Advent
Märkte werden auf den Kopf gestellt

Am Platz vor der Mondseer Kirche wird heuer statt Glühwein und Punsch Kunsthandwerk angeboten.
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  • Am Platz vor der Mondseer Kirche wird heuer statt Glühwein und Punsch Kunsthandwerk angeboten.
  • Foto: Wolfgang Weinhäupl
  • hochgeladen von Christine Steiner-Watzinger

2020 ist alles anders: Viele Adventmärkte wurden abgesagt, andere erfinden sich gerade neu.

BEZIRK. Die Liste der abgesagten Christkindlmärkte wird immer länger: Neben jenen in Timelkam und Frankenmarkt ist der Nusserlmarkt in Schwanenstadt abgesagt, ebenso der schwimmende Adventmarkt am Attersee-Schiff. Und auch viele andere Märkte sind Corona zum Opfer gefallen. Die Sorge, einen Covid-Cluster zu verursachen, ist groß. Außerdem werden verschärfte Maßnahmen befürchtet. "Wir trauen uns aufgrund der Fixkosten nicht drüber", sagt etwa Martina Willeit vom Tourismusbüro in Schwanenstadt. Die Lage sei zu unsicher. Darum falle der beliebte Nusserlmarkt heuer aus. Einige Gastronomen würden aber in ihren Schanigärten Glühwein und Punsch ausschenken.
Während viele Gemeinden passen, gehen Mondsee und Vöcklabruck neue Wege. "Es wird einen Adventmarkt geben, aber er wird anders werden", kündigt Judith Eidenhammer, Organisatorin des Advents in Mondsee, an. Der Arbeitstitel heuer laute "Advent steht Kopf". "Die Gastronomiestände vor der Kirche werden zu Kunsthandwerkshütten umfunktioniert", erkärt Eidenhammer. "Die kulinarische Betreuung erfolgt in den Schanigärten und Lokalen der Mondseer Wirte." Der Kreuzgang bleibt leer.

Kein "Beswinglicher Advent"

Fest steht auch, dass es heuer keinen "Beswinglichen Advent" mit Konzerten am Marktplatz gibt. "Dafür fliegende Musiker, die mal von einem Balkon herunterblasen", verrät Eidenhammer. Außerdem werden Kirchen- und Ortsführungen sowie eine Laternenwanderung angeboten. Derzeit sei man noch am Ausarbeiten. Abstand, Maskenpflicht und Desinfektion sind selbstverständlich Bestandteile des Covid-Konzepts.
Veränderungen plant man auch beim Vöcklabrucker Christkindlmarkt. "Den Markt am Stadtplatz gibt es heuer nicht", erklärt Stadtmanagerin Ulli Meinhart. Die dortigen Gastronomen werden aber unter dem Titel "Vöcklapunsch" ihre Schanigärten öffnen. Konsum ist nur im Sitzen möglich. Weihnachtsgeschenke kann man bei den Ständen im Park bei der Stadtpfarrkirche erwerben. Dort wird traditionelles Handwerk und kreatives Kunsthandwerk angeboten. "Es ist ein reiner Verkaufsmarkt", so Meinhart. Der Vöcklabrucker Christkindlmarkt werde heuer kleiner und gemütlicher. An mehreren Plätzen ist ein Programm geplant.

Adventroas statt Markt

Etwas Neues will man in Attnang-Puchheim ausprobieren: Der traditionelle Adventmarkt in Schloss Puchheim ist abgesagt, stattdessen soll ein Adventspaziergang geboten werden. Fix ist die Roas aber noch nicht. "Wir müssen die Genehmigung abwarten", erklärt Ursula Thaller vom Tourismusverband Attnang-Puchheim.
Thomas Ebner, Gremialobmann des Markt-, Straßen- und Wanderhandels in der WKOÖ, ruft dazu auf, Märkte doch abzuhalten. Den Markthändlern werde sonst die Lebensgrundlage entzogen.

ZUR SACHE

Am 15. Oktober, trat eine neue Verordnung in Kraft, die die Abhaltung von Gelegenheitsmärkten regelt. Unter diesen Begriff fallen auch Weihnachts- und Christkindlmärkte.
Werden gleichzeitig mehr als 250 Besucher erwartet, ist ein Präventionskonzept notwendig. Es ist ein Covid-19-Beauftrager zu bestellen, der Veranstaltungsort muss von der Bezirksverwaltungsbehörde genehmigt werden.
Beim Bewilligungsverfahren ist auch die aktuelle Coronalage zu berücksichtigen.
Als Entzerrungsmaßnahmen werden Abstände zwischen den Ständen, Absperrungen und Bodenmarkierungen empfohlen.
Bei der Verköstigung gelten auf den Märkten dieselben Regeln wie in der Gastronomie. Das heißt, Essen und Trinken sind nur im Sitzen erlaubt. Zwischen Besuchergruppen muss mindestens ein Meter Abstand sein.

Am Platz vor der Mondseer Kirche wird heuer statt Glühwein und Punsch Kunsthandwerk angeboten.
Vöcklabrucks Stadtmanagerin Ulli Meinhart

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