Kultur im Bezirk Weiz
Die Sache mit den Tattoos
- Großflächige Tattoos als ein sehr persönliches Statement.
- hochgeladen von martin krusche
Während der letzten rund 40 Jahre hat sich bezüglich der Tattoos in etlichen Bereichen unserer Gesellschaft ein markanter Sinneswandel vollzogen. Spätestes seit dem Boom der „Arschgeweihe“ in den 1990ern sind die „Peckerln“ zu alltäglichen Erscheinungen geworden, die weitgehend akzeptiert werden.
Aber was wären wir ohne dieser rührende Idee von den „gewissen Grenzen“? Wer sich also „in Maßen“ stechen läßt, geht locker durch. Doch dann wären da noch jene Frauen und Männer, die sich Tätowierungen gönnen, welche man mit der Kleidung nicht mehr verdecken kann.
Da höre ich dann allemal diverse Ansagen, als hätte es die letzten vier Jahrzehnte nicht gegeben. Freiheit hin oder her, aber „muß denn das sein“? Freilich muß es. Sonst würden sich manche unsrer Mitmenschen keine so radikalen Positionen gönnen.
Außerdem haben wir es da mit einer uralten Kultur zu tun, die sich rund um den Erdball entwickeln hat. Und zwar egal in welcher Ethnie. Da rede ich von Jahrtausenden. Naja, was kulturelle Traditionen und Entwicklungen angeht, wird es bei uns in den Debatten manchmal schnell eng.
Ein junger Mann, dessen Tattoos man nicht übersehen kann, erläuterte mir: „So trennt man angenehm simpel die Spreu vom Weizen. Nach dem Motto: Wer's nicht tolerieren kann, darf sich aus meinem Umfeld schleichen.“
Wir haben im Kulturforum Archipel dazu eine Themenleiste aufgemacht:
+) Tattoo (Ein kulturelles Zeichensystem)
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