Eröffnung
225 Jahre Spielwaren Oedl werden mit großer Sonderausstellung gefeiert

Alois Oedl IV. mit Klaus Mader, der vor Publikum die Kreisel mit viel Fingerspitzengefühl herstellt. Ein gewisser Benjamin B. ist für die Kleinen auch dabei.
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  • Alois Oedl IV. mit Klaus Mader, der vor Publikum die Kreisel mit viel Fingerspitzengefühl herstellt. Ein gewisser Benjamin B. ist für die Kleinen auch dabei.
  • hochgeladen von Thomas Fuchs

Das Keltenmuseum Hallein ehrt den 225. Geburtstag des Halleiner Spielwarengeschäfts mit einer eigenen Ausstellung.

HALLEIN. 225 Jahre ist es jetzt her, dass Franz Oedl das Geschäft am unteren Markt in Hallein erstmals aufsperrte. Als Teilhaber eines Holzwarenverlags gründete er dort einen Spiel- und Lederwarenhandel. Bis heute hat sich das Spielwarengeschäft gehalten, aus Hallein ist es nicht wegzudenken. Das Keltenmuseum in Hallein bietet nun von Freitag, 18. Oktober, bis zum zweiten Februar 2020, eine Sonderausstellung im zweiten Stock an. 

Extra für die Kleinen

In den Ausstellungsräumen werden nicht nur Spielwaren aus den vergangenen zwei Jahrhunderten gezeigt – für Kinder gibt es auch einen eigenen Raum zum Austoben, jede Menge Spielzeug liegt bereit. Mit dabei ist auch das Salzburger Marionettentheater: Heidi Hölzl und Rainer Buland führen dann "wie von Zauberhand" Kinder durch die Ausstellung (15.11., 15 Uhr). Die gesamte Ausstellung wird am Donnerstag, 17.10., beim Geschäft Oedl feierlich eröffnet, neben der Bergknappenmusikapelle wird dort auch ein Kreiselmacher sein Können präsentieren.

In Heimarbeit gefertigt

Die Anfänge des Spielwaren haben ausgerechnet etwas mit dem Bergbau zu tun: Die Bergknappen mussten sich ein Zubrot verdienen, so fingen sie an Spielzeuge zu schnitzen. "Es gab die Talentierten und die weniger Talentierten", erklärt Barbara Tober, Leiterin der Kulturvermittlung. Doch genau dass mache den Reiz der Spielsachen aus, denn es zeuge von handgemachten, originalen Werkstücken, die "in rührender Weise zeigen, wie sich die Schnitzer bemüht haben, etwas Geld dazu zu verdienen." Verleger waren dann für die Vermittlung zum Verkauf zuständig, einer von ihnen war Franz Josef Oedl, der 1794 ins Geschäft einstieg.

Der "Arschpfeiferlreiter"

Gegen jede Konkurrenz kann sich das Traditionsgeschäft bis heute halten. Einfach war das nicht immer, vor allem Ende des neunzehnten Jahrhundert wurde es einmal brenzlig: Die Briten verkauften billige Blechwaren in Massen, Alois Oedl III. stellte endgültig die Spielwaren aus Holz ein. Alois Oedl IV. führt das Spielwarengeschäft nun schon in sechster Generation. Er stellt ein besonders beliebtes Spielzeug aus dem neunzehnten Jahrhundert vor: Der "Arschpfeiferlreiter". "Das hat Kindern früher besonders viel Spaß gemacht, sie konnten das Gerät bewegen aber auch die Pfeife verwenden." Das und vieles mehr ist ab Freitag, 18.10., im Keltenmuseum zu bestaunen.

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