Corona-Krise
Pflege in Zeiten von Corona: ein schweres Los

Die Intensivstationen an der Klinik Innsbruck sind derzeit enorm gefordert. Der Kampf gegen das Corona-Virus ist noch nicht vorbei.
  • Die Intensivstationen an der Klinik Innsbruck sind derzeit enorm gefordert. Der Kampf gegen das Corona-Virus ist noch nicht vorbei.
  • Foto: Archiv
  • hochgeladen von Florian Haun

INNSBRUCK (fh). Das Pflegepersonal sowie die Ärzteschaft in den Tiroler Spitälern arbeitet derzeit unter widrigsten Bedingungen und geht an seine Leistungsgrenzen.

Die Corona-Epidemie bringt das Gesundheitssystem an die Grenzen und wie es aussieht steht das Schlimmste noch bevor. Für PflegerInnen und Ärztschaft ist es ein regelrechter Alptraum denn die Hygienevorschriften machen den Arbeitsalltag zur Gratwanderung zwischen Pflichtbewusstsein und Erschöpfung. Die BEZIRKSBLÄTTER-Redaktion hat einen Einblick in den Arbeitsalltag des Pflegepersonals an der Innsbrucker Klinik (Intensivstation) bekommen und dieser Bericht zeigt umso deutlicher, wie unverzichtbar jene Menschen sind, die sich um die Erkrankten kümmern und wie schwer ihr Alltag derzeit ist. 

Nicht nur Betagte

Die Intensivstationen in Innsbruck sind so gut wie voll und der Großteil der Patienten sind an besagtem Virus erkrankt. Jeder der glaubt es seien vorwiegend betagte Menschen die hier liegen irrt, denn ein großer Teil ist noch relativ jung an Jahren. Auf dieser Station zeigt sich das Virus von seiner hässlichsten und gefährlichsten Seite und an der dortigen Front stehen Menschen die trotzdem zur Arbeit gehen und alles geben. Eine Krankenschwester, welche anonym bleiben will, berichtet gegenüber der BEZIRKSBLÄTTER-Redaktion: "Wenn wir z.B. ein 12 Stunden Schicht haben und die gesamte Zeit in den Schutzanzügen arbeiten müssen ist die Belastung enorm. In 12 Stunden haben wir zweimal Pause und wechseln jedes mal die Schutzausrüstung, wenn wir wieder auf die Station gehen. Die Druckstellen im Gesicht durch die Masken schmerzen und wir sind am Limit", erklärt die Krankenschwester. 

Nicht zu spaßen

Die Eindrücke von der Intensivstation in Innsbruck machen deutlich, dass die Gefahr des Corona-Virus keineswegs vorbei ist und nach wie vor viele Menschen erkranken. "Ich kann nur jedem raten sich an die Maßnahmen zu halten denn das Leid das wir auf der Station zu sehen bekommen kann einem schon Angst machen. Wir tun in der Pflege was wir können doch derzeit geht man nicht wirklich gerne arbeiten. Bei uns auf der Station sind natürlich auch schon Menschen erkrankt und wenn man die Auswirkungen sieht ist das mit Sicherheit nicht lustig", so die Pflegekraft weiter.

Appell

Dass man sich derzeit, trotz offizieller Aufhebung de´r Selbstisolation Tirols, nicht in Gefahr begeben sollte, müsste eigentlich selbstverständlich sein doch die Lockerung der Maßnahmen hat bereits wieder zu zahlreichen Unfällen geführt. Die Erfolge der Maßnahmen fußen auf der Disziplin der Menschen und es wäre schade, wenn man sich diesen Erfolg wieder zunichte macht.

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