Jagd, Landwirtschaft und Fortwirtschaft ziehen an einem Strang
Wildwiese in Telfs zeigt Wirkung

In Telfs wird das erfolgreich umgesetzte Kooperationsprojekt des Tiroler Jägerverbandes, der Landwirtschaftskammer und der Landesforstdirektion gefeiert.
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  • In Telfs wird das erfolgreich umgesetzte Kooperationsprojekt des Tiroler Jägerverbandes, der Landwirtschaftskammer und der Landesforstdirektion gefeiert.
  • hochgeladen von Georg Larcher

TELFS. Im Mai wurde eine der ersten "Wildwiesen" in Telfs vorgestellt. So soll der Wildeinfluss auf den Wald reduziert – also Verbissschäden vermieden – und die Tagaktivität des Wildes erhöht werden, was die Wildbestandserhebung vereinfacht. Im Revier Telfs-Mitte, auf einer Fläche der Hämmermoosalm, entstand unter der Leitung von Gemeindeförster Reinhard Weiß im Frühjahr das tirolweite Vorzeigeprojekt (BB haben berichtet: Wildwiesen reduzieren Wildschäden)

Schon wenige Monate später ziehen Jäger und Bauern die erste positive Bilanz: Die Wildwiese in Telfs wird besser angenommen als gedacht, erzählt Jagdaufseher Gregor Schartner: "Das scheue Wild zeigt sich hier auch am Tag." Es tritt mehrmals zur Äsung aus, wie Fotos bezeugen. Auch einen Fuchs brachte Schartner vor die Linse: "Der erste Gast hier war aber ein Gamsbock."
LAbg. und Telfer Vize-Bgm.in Cornelia Hagele machte sich ebenso ein Bild von der Wiese. Sie hat zusammen mit dem damaligen Landwirtschaftskammer-Regionsleiter Helmuth Traxler (verstarb 2019) das Projekt angeregt, das schließlich zusammen mit Jägerverband, Landwirtschaftskammer und Landesforstdirektion sowie mit Unterstützung der Telfer in die Tat umgesetzt wurde. "Wildwiesen-Experte" WM Robert Prem stellt sein Fachwissen tirolweit zur Verfügung.

Alle profitieren

"Wildwiesen" sollen in ganz Tirol forciert werden, dafür ziehen der Grünland-Experte Lukas Peer (Landwirtschaftskammer), Landesjägermeister Anton Larcher und Landesforstdirektor Josef Fuchs an einem Strang. Wildwiesen sind gerade in diesen Zeiten ein wichtiger Beitrag für die Bioversität, betont Cornelia Hagele. Sie fördern die Vielfalt von Pflanzen- und Tierarten sowie Lebensräume (Ökosysteme). In Telfs wurde für die Wiese zwar Wald geopfert, dadurch wurde aber ein neuer Lebensraum geschaffen – und andernorts wurde wieder mit klimafitten Bäumen aufgeforstet.
Das gefällt auch LJM Anton Larcher. Ökologische Ausgleichsflächen werden immer wichtiger, betont er. "Für uns Jäger wird die Bejagung auch immer schwieriger, es gibt immer mehr Konflikte wegen Beutegreifer und Freizeitnutzung", so Larcher: "Die Lösung vieler Probleme liegt in der Zusammenarbeit von Grundeigentümer, Jäger und Forst."

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