Villacher Pfarrer leitete Workshops in Namibia

Mit dabei waren: Norman Tendis, Michael Bubik (Diakonie) und Olivier Dantine (Superintendent der Diözese Salzburg/Tirol)
  • Mit dabei waren: Norman Tendis, Michael Bubik (Diakonie) und Olivier Dantine (Superintendent der Diözese Salzburg/Tirol)
  • Foto: KK/Tendis
  • hochgeladen von Julia Astner

VILLACH (aju). In Namibia, genauer in Windhoek, tagte kürzlich die Vollversammlung des Lutheranischen Weltbundes. Aus Kärnten war Norman Tendis, evangelischer Pfarrer von St. Ruprecht und Einöde, mit dabei.

Mit dabei in Namibia

Die Vollversammlung des Lutheranischen Weltbundes (LWB) findet im Sieben-Jahres-Abstand statt. "Der LWB handelt als Organ seiner Mitgliedskirchen in Bereichen gemeinsamen Interesses zum Beispiel ökumenische und interreligiöse Beziehungen, Theologie, humanitäre Hilfe, Menschenrechte, Kommunikation und verschiedene Aspekte von Missions- und Entwicklungsarbeit" sagt Tendis. Dabei werden auch Resolutionen als Orientierung für die Kirchen ausgearbeitet.


Themen der Versammlung


Heuer stand die Versammlung unter dem Motto "befreit durch Gottes Gnade". Die Delegierten widmeten sich vor allem den Themen Erlösung, Menschen und Schöpfung, die "für Geld nicht zu haben" sind. "Es ist ein klarer Aufruf, sich der finanziellen Verzweckung aller Lebensbereiche entgegenzustellen", erklärt Tendis. Er selbst leitete im Rahmen seiner Beauftragung für den Weltkirchenrat zwei Workshops zum Thema.


Größte Mitgliederzahl


Der Ort Namibia wurde übrigens ausgewählt, weil rund 23 Millionen Mitglieder des LWB auf dem afrikanischen Kontinent wohnen. Als Kontinent mit der höchsten Mitgliederzahl wächst, im Gegensatz zu Europa, diese hier stetig.
"Es ist unglaublich spannend, Menschen aus ganz vielen Ländern dieser Erde zu begegnen, die doch ganz eng dadurch verbunden sind, dass sie ebenfalls der lutherischen Kirche angehören", sagt Tendis.

Zur Sache

Der LWB ist dabei eine Gemeinschaft lutherischer Kirchen auf der ganzen Welt und wurde 1947 in Lund (Schweden) gegründet. Inzwischen zählt er 145 Mitgliedskirchen, denen rund 74 Millionen Christen in 98 Ländern weltweit angehören.

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