Yoga & Selbstentfaltung
4 Dinge die dich in deinem Alltag blockieren

Vorige Woche habe ich eine Umfrage auf Instagram gemacht die lautete: “Was hindert dich daran, deinen Tag selbst zu bestimmen?”
In diesem Blogpost fasse ich die 4 Gründe zusammen, die immer wieder als Antwort genannt wurden und gebe dir Vorschläge, wie das Modell der “5 Schlüssel für deinen selbstbestimmten Tag” hier Inspiration sein kann, wieder mehr Freiheit in den Alltag zu bringen.

Was hindert dich daran, deinen Tag selber zu bestimmen?

1. Andere Menschen halten mich davon ab
Das war wohl wirklich die häufigste Reaktion auf die Frage. Es sind nicht nur andere Menschen um uns herum, sondern auch deren Gefühle und Launen oder auch generell Umstände im Außen, denen wir uns manchmal wie “ausgeliefert” fühlen. Aber auch wenn wir nicht beeinflussen können, wie unsere Kinder an diesem Tag drauf sind oder was unser Chef zu uns sagt, wir können doch beeinflussen wie wir drauf reagieren.
Klar, einfach ist das nicht, aber Übung macht den Meister ;)

Welcher Schlüssel der 5 Schlüssel könnte dir hier helfen?

Schlüssel 1: Rituale, Rythmus & Disziplin

Es gibt kleine Hilfestellungen die dich dabei unterstützen können, doch die Dinge die dir wichtig sind in deinen Alltag zu integrieren. Zum Beispiel eine Morgenroutine: wenn du dich am Morgen schon mit dir selber verbindest und den Tag nach deinen Vorstellungen vor deinem inneren Augen ablaufen lässt, dann nimmst du diesen Fokus mit in den Tag. Äußere Umstände überrumpeln dich dann nicht. Wenn du dich in der Früh schon mit deiner Herzenergie verbindest und die Gefühle und Gedanken die du in den Tag bringen möchtest, wählst, dann ist das wie ein energetischer Schutzmantel der dich begleitet. Du bist nicht verleitet auf alles zu reagieren, sondern du kannst von in der Früh weg agieren. Und wenn auch am Ende des Tages dein Tag nicht 100%ig so ausgehesen hat, aber du hast ihn zumindest bewusst gestaltet und konntest dich in einzelen Momenten entscheiden. Das gibt dir einen großen Anteil an Freiheit zurück!
Schlüssel 5: Selbstbeobachtung.
Nimm dir mal einen Tag oder eine Woche Zeit dich zu beobachten: wann und in welcher Situation neigst du dazu, deine Bedürfnisse, deine Selbstbestimmtheit aufzugeben? Geht es in dieser Situation wirklich nicht anders, oder denkst du, es ginge nicht anders? Welcher Glaubenssatz oder welches alte Muster steckt hier eventuell dahinter? Kannst du den für dich auflösen?

2. Ich weiß gar nicht was es ist, aber ich habe trotzdem das Gefühl nicht selber bestimmen zu können wie mein Tag abläuft.
Ich glaube wir kennen sie alle: Diese Tage, wo wir uns am Ende des Tages total gerädert fühlen und nur dem Tag hinterher gelaufen sind. Dauernd wollte jemand etwas und nichts lief nach Plan.

Schlüssel 5: Selbstbeobachtung

Um hier genauer herausfinden zu können was dich ablenkt musst du zuerst einmal hinsehen. Und ich kenne es: wenn man schon viel um die Ohren hat, dann kommt jemand daher und sagt dir auch noch, du sollst dich selber beobachten! Nimm dir eine Situation (z.B. am Arbeitsplatz) für einen bestimmten Zeitraum (z.B. einen Monat). Und reflektiere am Abend: was von dem was du gefühlt oder gedacht hast kam wirklich von dir und was war eine Reaktion auf deine Umgebung?
Wenn du dazu alleine keine Lust hast, dann hole dir Unterstützung. Es gibt tolle Programme zur Selbstreflektion online oder komme in die Yogagruppe online, wo wir mit den 5 Schlüssel arbeiten. Hol dir Support, so musst du da nicht allein durch. Und oft hilft es bereit zu wissen, dass es anderen genauso geht.

Schlüssel 3: Akzeptiere das was gerade da ist

Dieser Schlüssel dient als Grundlage zur Veränderung. Wenn du dir nicht eingestehst, dass du im Alltag mehr reagierst als agierst, dann wird es schwer, etwas daran zu ändern. Wir müssen erst mal in die Wahrnehmung kommen, von dem was da ist und anerkennen, dass es so ist. Leider haben wir oft gelernt, dass es eine Schwäche ist anzuerkennen, dass wir gerade nicht weiter wissen oder wir nicht wissen wie wir etwas ändern sollen. Dann machen wir lieber so weiter, wie es gerade ist.

