Nikolai Quartier
Neues Stadtviertel in Villach geplant
- Das "NQ", noch ist es mehr als Idee als Projekt. Doch es soll zügig voran gehen. Noch mit Ende des Jahres strebt man den Babauungsplan an.
- Foto: RMK
- hochgeladen von Alexandra Wrann
Hunderte Parkplätze, Wohnungen und Geschäftsflächen, die Stadt Villach und Partner stellen ihre Vision eines Nikolai Quartier vor. Aber: Einen Zeitplan gibt es noch nicht.
VILLACH. Kurz "NQ" – für Nikolai Quartier – soll das neue Stadtviertel im Nord-Ostern der Stadt heißen. Angedacht sind unter anderem eine zweigeschossige Tiefgarage, Geschäfte und Erholungsflächen im Erdgeschoss, sowie großzügige Wohnanlagen mit grob geschätzten 200 bis 300 Wohnungen, die Hälfte davon genossenschaftlicher Wohnbau. Diese Vision präsentierte heute die Stadt Villach gemeinsam mit den Partnern, Vereinigte Kärntner Brauerei AG, Landeskrankenhaus-Betriebsgesellschaft Kabeg sowie die Schinagl & Partner GmbH.
„Ich freue mich, dass es gelungen ist, so starke Mitstreiter für das Nikolai Quartier zu begeistern“, sagt Bürgermeister Günther Albel.
Keine Zahlen, aber viele Ideen
Wage gibt man sich noch mit Zahlen. So wird weder verraten, in welchem Zeitraum das Projekt realisiert werden soll noch in welchen Größenverhältnissen sich die Investitionssumme abspielen wird. "Jede Zahl, die wir hier nennen würden, wäre unseriös", sagt Villachs Bürgermeister Günther Albel (SPÖ). Soviel verrät er dann aber doch: Der Bebauungsplan soll bis Ende des Jahres stehen.
Noch ist es eine Studie
Es sei ein Projekt – bisher genau genommen eine Studie – das von allen Partnern vorangetrieben werde und daher "zeitnah" in Angriff genommen werden soll. Weniger zeitnah klingt die Anmerkung des zuständigen Architekturbüros, "so eine Entwicklung kann auch 10, 20 oder 30 Jahre benötigen", sagt Fritz Katzianka vom Architekturbüro Katzianka. Nachsatz: "Wir haben geprüft, was hier passieren kann".
Das ist geplant
Und das ist nicht zu wenig. Das rund 23.500 Quadratmeter große Areal soll künftig einen Mix aus Geschäftsräumen, Betriebsstätten und Wohnungen bieten. Entwicklungsflächen (wie ein Erstaufnahmezentrum) für das LKH Villach sind ebenso geplant wie ausreichend Wohnraum. Auch sind hunderte Parkplätze in einer Tiefgarage Teil des Konzepts.
Die Partner
Ein Bestreben der Partner ist nachhaltiges und ökologisches Bauen. Es soll klimagerecht sein und großzügige Grünflächen beinhalten. Man will zügig mit den Vorbereitungen starten, heißt es.
Arnold Gabriel, Vorstand der Kabeg: „Das LKH Villach wird durch die Entwicklung des Nikolai Quartiers gestärkt und aufgewertet. Besonders die Entwicklung eines krankenhausnahen Erst- versorgungszentrums und die Schaffung von Entwicklungsspielräumen für LKH und Belegschaft - Parkmöglichkeiten, Infrastruktur für Aus- und Weiterbildung stellen einen enormen Mehrwert dar. Daher unterstützen wird das Projekt NQ nicht nur, sondern bringen uns als aktiver Partner in dieses Projekt ein.“
Thomas Santler, Vorstand Vereinigte Kärntner Brauereien AG: „Die Vereinigte Kärntner Brauereien AG ist stolz, einen Betriebsstandort im Zentrum von Villach zu haben. Kärntens größte Brauerei soll auch langfristig integraler Bestandteil der Stadt bleiben. Es war und ist für uns wichtig, in die Entwicklung unseres baulichen Umfeldes aktiv eingebunden zu sein. Als innerstädtischer Industriebetrieb ist uns bewusst, dass wir an diesem Standort im Zusammenspiel mit Wohnraum, Gewerbebetrieben, medizinischen Einrichtungen und gut frequentierten Straßenzügen koexistieren.“
Bernhard Schinagl von Schinagl & Partner Gmbh: „Lage und Größe der Liegenschaft im Kerngebiet unserer Stadt bieten die Chance, ein ausgewogenes und durchdachtes Projekt für Villach zu verwirklichen. Mit Wohnraum, Arbeitsplätzen, Geschäften und sozialen Einrichtungen können Bürgerinnen und Bürger im urbanen Raum gehalten bzw. neu angesiedelt werden.“
Vier Großprojekte in Villach
Das NQ-Projekt ist das jüngste von insgesamt vier stadtplanerischen Groß-Vorhaben in Villach. Die anderen befinden sich in der Bahnhofstraße, beim Kaiser-Josef-Platz („Marktviertel“) und beim Westbahnhof. Dort erarbeiten Stadt und die ÖBB Infrastruktur AG ein Projekt, das unter anderem „Sozialer Wohnbau“ als Schwerpunkt aufweisen wird. „Diese vier Vorhaben sind das städtebauliche Gerüst für Villachs nähere Zukunft. Sie garantieren solides und gesundes Wachstum einer dynamischen Stadt“, sagt Bürgermeister Albel.
Du willst eigene Beiträge veröffentlichen?
Du möchtest kommentieren?
Du möchtest zur Diskussion beitragen? Melde Dich an, um Kommentare zu verfassen.