Fahrgast-Check in Urfahr-Umgebung
Unsichere Haltestellen – wie die Gemeinden darauf reagieren

Bei der Haltestelle in Lacken (Feldkirchen) gibt es keine sichere Querungsmöglichkeit. Planungen für den Umbau der gesamten Kreuzung laufen aber bereits. | Foto: Veronika Mair
  • Bei der Haltestelle in Lacken (Feldkirchen) gibt es keine sichere Querungsmöglichkeit. Planungen für den Umbau der gesamten Kreuzung laufen aber bereits.
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Die VCÖ-Initiative „Haltestellen im Fahrgast-Check“ zeigte, dass im Bezirk Urfahr-Umgebung bei einigen Haltestellen Handlungsbedarf herrscht.

BEZIRK. Kritisiert wurde unter anderem der Standort Lacken/B127 in Feldkirchen: Neben der fehlenden Beleuchtung gebe es keinen sicheren Gehweg zur Haltestelle. "Hier laufen bereits intensive Planungen mit dem Land OÖ für den Umbau der gesamten Kreuzung. Im Zuge dessen wird auch die Haltestelle sicherer", sagt Bürgermeister David Allerstorfer. Die Umsetzung sei in den nächsten zwei bis drei Jahren geplant. "Bei diesem Projekt muss unter anderem die Bundesstraße verlegt werden. Auch die Bahn und der Pendlerparkplatz sind zu berücksichtigen. Uns ist jedenfalls bewusst, dass bei dieser Haltestelle dringender Handlungsbedarf herrscht."

Haltestellen als Hausmüllablagerung 

Den Hinweis, dass es bei den Feldkirchner Schulen keine Beschattung gibt, kann Allerstorfer nicht nachvollziehen, denn diese Haltestellen seien überdacht. Ein weiterer Eintrag eines Fahrgastes zu diesem Standort: Manchmal fehlende Sauberkeit. "Leider nutzen einige Verkehrsteilnehmer die Haltestellen als Hausmüllablagerung. Wir haben einen eigenen Mitarbeiter abgestellt, der Montag und Dienstag alle Mistkübel ausleert und die Haltestellen säubert. In einer Woche kann da aber wieder viel zusammenkommen." 
Die dritte beanstandete Einstiegsstelle in Feldkirchen befindet sich in Oberlandshaag. Fahrgästen fehlten dort ein Sitzplatz, Witterungsschutz und die Beschattung. Darüber hinaus wird der Wunsch geäußert, die Haltestelle insbesondere in den frühen Morgenstunden häufiger zu bedienen. "Die Taktung können wir leider nicht beeinflussen. Ansonsten freuen wir uns über die Rückmeldung, wir werden uns den Standort genauer ansehen", so Allerstorfer. 

Keine sichere Querungsmöglichkeit?

Auch in Vorderweißenbach hagelte es Kritik – vor allem wegen fehlender Gehwege und unsicherer Querungen. "Die Rückmeldungen zu 'Schönegg OÖ' können wir bedauerlicherweise nicht zuordnen, da es hier drei Haltestellen gibt. Jedenfalls sind alle gut einsehbar. Einen Zebrastreifen werden wir hier nicht durchbringen", meint Bürgermeister Bernhard Thumfart. Dasselbe gelte in Hinterweißenbach/Abzweigung Schönegg: "Man hat hier mehrere hundert Meter Sichtweite." Ein weiterer Punkt: fehlende Radabstellmöglichkeiten. Dass es dort keinen Radständer gibt, bestätigt der Ortschef. "Diese Haltestelle ist eher für Pendler mit Autos ausgelegt. Räder können aber trotzdem abgestellt werden."

Eigene Unterführung in Vorderweißenbach

Die Beanstandung einer fehlenden Barrierefreiheit, Beleuchtung und sicheren Querungsmöglichkeit bei der Einstiegsstelle Ort/B38 ist für Thumfart nicht verständlich. "Es gibt eine solarbetriebene Beleuchtung, und Rollstuhlfahrer können im geschützten Bereich ohne Gehsteigkanten fahren." Die B38 könne man sicher durch die Unterführung vom Pendlerparkplatz aus überqueren. "Wir sind natürlich bemüht, diesen Hinweisen nachzugehen und die Haltestellen in der Gemeinde laufend zu verbessern", so Thumfart.

Zwei Haltestellen mussten verlegt werden

Die genannten Mängel in Pröselsdorf und Ortsmitte sind Alberndorfs Bürgermeister Erwin Reichetseder schon bekannt: fehlende Sitzplätze und Beleuchtung sowie kein Witterungsschutz oder Beschattung. "Wir hatten hier zwei gut funktionierende Haltestellen. Doch vor einiger Zeit gab es Änderungen bei den Vorschriften, und sie mussten verlegt werden", so Reichetseder. Vor allem für die Situation in Pröselsdorf sei für ihn unverständlich. "Die Busse drehen nach wie vor an der gleichen Stelle um, nehmen die Passagiere aber dort nicht mehr mit." Ein größerer Umbau war angedacht. "Doch mit Kosten von mehr als 150.000 Euro ist das momentan schwer umsetzbar. Wir halten jedenfalls nach einer Lösung Ausschau." Auch wegen der Haltestelle in der Ortsmitte gab es schon Gespräche, unter anderem mit der Pfarre. "Diese sind jedoch nicht positiv verlaufen", so Reichetseder.

Gefährliche Stelle in Innertreffling

In Engerwitzdorf ist der Stopp in Innertreffling/B125 wegen des unsicheren Straßenübergangs aufgelistet. "Der Akt dieser Stelle geht schon mehr als zehn Jahre zurück. Im Drei-/vier-Jahresrhythmus gab es Bemühungen, die Stelle zu entschärfen. Zuletzt haben wir hier 2025 einen Zebrastreifen beantragt, der von den zuständigen Stellen wieder abgelehnt wurde", so Bürgermeister Christoph Meisinger. Daher startete die Gemeinde ein Schulwegsicherungsprojekt, unter anderem mit Schülerlotsen. "Ein nächster Versuch ist, Warnschilder und Poller zu bekommen. Wir sehen hier die Gefahr, und versuchen, etwas zu erreichen."

Neues FF-Haus als Chance

Die Haltestelle Eulenweg wurde beanstandet, da es keine Sitzgelegenheiten oder Witterungsschutz gibt, zudem sei sie nur in einer Richtung vorhanden. "Die Einstiegsstelle wurde primär für den Schülertransport der Kinder aus dieser Siedlung angelegt. Wenn hier weiterer Bedarf besteht, lade ich die Leute zu einem Gespräch ein, und wir suchen eine Lösung", so Meisinger. Generell würde der Bereich mit dem neuen Feuerwehrhaus sicherer werden. Der Spatenstich – in der Nähe der Haltestelle – findet voraussichtlich nächstes Jahr statt. "Wir beantragen eine 50-km/h-Beschränkung und einen Zebrastreifen." Zudem ist ein Geh- und Radweg geplant.

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