Islamkritiker knapp der Enthauptung entgangen

Islamkritiker vor Gericht.
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BEZIRK TULLN (ip). „Kritik hat auch ihre Grenzen“, versuchte ein St. Pöltner Richter einem Angeklagten aus dem Bezirk Tulln zu erklären, dem Staatsanwalt Patrick Hinterleitner zur Last legte, auf seinem allgemein zugänglichen Facebook-Profil sinngemäß alle Angehörigen muslimischer Religionszugehörigkeit als Terroristen und Kapitalverbrecher gleichgestellt zu haben.
„Ich bin ein Opfer des Islams. Ich bin orientalischer Christ und 2014 mit meiner Frau und den drei Kindern nur knapp der Enthauptung im Irak entkommen. Seither schreibe ich kritische Beiträge über den Islam“, erklärte der 61-Jährige noch vor dem Prozess gegenüber den Bezirksblättern.

Kommentare sind "massiv grenzwertig"

Er fühle sich vom Opfer zum Täter gemacht, so der Beschuldigte, der unter anderem von islamischen Messerstechern und Vergewaltigern spricht. Durch seine Pauschalierungen geriet er auch ins Visier der Beamten des Verfassungsschutzes und der Terrorismusbekämpfung, nachdem seine Postings nicht nur seinen angeblich 5.000 Facebook-Freunden, überwiegend aus Österreich, sondern weit darüber hinaus, letztlich global zugängig seien.
„Ich verstehe den Hintergrund, wie es zu solchen Äußerungen kommt“, meinte der Richter bezugnehmend auf das Leben des Mannes im Irak, „aber Teile davon sind schon massiv generalisierend und grenzwertig!“

Geldbuße von 600 Euro

Dem unbescholtenen, geständigen Mann bot er schließlich eine Diversion in Form einer Geldbuße von insgesamt 600 Euro. Es dauerte, bis sich der 61-Jährige damit einverstanden erklärte, obwohl nach geleisteter Buße das Verfahren gegen ihn eingestellt werde und er auch nicht vorbestraft wäre. Bei einer Verurteilung könnte ihm eine Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren drohen.
Nach der Urteilsverkündung ließ er sich nochmals ausführlich erklären, warum vor allem die Pauschalierung in seinen Beiträgen, sowie die gewählte Verbreitung strafrechtliche Konsequenzen mit sich bringen. Nichtsdestotrotz meinte er schließlich: „Wenn wir den Islam als Religion anerkennen, erkennen wir automatisch das Todesurteil von Mohammed über alle Andersgläubigen an!“

Islamkritiker vor Gericht.
Staatsanwalt Patrick Hinterleitner.

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