06.10.2017, 17:17 Uhr

BOKU: IFA Herbstfest und Verleihung Innovation Award 2017

Claudia Lingner, Michael Moll, Petra Bohuslav, Peter Eisenschenk, Josef Glößl und Lukas Madl mit der BOKU-Innovation Award Siegerin Marita Preims. (Foto: Mantsch)

Ein stürmisches, aber herzliches Herbstfest mit spannendem und innovativem Programm fand im Rahmen der Verleihung des Innovation Award 2017 statt.

TULLN. Am 5. Oktober lud die Universität für Bodenkultur zum IFA Herbstfest und zu der Verleihung des BOKU-tecnet-accent Innovation Awards in das Interuniversitäre Department für Agrarbiotechnologie. Interessante Vorträge, Einblicke in Forschungsprojekte und die Präsentation einer beispielhaften Kooperation lockten Gäste und Interessierte. Durch das Programm führte und moderierte Departmentleiter Georg Gübitz. Viele spannende und innovative Programmpunkte wurden an diesem Nachmittag vorgestellt und präsentiert. Universitätsprofessor Hermann Bürstmayr führte die Gästen in die Thematik Nachhaltige Ressourcennutzung ein und erklärte, was denn die Pflanzenzüchtung dazu beitragen kann. "Das Ziel der Pflanzenzüchtung ist es, regional angepasste und effiziente Sorten zu züchten. Außerdem müssen Anreize auf politischer und sozioökonomischer Ebene geboten werden, um das Wegschmeißen von Nahrung zu verringern. Wir müssen insgesamt effizienter werden", erzählte Hermann Bürstmayr. 

Innovation durch Kooperation

Konrad Domig, Department für Lebensmittelwissenschaften und Lebensmitteltechnologie, und Manfred Schinkinger, Managing Director Microbiology SY-LAB, stellten das gemeinsame innovative Kooperationsprojekt der BOKU und SY-LAB "Durchbruch beim Nachweis käsereischädlicher Clostridien" vor. Bei Clostridien handelt es sich um Sporen, die eine Spätblähung verursachen können, wodurch Buttersäure entsteht. Das ziel der Kooperation zwischen der Universität für Bodenkultur und SY-LAB, war es, eine Methode zu entwickeln, um Clostridien zu quantifizieren und zu detektieren. "Wir konzipierten eine schnellere und präzisere Methode mit enorm niedriger Nachweisgrenze", wie Konrad Domig es zusammenfasste. Den nächsten Schritt, den die Kooperationspartner nun setzen wollen, ist die Markteinführung der Methode als internationalen Standard.   

Junge Top-Forscher ausgezeichnet

Auch dieses Jahr wurden wieder die begehrten  tecnet-accent Innovation
Awards vergeben. Erstmals wurde dieser Award neben der Universität für Bodenkultur in Tulln auch an der Donau-Universität Krems ausgelobt und vergeben. Die Themen der Siegerprojekte erstrecken sich von Cybersicherheit über Design fürinnovative Veranstaltungen bis hin zum bakterienfreien Joghurt für Patienten mit Immunschwäche. Die Preise wurden von Wirtschafts- und Technologielandesrätin Petra Bohuslav verliehen. Für die Landesrätin stellen Technologie und Innovation wichtige Säulen für die positive wirtschaftliche Entwicklung Niederösterreichs dar. In enger Kooperation mit den beiden Universitäten tragen die Technologiefinanzierungsgesellschaft tecnet equity und der Hightech Inkubator accent dazu bei, dass Ideen aus der Forschung in Unternehmensgründungen münden und erfolgreich am Markt umgesetzt werden. „Dadurch schaffen wir mit unseren Serviceangeboten einen substantiellen Mehrwert für Wirtschaft und Gesellschaft,“ betont Petra Bohuslav.

Siegerprojekt: Bakterienfreies Joghurt

BOKU-Innovation Award Siegerin wurde Marita Preims mit ihrem Projekt “Enzymacally producedbacteria free Yogurt”. Die Herstellung von Joghurt erfolgt durch Fermentation der Milch mit Hilfe von Bakterien. Diese bleiben anschließend in hoher Konzentration im Joghurt vorhanden. Für gesunde Menschen stellt das kein Problem, aber für Personen mit geschwächtem Immunsystem – beispielsweise während einer Chemotherapie - darf so einProdukt nicht gegessen werden. In ihrem Projekt hatFrau Preims eine Lösung für dieses Problem gefunden: sie verwendet zur Joghurtherstellung statt Bakterien Enzyme, die den Umwandlungsprozess von Milch in Joghurt initiieren können. Durch dieses Verfahren enthält das hergestellte Produkt keine Bakterien und kann somit auch von immungeschwächten Patienten verzehrt werden. 
Der zweite und dritte Platz des BOKU-Innovation Award gingen an Christian Aschauer und Christoph Eilenberger. 
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