Kollision mit Verschub-Lokomotive
Zug erfasste Traktor bei Bahnübergang Moosbierbaum
- Foto: Rotes Kreuz Atzenbrugg-Heiligeneich
- hochgeladen von Birgit Schmatz
Ein schwerer Zusammenstoß zwischen einer Rangierlok und einem Traktor ist am Mittwochmorgen bei Moosbierbaum glimpflich ausgegangen. Obwohl der Zug das landwirtschaftliche Fahrzeug an einem unbeschrankten Bahnübergang seitlich erfasste, wurde der Traktorlenker wie durch ein Wunder nur leicht verletzt.
MOOSBIERBAUM. Gegen 8:51 Uhr wollte der Lenker des Traktors den unbeschrankten Bahnübergang zwischen Moosbierbaum und dem Golfplatz überqueren, als es zur seitlichen Kollision mit einer Verschub-Lokomotive kam.
Kollision am unbeschrankten Übergang
Insgesamt waren vier Personen an dem Zwischenfall beteiligt, doch der Traktorlenker erlitt glücklicherweise nur oberflächliche Verletzungen. Ein Umstand war hierbei entscheidend: Die Lok war ohne Anhänger und mit nur geringer Geschwindigkeit unterwegs.
Rasche Erstversorgung und Entwarnung
Nur wenige Minuten nach der Alarmierung trafen die ersten Einsatzkräfte vor Ort ein. Eine aufwendige technische Rettung blieb den Einsatzkräften glücklicherweise erspart, da sich der Traktorlenker eigenständig aus seiner Kabine befreien konnte. Der Verletzte wurde vor Ort von den Teams des Roten Kreuzes Atzenbrugg und dem Arbeiter-Samariterbund Traismauer sowie einem zufällig anwesenden Arzt erstversorgt und anschließend in das Universitätsklinikum Tulln gebracht. „Dass sich der Fahrer selbstständig befreien konnte, erleichterte die Arbeiten für alle Einsatzkräfte enorm“, betonte Einsatzleiter Lukas Raich vom Roten Kreuz Atzenbrugg.
Kurzer Einsatz und kaum Verkehrsbeeinträchtigungen
Neben den zwei Rettungswagen standen Polizei sowie die Freiwilligen Feuerwehren Atzenbrugg, Heiligeneich und Trasdorf im Einsatz. Während die Lokmannschaft die Bahnstrecke mittels Erdung sicherte, konnte der Rettungseinsatz bereits nach rund einer Stunde beendet werden; die Feuerwehr stand etwa drei Stunden im Einsatz. Da es sich um eine Nebenstrecke handelte und keine Personen evakuiert werden mussten, blieb der Zugverkehr weitgehend unbeeinträchtigt. Lediglich auf der Landesstraße L115 kam es während der Aufräumarbeiten zu Einschränkungen.
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