3. Das Gefühl Dinge/Sachen erledigen zu müssen
Es ist interessant, dass wir uns auch selber oft so viele Dinge auferlegen, von denen wir denken es gehöre einfach zu einem gewissen Bild dazu. Ich muss da an eine liebe Freundin von mir denken als sie Mama geworden ist. Sie sagte einmal zu mir: weißt du, ich könnte so viele Kurse machen mit meinem kleinen Baby (der Bub war damals unter 1 Jahr alt) aber ich will gar nicht. Ich gehe lieber an der frischen Luft spazieren und genieße den Tag.

Schlüssel 4: Dankbarkeitspraxis
Bestimmte Rollen ausfüllen zu müssen und das auch noch am besten perfekt erzeugt Druck und lässt dich auch nicht mehr frei wählen. Oft kommt es daher, dass wir eine Emotion damit verdecken wollen, wie z.B. Angst: die Angst nicht genug zu sein, wenn du nicht noch diesen Kurs machst, oder die Angst die Kontrolle zu verlieren wenn du nicht alles weißt.
Wenn wir allerdings im Angstmodus sind, dann sind wir mit unserer Aufmerksamkeit in der Zukunft (wir planen möglichst alles genau voraus) oder in der Vergangenheit. Wir sind aber definitiv nicht in diesem Augenblick. Und: wenn du im Zustand der Angst bist, bist du in einem Gefühl von Mangel. Du hast nicht genug, du bist nicht genug.
Die Dankbarkeitspraxis ist eine kraftvolle Methode, dich mit deiner Herzenergie und mit der Fülle in dir wieder zu verbinden. Das heißt du siehst, was bereits alles da ist, anstatt das, was fehlt. Zusätzlich bringt dich die Dankbarkeitspraxis zurück in diesen Moment, der einzige der wirklich existiert und in dem du etwas tun oder ändern kannst.

Schlüssel 5: Selbstbeobachtung

Du könntest hier mal nachforschen welches Muster bzw. welcher Glaubenssatz zugrunde liegt, dass du denkst du müsstest etwas tun oder machen oder wissen. Hier eine kleine Auswahl:
Ich bin nicht gut genug, wie ich bin.
Ich muss alles perfekt machen.
Ich muss es allen recht machen.
Vielleicht kannst du das nächste mal, wenn du das Gefühl hast du musst etwas machen, mal in dich hinein hören, wer hier von dir verlangt etwas zu tun oder ob es wirklich von dir kommt oder ob du nicht doch lieber statt dessen eine Pause einlegen magst.

4. Es kommt mir oft etwas dazwischen
Schlüssel 3: Hingabe & Annehmen was gerade ist
Oft kommt es anders und meistens als man denkt. Machst du dir vielleicht zu strikte Pläne? Pläne, Rituale sind gut aber wir sind halt auch nicht alleine. Vielleicht kannst du hier etwas lockerer planen. dh du nimmst dir zwar für eine Woche was vor, aber du kannst doch flexibel reagieren, wenn etwas dazwischen kommt, sodass auch die Hingabe, Umstände anzunehmen wie sie sind, Platz hat.
Ein nächster Schritt wäre sogar zu schauen, ob das, was statt deinem Plan passiert ist, vielleicht sogar was Positives oder Besseres war, als das, was du geplant hattest.

Schlüssel 2: Selbstbeobachtung
Eventuell steckt auch hier ein Glaubenssatz oder ein altes Muster dahinter. Oft sehen wir gar nicht, was wir alles geschafft haben, sondern nur, was noch nicht erledigt ist. Eine Übung die ich dann gerne mache ist: setzte dich abends hin und schreib dir mal auf, was du alles erledigt oder geschafft hast. Du wirst staunen was das alles ist!
Ein andere Option die mir noch einfällt wäre: kannst du dir bei Aufgaben, die du regelmäßig verschieben musst, Unterstüzung suchen? Gibt es jemanden, der diese Aufgaben für dich machen könnte? So kannst du sie aus deinem to do streichen und dir mehr Freiheit in deinen Alltag zurück holen.

Wenn dich die Arbeit mit den 5 Schlüsseln interessiert und du vor allem bewusst in den Tag starten möchtest, dann melde dich gerne unter julia@imschneidersitz.at

Namaste und bis bald auf der Matte!
Eure Julia von Yoga imschneidersitz

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