03.01.2018, 18:00 Uhr

"Heiße Phase" für Special Olympics in Vöcklabruck

Sport begeistert und verbindet. Im Bild Schwimmer Michael Mallinger von der Trainingsgruppe Vöcklabruck. (Foto: Verein Brücken bauen)

Die Spannung steigt: Es sind nur noch sechs Monate bis zur Eröffnung der Großveranstaltung.

BEZIRK (ju). Die nationalen Sommerspiele von Special Olympics für Menschen mit intellektueller Beeinträchtigung finden von 7. bis 12. Juni im Raum Vöcklabruck statt. Mit rund 2.500 Sportlern, Trainern und Betreuern sind es die teilnehmerstärksten nationalen Sommerspiele seit der Gründung im Jahr 1993 und eine der größten Sportveranstaltungen 2018 in Oberösterreich. Neben Österreich werden noch weitere 13 Nationen vertreten sein. Sie nützen die nationalen Spiele, um sich für die Special Olympics World Summer Games 2019 in Abu Dhabi zu qualifizieren.

Dementsprechend groß sind die Vorbereitungen für dieses Event. "Seit 2013 arbeiten wir an dem Projekt. 2014 haben wir den Zuschlag bekommen", sagt Hans Schneider. Er ist Bundesländerkoordinator für OÖ von Special Olympics und Geschäftsführer des Vereins "Brücken bauen", der eigens für die Organisation und Durchführung der 7. Sommerspiele gegründet wurde.

Berührungsängste abbauen

Sechs Monate vor der Eröffnung befinden sich die Vorbereitungen auf das sportliche Großevent in der heißen Phase. "Es ist ein angenehmer Stress", sagt Schneider, bei dem alle Fäden zusammenlaufen. "Meine Motivation ist, dass sich in diesem Bereich etwas tut und wir dazu beitragen können, Berührungsängste zwischen Menschen mit und ohne Beeinträchtigung nachhaltig abzubauen." Gerade der Sport sei dafür ideal geeignet.
Für die Organisatoren besonders erfreulich: Das Land und die Region stehen voll hinter dieser Veranstaltung. Zahlreiche Partner aus Wirtschaft, Kultur, Sport und auch Schulen unterstützen den Verein "Brücken bauen". 800 bis 1.000 Volunteers werden bei der Abwicklung der Spiele mithelfen. "Wir brauchen noch mehrere freiwillige Helfer. Interessenten sind herzlich willkommen", so Schneider.

Das Gesamtbudget für die Veranstaltung liegt bei rund 1,1 Millionen Euro. Etwa ein Drittel davon muss der Verein selbst finanzieren. In einer gemeinsamen Aktion mit der Wirtschaftskammer Vöcklabruck werden Unternehmen "Brückenbausteine" zu 300 Euro angeboten. Das ist jener Betrag, den die Organisatoren für die Teilnahme jedes Athleten aufbringen müssen.

Nachhaltigkeit als Ziel

In der Bezirksstadt Vöcklabruck, in der neben Schörfling, Attersee, Vöcklamarkt und der "Außenstelle" in Pasching die meisten Bewerbe stattfinden, findet der Verein volle Unterstützung. "Wir werden alles tun, was in unseren Möglichkeiten liegt, um den betroffenen Menschen einen beeindruckenden Auftritt vor großem Publikum zu ermöglichen und dem Anliegen der Inklusion zum nachhaltigen Erfolg zu verhelfen", sagt Bürgermeister Herbert Brunsteiner.

Zur Sache

Special Olympics ist die weltweit größte Organisation für Menschen mit intellektueller Beeinträchtigung und bietet 4,5 Millionen Athleten in 175 Ländern sowohl Training als auch sportliche Wettkämpfe. Im Zweijahres-Rhythmus werden nationale Sommer- und Winterspiele organisiert. Special Olympics richtet sich an Menschen mit intellektueller Beeinträchtigung, während sich bei den Paralympics jene mit körperlicher Beeinträchtigung messen.
Folgende Wettkämpfe werden bei den Sommerspielen in Vöcklabruck ausgetragen: Basketball, Volleyball, Boccia, Bowling, Fußball, Golf, Judo, Leichtathletik, M.A.T.P. (Motor Activity Training Program), Powerlifting, Radsport, Reiten, Schwimmen, Tennis, Segeln, Stocksport, Open Water, Tischtennis, Tanzen.

Weitere Informationen unter www.brueckenbauen2018.at
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