corona macht sich bezahlt 03) Wenn Experten den...

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Neulich auf Facebook: GGGG schwingt sich gerne auf Trittbretter und fährt gratis mit.
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Corona-Pandemie
Tötet das Virus?

Da ist er wieder, der Goldgräber Gernot Gauper, kurz GGGG. „Hatte keine zeit deinen stus zu lesen“, schrieb er mir. Na, das glaube ich ja sofort! Aber nein, der Mann hat genug Eitelkeit im Leib, ganz sicher liest er, was ich jüngst über ihn geschrieben hab. (Siehe den Link gegen Ende dieser Notiz!) Gauper möchte mich nun aufklären. Eventuell. Oder es scheint nur so. Indem er vorgibt, mich via Facebook zu informieren, versucht er, seine Propaganda an mein Publikum heranzubringen. Man nennt...

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Kaufmann Gregor Mörath
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Naheliegend (VI): Kaufhaus Mörath

Man mußte mich über die Jahre nicht erst auffordern, lokal und regional einzukaufen. Man Leben darf stellenweise in einiger Langsamkeit stattfinden, woraus folgt, daß ich mich zu Hause fühlen mag, wenn ich vor die Haustür trete. Deshalb bin ich emotional auf vertraute Geschäfte angewiesen, in denen ich das handelnde Personal wenigstens zum Teil kenne. Ich halte den Boss gerne von der Arbeit ab. Das gelingt nicht bei jedem Besuch, aber doch immer wieder. Wenn Gregor Mörath gerade mit dem...

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Dieser Ford Transit, ein historischer Meilenstein des Transportwesens, ist leider schon Geschiche.
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Naheliegend (V): Druckdesign

Druckdesign ist eine Wortschöpfung, die sehr verschiedene Kompetenzen bündelt. Das ist ein spezieller Betrieb, in dem locker 500 Jahre Geschichte des Handwerks aufgehen, um eine Dimension auf der Höhe der Zeit zu entfalten. Sowas mag Ihnen eventuell übertrieben klingen. Aber ich kann es erklären und da werden Sie vielleicht ein wenig staunen. Für uns sind a) das Lesen und Schreiben sowie b) der stete Fluß von Bildern und Informationen so selbstverständlich geworden, daß uns kaum je dämmert,...

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Wunderkammer im Gleisdorfer Stadtzentrum.
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Naheliegend (IV): Radio Bünte

Ich brauche grade keinen Eierkocher, auch keinen Radiowecker. Es ist kein neuer Mixer nötig und kein CD-Player und ein Babyphon schon gar nicht. Ich hab sowieso zu viele Dinge. Im letzten Jahr hatte ich mich bemüht, wenigstens ein Drittel meines Eigentums aus dem Haus zu schaffen. Herschenken, wegschmeißen, solche Optionen. Ich besitze zu viel Zeugs. Immer noch. So gesehen hat Radio Bünte für mich schon eine Weile keine existentiell nötigen Angebote. Aber! Ich schau regelmäßig in der Passage...

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