Tauben in Hallein
Die Taubenplage wird immer größer
- Dutzende Tauben werden am Almufer gefüttert.
- Foto: Josef Wind
- hochgeladen von Josef Wind
Wir haben schon mehrmals über die Taubenplage berichtet. Immer mehr Bewohnerinnen und Bewohner steigen wegen der Schäden und der massiven Zunahme auf die Barrikaden.
HALLEIN. Die Tauben, die im gesamten Stadtgebiet rasant zunehmen, sorgen durch die Ausscheidungen für Schäden an den Häusern, der wertvoller Stadtarchitektur und vielen abgestellten Fahrzeugen, wo sich der Taubenkot in den Lack regelrecht hineingräbt. Es herrscht zwar ein absolutes Fütterungsverbot und es gibt entsprechende Hinweisschilder. Übertretungen können mit bis zu 1000 Euro geahndet werden. Wie man tagtäglich sehen kann, nützt dieses Fütterungsverbot wenig bis gar nichts. Wie Hans Lutsch, Obmann der Arge Stadttauben in Salzburg und anerkannter Tauben-Experte betont, könnte nur ein Taubenhaus Abhilfe schaffen. So wurden in Salzburg von der Stadtpolitik neun Standorte für Taubenschläge beschlossen.
"Mahnwache" geplant
Wie Ulrike Poppenreiter aus Neualm nach einem Gespräch bei Bürgermeister Alexander Stangassinger berichtet, ist von Seiten der Stadt nicht viel Hilfe zu erwarten: „Man begnügt sich mit einem Fütterungsverbot und hat kürzlich sogar eine Halleinerin bestraft, die die Tauben gefüttert hat.“ Laut Bürgermeister Stangassinger wurden zahlreiche Hinweistafeln aufgestellt und das Fütterungsverbot wird von der Stadtpolizei bestmöglich überprüft. „Hotspot“ ist die Bahnunterführung und der Weg entlang des Almufers. Hier werden die Tauben gefüttert, wie man an den vielen Essensreste sehen kann. In Hallein gibt es zwei Arten von Tauben. Das sind die Wildtauben und die Nachkommen von ausgesetzten Brieftauben. Ulrike Poppenreiter informierte Bürgermeister Stangassinger auch, dass es für Taubenschläge sogar Förderungen von der EU gibt. Das wird nun geprüft. Poppenreiter plant nun eine „Mahnwache“ am samstägigen Grünmarkt und wird Flugblätter verteilen: „Denn so kann es nicht mehr weitergehen.“
Aktuelle Nachrichten aus Salzburg auf
Du möchtest kommentieren?
Du möchtest zur Diskussion beitragen? Melde Dich an, um Kommentare zu verfassen.