Juko Köflach kooperiert mit der Polizei

Harald Lecker, Wolfgang Haring (Juko), Wolfgang Hohenecker und Hans-Peter Puffing
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  • hochgeladen von Harald Almer

Jugendzentren sind in den österreichischen Städten oft Brennpunkte. Anrainer sind nicht immer glücklich über den höheren Lärmpegel oder das Verhalten der Jugendlichen, da muss dann oft die Polizei aktiv werden. In Köflach geht es vergleichsweise relativ ruhig zu. Damit das auch so bleibt, initiierte Bezirkspolizeikommandant Johann Hohl im Rahmen der Aktion "Gemeinsam.Sicher" ein Gespräch zwischen Juko-Leiter Wolfgang Haring - er ist für beide Einrichtungen in Köflach und Bärnbach zuständig - und den Polizisten Hans-Peter Puffing als Bezirkskoordinator dieser Aktion, dem Köflacher Sicherheits-Gemeinderat Wolfgang Hohenecker und dem Köflacher Sicherheitsbeauftragten Harald Lecker.

Verschärfte Hausordnung

Gleich zu Beginn des Gesprächs gab Haring bekannt, dass vorbeugend die Hausordnung verschärft wurde, bei Verstößen kann es zu tageweisen Verboten kommen. Derzeit sind im Juko zwischen 20 bis 35 Jugendlichen aktiv, die meisten sind zwischen 13 und 18 Jahre alt. Auch Asylwerber vom Haus Pastora besuchen das Juko regelmäßig. "Hier bei uns ist keine Fremdenfeindlichkeit spürbar, das ist sehr angenehm", sagt Haring. Durch die "Aktion 20.000" konnte das Juko das Betreuungspersonal aufstocken, jetzt sind zwei Vollzeit- und zwei Teilzeitkräfte für die Betreuung der Jugendlichen zuständig. Das Juko in Köflach ist von Mittwoch bis Sonntag von 15 bis 20 Uhr offen, manchmal auch etwas länger.

Verschwiegenheitspflicht

Beiden Seiten betonen, dass das Juko-Betreuungspersonal eine Verschwiegenheitspflicht hat, aber dass auch eine gute Gesprächsbasis zwischen Juko und Polizei wichtig ist. "Leider stellen wir fest, dass in den Städten die Toleranzgrenze gegenüber Jugendlichen sinkt", sagt Puffing. "Schon bei geringen Lärmbelästigungen wird die Polizei verständigt. Die Hemmschwelle, den ganzen Behördenapparat in Gang zu setzen, ist deutlich gesunken." Hohenecker betonte, dass eine gute Gesprächsbasis auch eine Art Frühwarnsystem ist. "Wir werden dann auf Dinge aufmerksam, bevor es zu Eskalationen kommt."
Alkohol und Suchtgifte werden bei Jugendlichen immer wieder ein Thema sein, obwohl die Lage in Köflach derzeit relativ ruhig ist. "Am Bahnhof spielt sich nichts mehr ab", analysierte Lecker. "Die Grazer Szene verlagert sich leider immer wieder auf ländliche Gebiete, daher beobachten wir die Situation genau."
Puffing bot Haring noch an, für eine Fragestunde zur Verfügung zu stehen, falls die Jugendliche Interesse hätten, über rechtliche Fragen zu diskutieren.

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