30.11.2016, 00:00 Uhr

St. Nikolaus zieht ins Telfer Dorf hinaus

(Foto: Pfarre Telfs)
TELFS (bine). Mit großen Schritten naht die besinnliche Zeit, die mit dem ersten Adventsonntag beginnt und mit dem Nikolaustag am 5.12. ihr erstes Highlight erlebt. Sehnsüchtig und mit glänzenden Augen warten die Kinder schon auf die Ankunft des Mannes mit dem Rauschebart, der von seinen Engeln und dem Krampus begleitet wird.
Auch in Telfs wird die Tradition der Nikolaus-Besuche schon jahrelang gepflegt und einer, der schon seit über 20 Jahren die Kinder als St. Nikolaus beglückt, ist Siegfried Kluibenschedl. Wie er im Interview mit dem Bezirksblatt erzählt, will er mit seinem ständigen Begleiter, dem Krampus Elmar Föger , „noch bis zur Fasnacht 2020 durchhalten, aber dann steht endgültig die Himmelfahrt bevor”.
Was macht jetzt eigentlich den Reiz am Nikolaus-Sein aus? „Als Pädagoge im Nebenerwerb des himmlischen Geschehens begeistern besonders Kinder mit ihrem spontanen Verhalten und der himmlischen Fantasie! Es muss besonders hervorgehoben werden: Wer kann schon in 2-3 Stunden mehrere Familien mit den verschiedensten Gewohnheiten, Ritualen usw. erleben? Nur der Nikolaus, und das ist ein besonderes Erlebnis, das er sehr schätzt.“ Erzählt Siegfried, der auch ein außergewöhnliches Erlebnis zu berichten hat: „Das Kurioseste hat sich vor schon langer Zeit zugetragen, als wir etwas verspätet zu einer Familie kamen. Ein stockbetrunkener Vater stürzte sich auf die beiden Engel, die die Ankunft des Nikolaus meldeten und wollte den Nikolaus unter handgreiflichen Drohungen zur Rede stellen. Durch das Eingreifen zweier Krampusse konnte das Schlimmste verhindert werden.“ Natürlich kommen Handgreiflichkeiten eigentlich nie vor, außer die Hand ergreift das Herz, so passiert, als der Nikolausauftritt bei einer Frau stattfand, die kurz nach einer Scheidung mit zwei Kleinkindern ganz alleine den Nikolaus empfing. Keine Geschenke, rundum Totenstille. „Da musste sich der Nikolaus gehörig zusammenreißen!“, schildert Kluibenschedl und fügt hinzu, dass ihn auch stets die Besuche in den Kindergärten berühren. So kann St. Nikolaus von seinen Besuchen im Haus der Telfer Kinder folgendes berichten: „Alles ist stets bestens vorbereitet, die Kinder sind in launiger Stimmung, der Nikolaus findet sich im Dialog mit vielen Kindern wieder, die ihm viele Geschichten erzählen, Gedichte und Musikstücke vortragen.“
Der allgemeine Trend, Festlichkeiten in der Adventzeit zu begehen, neigt immer mehr dazu, wieder gemeinsam zu feiern, auch mit anderen Familien zusammen, das bestätigt auch Siegfried Kluibenschedl und fügt hinzu: „ Die Geschenkwut geht zurück. Auch haben die laufenden TV-Geräte bei unserem Erscheinen aufgehört.“
In diesem Sinne wünschen wir gemeinsam mit St. Nikolaus einen feierlichen 5.12. und „Halleluja!“
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