11.09.2014, 10:35 Uhr

Vöcklabruck bleibt drittgrößter Bezirk in OÖ

Akademiker und Bevölkerungsdichte sind im Bezirk Vöcklabruck sehr ungleich verteilt.

BEZIRK (rab). Die höchsten Akademikerquoten gibt es im Gebiet um Attersee, Mondsee und Irrsee. Ausnahme: Oberhofen am Irrsee. Dort können lediglich 4,6 Prozent der Bevölkerung einen solchen Bildungsabschluss vorweisen.
Ansonsten liegt die Akademikerquote in allen übrigen Seeufergemeinden bei mehr als acht Prozent. In Attersee haben sogar 12 Prozent der Einwohner einen akademischen Abschluss.

Älteste und jüngste Einwohner

Genau diese Gemeinden haben die Bevölkerung mit dem höchsten Durchschnittsalter: Steinbach am Attersee ist etwa die einzige Gemeinde mit einem Altersschnitt von rund 45 Jahren. Auch Attersee liegt mit 43,4 Jahren deutlich über dem Bezirksschnitt. Die Ausnahme bildet auch hier wieder Oberhofen: 38 Jahre. Die Einwohner von Tiefgraben und St. Lorenz sind im Schnitt jünger als 40 Jahre.
Die jüngsten Einwohner haben die Gemeinden Fornach und Redleiten mit einem Schnitt von knapp über 37 Jahren. In diesen Gemeinden ist die Akademikerquote mit rund drei Prozent sehr niedrig.

Viele Lehrabschlüsse

Die geringste Akademikerquote haben die Gemeinden Oberwang und Pöndorf: Zwei Prozent. Dafür haben dort 35 Prozent der Bevölkerung eine Lehre abgeschlossen.
Den größten Anteil an Menschen, die nur einen Pflichtschulabschluss vorweisen können, hat die Gemeinde Weißenkirchen mit 32 Prozent. Dicht dahinter ist die Stadt Attnang-Puchheim, wo 31 Prozent nur über einen Pflichtschulabschluss verfügen.

Ungleiche Raumverteilung

Die Bevölkerungsdichte im Bezirk ist äußerst unterschiedlich: So leben in Steinbach auf mehr als 6000 Hektar weniger als 850 Personen. In Schwanenstadt sind es auf nur 258 Hektar mehr als 4000 Personen, die dort ihren Hauptwohnsitz haben.
Die wenigsten Einwohner im Bezirk hat Rutzenham mit 265. Die Gemeinde konnte aber zuletzt mit einem Plus von nur 11 Einwohnern mehr als vier Prozent Zuwachs verzeichnen. Den Anstieg verdankt Rutzenham einer guten Geburtenbilanz (nur ein Sterbefall) und Zuzügen aus dem Inland.
Ein Plus von 109 Einwohnern und damit ein Wachstum von rund drei Prozent konnte die Marktgemeinde Frankenmarkt im Jahr 2013 verzeichnen. Die meisten Einwohner hat die Bezirkshauptstadt Vöcklabruck mit 11.945 Personen am Jahresende 2013 (minus neun).
Der Bezirk bleibt mit einem Zuwachs von 621 Einwohnern auf 130.876 der drittgrößte im Land. Größer sind nur die Stadt Linz und der Bezirk Linz Land.

Straß verlor Einwohner

Ein deutliches Minus von zwei Prozent (33 Peronen) musste Straß im Attergau in der Bevölkerungsbilanz in Kauf nehmen. Dies liegt vor allem an einer negativen Wanderungsbilanz, da aus der 1.500-Einwohner-Gemeinde mehr als 100 Personen im Inland verzogen sind.
Auffällig ist auch die Wanderungsbilanz von St. Georgen im Attergau mit mehr als 1500 Zu- und Wegzügen. Diese lassen sich aber mit dem Erstaufnahmezentrum in Thalham erklären.
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