02.01.2018, 07:30 Uhr

Florianis rückten zu LKW-Bergung aus

(Foto: FF Sieghartskirchen, Brandstätter A.)

Am Vortag des Heiligen Abend forderte eine aufwändige LKW-Bergung die Einsatzkräfte

SIEGHARTSKIRCHEN / ASPERHOFEN (pa). Gegen 4 Uhr (23.12.2017) war ein LKW mit Anhänger auf der LB19 in Richtung Asperhofen unterwegs. Der Lenker kam aus bislang ungeklärter Ursache von der Fahrbahn ab, überfuhr dabei eine Verkehrsinsel, riss eine Ampel samt Mast aus und stürzte über die mehrere Meter hohe Böschung hinab. Dort blieb der LKW seitlich im Acker liegen, der Anhänger hing quer über die Böschung.

Schwierige Bergung

Für den Lenker ging der Unfall einigermaßen glimpflich aus, er konnte das Führerhaus selbstständig verlassen. Die Bergung des Wracks gestaltete sich jedoch äußerst aufwändig. Seitens der Feuerwehr wurde die Unfallstelle zunächst großräumig abgesichert und eine Umleitung für den Verkehr eingerichtet. Ein zweifacher Brandschutz wurde aufgebaut und auslaufende Betriebsmittel wurden behelfsmäßig aufgefangen. Zur Unterstützung bei der Bergung wurde das Kranfahrzeug der FF St. Pölten-Stadt und das WLF der FF Sieghartskirchen angefordert.


Treibstoff abgelassen

Zunächst musste der Anhänger vom Zugfahrzeug getrennt und wieder auf die Fahrbahn gebracht werden. Dazu wurde dieser mit dem Kran im vorderen Bereich angehoben und mit der Seilwinde des WLF nach hinten gesichert. Sobald die Anhängerdeichsel durchtrennt war, konnte der Kühlanhänger auf die Fahrbahn gehoben werden. Vor dem Aufstellen des LKWs musste aus dem beschädigten Tank der restliche Treibstoff abgelassen werden, um eine Kontamination des Erdreichs möglichst zu verhindern. Sodann wurde der Kühlaufbau mittels Hebekissen und mit Unterstützung durch einem Traktor angehoben, um die Hebegurte für den Kran anbringen zu können. Auf diese Weise konnte der Lastwagen dann wieder auf die Räder gestellt werden. Nachdem der LKW aus dem Acker gezogen war, konnte der Abtransport von einer Spezialfirma für LKW-Abschleppungen durchgeführt werden. Nach mehr als 7 Stunden waren alle Einsatzkräfte wieder eingerückt und einsatzbereit.

Eingesetzt waren:
FF Plankenberg, 13 Mitglieder, HLF 1, KLF, MTF,
FF Sieghartskirchen: 12 Mitglieder, WLF, RLF, KDO, MTF,
FF St. Pölten-Stadt: 5 Mitglieder, KF, VF (WLA-Kran),
Polizei: 4 Beamte, 2 Streifenfahrzeuge,
Straßenmeisterei,
Wasserrechtsbehörde.

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