"Alle sind geschockt"
Bürgermeister bittet Globasnitz um Aufmerksamkeit
- An dieser Stelle ist der 20-Jährige auf seinem Heimweg frontal von einem Auto erfasst und tödlich verletzt worden.
- Foto: Georg Bachhiesl
- hochgeladen von Evelyn Wanz
Die Trauer sitzt tief in Globasnitz: Ein 20-Jähriger wurde auf dem Heimweg von einem Auto erfasst und starb noch an der Unfallstelle. Der Lenker flüchtete – von ihm fehlt weiterhin jede Spur. In der Gemeinde herrscht Fassungslosigkeit, gleichzeitig sind die Bewohner besonders aufmerksam.
GLOBASNITZ. Die Nachricht vom tödlichen Verkehrsunfall hat Globasnitz schwer getroffen. In der Gemeinde ist die Betroffenheit groß. Viele Bewohner können kaum fassen, dass ein junger Mensch nach einem Festabend nicht mehr nach Hause zurückkehrte. Gleichzeitig beschäftigt die Menschen eine Frage besonders: Wer saß am Steuer des Unfallfahrzeugs?
"Es sind alle schockiert"
Auch Bürgermeister Bernhard Sadovnik spricht von einer Ausnahmesituation. "Es sind wirklich alle geschockt", sagt er im Gespräch mit MeinBezirk. Viele Menschen würden sich Gedanken darüber machen, wer für den Unfall verantwortlich sein könnte.
Suche nach dem Lenker
Die Bevölkerung sei derzeit besonders aufmerksam. "Es ist besser, einmal mehr etwas zu melden, als etwas nicht zu sehen", appelliert Sadovnik. Gleichzeitig warnt er davor, vorschnelle Vermutungen über die Identität des Unfalllenkers anzustellen. In der Gemeinde würden derzeit verschiedene Szenarien diskutiert. "Es kann jemand aus der Gemeinde sein, das muss aber überhaupt nicht sein", betont der Bürgermeister. Auch über einen möglichen Lenker aus dem benachbarten Slowenien werde spekuliert. Gesicherte Informationen dazu gibt es derzeit nicht.
Große Anteilnahme
Wie tief der Tod des 20-Jährigen die Gemeinde getroffen hat, zeigte sich auch bei dessen Begräbnis. Sadovnik nahm daran teil und schildert die Situation als besonders bewegend.
"Ich wünsche wirklich niemandem das, was die Angehörigen miterleben müssen. Das ist das Schlimmste, was im Leben passieren kann", sagt der Bürgermeister.
Auch beim Farantfest in Globasnitz wurde der junge Verstorbene nicht vergessen. Bei der Eröffnung wurde eine Gedenkminute abgehalten. Für Sadovnik war es wichtig, angesichts des tragischen Ereignisses nicht einfach zur Tagesordnung überzugehen.
Aufmerksam bleiben
Für die Gemeinde steht nun vor allem im Mittelpunkt, dass der flüchtige Lenker gefunden wird. Sadovnik bittet deshalb die Bevölkerung weiterhin um Aufmerksamkeit und darum, mögliche Beobachtungen an die Polizei weiterzugeben.
"Das ist das Einzige, was insgesamt die Bevölkerung tun kann: wachsam zu sein, Informationen zu liefern, dass man wirklich den Flüchtigen findet, denn das darf nicht einfach so durchgehen", so der Bürgermeister.
Wer tatsächlich hinter dem Steuer saß, ist weiterhin offen. Die Ermittlungen der Polizei laufen.
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