ÖBB wirbt um Lokführer
Für das "Anwerben" winkt eine Prämie

Wer kennt jemanden, der sich einen Job als Lokführer bei der ÖBB vorstellen könnte? Fürs anwerben bezahlt die ÖBB den Bediensteten eine Prämie.
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  • Foto: ÖBB
  • hochgeladen von Alexandra Wrann

Im ganzen Land fehlt es an Lokführern. Nun startet ÖBB eine Werbe-Aktion. Für die erfolgreiche Vermittlung winkt eine Prämie. 

VILLACH. Wie in ganz Österreich, werden auch in der Eisenbahnerstadt Villach die Lokführer immer weniger. „Wir haben größte Probleme unseren Dienstpläne zu erfüllen“, sagt ein Beamter gegenüber der WOCHE. Alleine in der Draustadt würden derzeit 30 fehlen.
Jahrelanger Aufnahmestopp und Pensionierungen hätte die Personaldecke auch im ehemaligen Direktionsbereich Villach "ausgedünnt". Die Folge sind oftmals Verspätungen - die teils auch Stunden sein können - im Güterzugbereich.

Werbeaktion der ÖBB

Nun macht die Bahn mit einer einzigartigen Werbeaktion Dampf: In allen Unterkünften der Bediensteten hängen seit 5. Oktober Plakate, die mit dem Slogan „Karriere mit 10.000 PS“, für den Job eines Lokführers werben. Und die Prämien für die "Vermittlung" könnten durchaus von Erfolg gekrönt sein und Signalwirkung haben. 1.000 Euro gib es für jeden, „der einen fertigen Lokführer“ dazu bringt, aus dem privaten Bereich zu den ÖBB zu wechseln. 3.000 Euro winken demjenigen, der dazu grünes Licht gibt und einsteigt. Wo man einen findet, dazu gibt es ebenfalls schon Tipps: „Ergreifen wir jetzt gemeinsam die Initiative und werben im Verwandten – und Bekanntenkreis um TriebfahrzeugführerInnen“ heisst es am Plakat.

Ähnliche Probleme europaweit

Aber auch Neueinsteiger sind willkommen: Wer jemanden kennt und davon überzeugt, sich zu melden, dem winken für den Tipp immer 150 Euro. Freilich erst dann wenn dieser die Aufnahmeprüfung bestanden hat. Das Angebot gilt bis Ende des Jahres. Seitens der ÖBB wird noch vermerkt, dass „nahezu alle europäischen Eisenbahnverkehrsunternehmen, ähnliche Personalprobleme haben, was generell zu einem Engpass am Personalmarkt geführt hat."
ÖBB Christoph Posch meinte auf Anfrage der WOCHE, für weitere Details müsste er erst weitere Informationen zum Thema einholen.

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