Tiroler Maßnahmen an österreichische angepasst
Platter: „Wir haben die Krise noch nicht überwunden“

Bei der heutigen PK verkündete LH Platter die Angleichung der Tiroler Maßnahmen an die der Bundesregierung.
  • Bei der heutigen PK verkündete LH Platter die Angleichung der Tiroler Maßnahmen an die der Bundesregierung.
  • hochgeladen von Sieghard Krabichler

Bei der heutigen Landespressekonferenz gab LH Günther Platter die Angleichung der Tiroler Maßnahmen an die der Bundesregierung bekannt.

TIROL. Bereits am Vormittag trat Bundeskanzler Kurz vor die Presse und gab die Schritte der Bundesregierung für Österreich bekannt. Die kleinen Geschäfte unter 400 m2 dürfen ab 14. April öffnen, die Gastronomie erst ab etwa Mitte Mai und Veranstaltungen werden bis Ende Juni nicht erlaubt sein. Weiters wird der Maskenzwang auf die Teilnehmer in den Öffis ausgedehnt.
Tirol hat bekanntlich die härteren Maßnahmen erlassen, LH Günther Platter sieht Tirol am richtigen Weg und bedankte sich eingangs bei der Tiroler Bevölkerung für die große Disziplin.

"Wie die Pandemie nun verläuft ist unser aller gemeinsamer Erfolg. Darum werden die Tiroler Maßnahmen an die österreichischen Maßnahmen angepasst“,

so der Landeshauptmann. Der Weg zur Arbeit, die Versorgung von Mitbewohner oder älterer Menschen, Bewegung im Freien und auch Sport im Freien sind erlaubt. „Aber Skitouren, Mountainbiken und Klettern sollte noch immer nicht ausgeführt werden“, appelliert Platter an die Vernunft.
So kann auch das Gemeindegebiet wieder verlassen werden. Ausgenommen sind die Quarantänegebiete im Paznaun, am Arlberg und in Sölden. Hier wird es nach Ostern eine Evaluierung geben. "Aber sich zu Ostern zu treffen um ein Familienfest zu feiern, geht nicht", sagt Platter.

Appell und Erleichterung

LHStv. Ingrid Felipe hofft auf die Einsicht der Sportbegeisterten. "Gefährliche Sportarten sollten unbedingt vermieden, werden, um die Spitäler nicht durch Sportverletzungen zu blockieren." Felipe weiter: "Wir haben den Gipfel erreicht, müssen nun aber mit Vorsicht absteigen."
Groß ist auch die Freude beim Grünen Klubobmann und Gesundheitssprecher Gebi Mair, dass die Quarantänemaßnahmen für ganz Tirol mit heute Nacht enden und damit sich die Menschen wieder freier bewegen können.

„Ich freue mich sehr, dass Individualsport und Bewegung auch über die Gemeindegrenzen hinaus wieder erlaubt sind. Sport und Bewegung helfen immens um diese schwierige Zeit zu bewältigen und positiv zu denken“,

so der selbst sportbegeisterte Mair.

Cornelia Lass-Flörl, Direktorin der Sektion für Hygiene und Medizinische Mikrobiologie der Medizinischen Universität Innsbruck, freut sich, dass sich die letzten drei mageren Wochen für Tirol rentiert haben. „Nun gilt es, eine zweite Welle zu vermeiden. Und dazu gehören weiter die sozialen Kontakte zu minimieren und Abstand zu halten. Wir müssen lernen, mit unserer Freiheit umzugehen, um uns selbst und andere zu schützen.“

Günter Weiss, Direktor der Universitätsklinik für Innere Medizin, erklärt, dass sich insgesamt 30 Mitarbeiter der Kliniken bisher angesteckt haben. Aber kein Patient hat einen Mitarbeiter angesteckt, auch umgekehrt nicht. Die Infekte stammten durchwegs aus dem privaten Umfeld.“ Auch Weis appelliert an die Tiroler Bevölkerung, weiter die Maßnahmen strikt zu befolgen.

NEOS: "Es wurde Zeit"

„Es wurde Zeit, dass die Tiroler Landesregierung reagiert und die Restriktionen im Kampf gegen das Corona-Virus lockert,“ zeigt sich NEOS Klubobmann Dominik Oberhofer erfreut über die ab Dienstag geltenden neuen Regelungen. „Die weiter bestehenden Maßnahmen im Kampf gegen das Virus sind wichtig, aber man muss den Blick nach vorne richten. Jetzt müssen wir alles dafür tun, dass die wirtschaftliche Katastrophe und der Schaden für Alle nicht noch größer wird“, so Oberhofer.

SPÖ: "Endlich Entlastung"

SPÖ_NRin Selma Yildirim: „Die Aufhebung der Vollquarantäne in Tirol bringt endlich ein Stück Entlastung für die Bevölkerung. Den Bewegungsspielraum der Mensch über Wochen so drastisch zu beschränken, wie das in Tirol passiert ist, ist problematisch. In Innsbruck waren zusätzlich Parks und manche Wege gesperrt. Auch das wird endlich zurückgenommen. Es gilt immer, die Verhältnismäßigkeit zu prüfen, wenn es um die Einschränkung von Grund- und Freiheitsrechten geht.“

FPÖ: "Erfreut"

Erfreut zeigt sich der Tiroler FPÖ-Landesparteiobmann KO LAbg. Mag. Markus Abwerzger, dass nun die Corona-Pandemie-Beschränkungen in Tirol aufgrund unserer Forderung an jene des Bundes angeglichen wurden, außer in den taxativ aufgelisteten Quarantänegemeinde im Bundesland Tirol: „Wir Tiroler Freiheitliche stellten bereits am 1. April 2020 diese Forderung auf, die nun ab heute Mitternacht gilt“, erläutert Mag. Abwerzger, der darauf verweist, dass sich der Großteil der Tiroler Bevölkerung in den vergangenen drei Wochen an die Vorschriften gehalten hat.

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