Wohnen statt Party: Baby'O schließt im Juni 2020

Einvernehmlicher Beschluss: Im Juni 2020 ist Schluss mit Baby'O – im Bild: Franz Zika und Mieter Günther Berger.
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JUDENAU-BAUMGARTEN. "Wir wollen nichts riskieren. Wir gehen davon aus, dass wir, bedingt durch das Rauchverbot in der Gastronomie, mit Einbußen rechnen müssen", sagt Franz Zika, Eigentümer der Judenauer Discothek Baby'O. Und aus diesem Grund wurde die Überlegung angestellt, den Mietvertrag mit Betreiber Günther Berger nicht mehr zu verlängern. Und das bedeutet zugleich, dass im Juni 2020 Schluss mit der Discothek sein wird. Doch Partygäste können aufatmen: "Im letzten Jahr wird durchgefeiert", versprechen Zika und Berger. Jetzt sei man in der Sommerpause, gestartet wird am 7. September und das Closing ist für Juni 2020 geplant.
Und danach? Zika verkauft einen Teil des Baby'O-Areals – konkret 8.500 Quadratmeter – also den "hinteren Teil. Das Grundstück wurde bereits an einen Bauträger veräußert", informiert er. Der vordere Teil, die Pizzeria und der Florianipark 3 bleiben aber weiterhin in seinem Besitz. Was daraus wird, weiß er jetzt noch nicht. Keinesfalls jedoch ein Partytempel. Das würde den Anrainern nicht gefallen. Was sein Wunsch an den Bauträger wäre? "Leistbare Wohnungen für junge Leute sollen errichtet werden. Denn das waren schließlich auch immer unsere Gäste", so Zika.

5 Uhr-Tee & "Bella Italia"

Wie alles mit der Disco in Judenau begann, das erzählt Zikas Mama, Magdalena, die noch heute "Lenschi" genannt wird. Das Gasthaus Reiter, ein 5 Uhr-Tee, und eine Idee, eine Disco daraus zu machen – so startete man 1972. Vierzehntägig hat eine Band gespielt, der DJ saß in einem Schlitten. "Da waren schon meine Eltern dabei", lacht Berger. 1978 hat der Club Holiday in Langenrohr eröffnet und den Judenauer die Gäste entzogen. Doch das wollte man nicht so einfach hinnehmen – für Franz Zika und "Lenschi" ging's nach Bella Italia, wo man sich Disco-Konzepte angesehen hat, um sodann im 1987er Jahr mit neuem Style aufzusperren. Ob "Lenschi" traurig ist, dass jetzt endgültig Schluss ist? "Nein, im Gegenteil, ein Traum ist für mich in Erfüllung gegangen", sagt die 85-Jährige.

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