Gemeinschaft leben
So stärkt Tulln seit 15 Jahren erfolgreich das Miteinander im Grätzl
- Feste werden von der Stadtgemeinde unterstützt.
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Seit 15 Jahren bringt die Initiative „Netzwerk Nachbar“ Menschen in Tulln zusammen. Was 2011 mit sechs Grätzlfesten begann, ist heute eine Erfolgsgeschichte für gelebte Nachbarschaft: 350 Feste und rund 21.000 Besucher später ist das Projekt längst ein fixer Bestandteil des gesellschaftlichen Lebens in der Stadt.
TULLN. Seit 2011 unterstützt die Stadtgemeinde Tulln ihre Bürger dabei, Grätzlfeste in ihrer Nachbarschaft zu organisieren. Die Initiative „Netzwerk Nachbar“ wurde ins Leben gerufen, um das Miteinander direkt vor der eigenen Haustür zu stärken – mit großem Erfolg. In den vergangenen 15 Jahren fanden insgesamt 350 Grätzlfeste statt, bei denen rund 21.000 Nachbarn zusammenkamen. Viele von ihnen sind Stammgäste, denn zahlreiche Feste haben sich inzwischen zu einer liebgewonnenen Tradition entwickelt.
„Es war mir schon immer ein großes Anliegen, das Miteinander in der Stadt zu fördern – begonnen bei den kleinsten Einheiten, den Nachbarschaften. Daraus entstand die Idee, die Bürger zum Organisieren von Grätzlfesten zu animieren, indem wir ihnen ganz konkret Unterstützung dafür anbieten“,
erinnert sich Bürgermeister Peter Eisenschenk an die Anfänge der Initiative. Das Ergebnis könne sich sehen lassen: Die Feste haben Nachbarschaften nachhaltig gestärkt, Menschen miteinander verbunden und zahlreiche langjährige Freundschaften entstehen lassen.
Unterstützung macht den Unterschied
Damit aus einer Idee ein gelungenes Fest wird, bietet die Stadtgemeinde Tulln umfassende Unterstützung. Organisatoren erhalten nicht nur Know-how, sondern auch praktische Hilfe in Form von Heurigengarnituren, Stehtischen oder Partyzelten. Bei Bedarf wird eine Straßensperre organisiert, zudem werden Kosten von bis zu 150 Euro nach Vorlage der Rechnungen rückerstattet.
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Das Angebot richtet sich an Nachbarschaften in ganz Tulln und den Katastralgemeinden – egal ob für einen Straßenzug, eine Wohnhausanlage oder einen Ortsteil. Die unkomplizierte Unterstützung motiviert viele Bürger, selbst aktiv zu werden und ein Fest auf die Beine zu stellen.
Eine Nachbarschaft feiert doppelt
Wie nachhaltig die Initiative wirkt, zeigt das Beispiel der Föhrengasse. Dort wird seit dem ersten Jahr ohne Unterbrechung gefeiert. Initiatorin Elisabeth Mocker organisierte das Grätzlfest ab 2011 und übergab die Verantwortung 2022 an Andrea Klingenbrunner. Damit feiert die Nachbarschaft heuer nicht nur das 15-jährige Bestehen von „Netzwerk Nachbar“, sondern auch das eigene 15. Grätzlfest.
- Symbolbild.
- Foto: pixabay / kaboompics
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Insgesamt entwickelte sich das Projekt kontinuierlich weiter: Waren es im Startjahr noch sechs Grätzlfeste, erreichte die Initiative 2023 mit 34 Veranstaltungen ihren bisherigen Höchststand.
Ursprung der „Stadt des Miteinanders“
Die Erfolgsgeschichte der Grätzlfeste war zugleich der Ausgangspunkt für eine weitere Initiative. Ursprünglich sollte „Netzwerk Nachbar“ nicht nur Nachbarschaftsfeste fördern, sondern auch andere Formen des Austauschs – etwa Themenstammtische oder gemeinsames Kochen. Während diese Angebote anfangs noch wenig nachgefragt wurden, erfreuten sich die Grätzlfeste wachsender Beliebtheit.
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2017 wurde die Idee schließlich weiterentwickelt: Mit der Gründung der Initiative „Stadt des Miteinanders“ entstanden zahlreiche neue Möglichkeiten für Begegnungen und gemeinschaftliche Aktivitäten, die weit über die einzelnen Nachbarschaften hinausreichen.
So einfach wird das eigene Grätzlfest möglich
Wer selbst ein Grätzlfest organisieren möchte, kann den Förderantrag über die Website der Stadtgemeinde Tulln (Quicklink auf der Startseite oder unter „Leistungen A–Z“ – „Netzwerk Nachbar“) ausfüllen und einreichen – per E-Mail an julia.schwanzer@tulln.gv.at oder persönlich im Bürgerservice Tulln beziehungsweise Langenlebarn.
Neben Beratung und Know-how unterstützt die Stadt bei der Gestaltung und dem Druck von Einladungen und Plakaten, stellt Infrastruktur wie Tische, Bänke, Partyzelte und Stehtische zur Verfügung und übernimmt Kosten von bis zu 150 Euro. Weitere Informationen gibt es telefonisch unter 02272/690-131
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