Disziplinen Kobudo und Laenen
Zwei Karate-Seminare für die Köflacher
- Eine sehr schweißtreibende Waffenübung mit Hubert Laenen
- Foto: Hörmann
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Mehrere Köflacher Karateka absolvierten ein Kobudo-Seminar in St. Pölten und eine Laenen-Fortbildung in Graz. Trainiert wurde mit und ohne Waffen. Diese Fortbildungen kommen dem gesamten Karateklub Union Köflach zugute, weil die Trainer ihr Wissen natürlich weitergeben und anwenden.
KÖFLACH. Die Karate Köflach-Trainer Ferdinand Hörmann, Stefan Laczaj und Daniel Steinbauer nahmen in St. Pölten an einem Kobudo-Seminar unter Sensei Katherine Loukopoulos, einer hohen Danträgerin in Kobudo ab. Die gebürtige Griechin lebte 15 Jahre in Okinawa und wurde 1997 Weltmeisterin in dieser Disziplin. Sie hält weltweit Lehrgänge ab, kommt regelmäßig nach Österreich, besucht aber auch immer wieder Okinawa.
- Ferdinand Hörmann, Stefan Laczaj und Daniel Steinbauer beim Kobudo-Seminar in St. Pölten
- Foto: Hörmann
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Gelernt und vermittelt wurde der Umgang mit dem Bo (Langstock), Sai (Dreizackspieß), Tonfa (Schlagstock), Tekko (Schlagring) und dem Nunchaku, auch Würgeholz genannt. Mit dem Bo, Sai und Nunchako trainieren Hörmann und seine beiden Mitstreiter schon seit dem Frühjahr regelmäßig und bieten diese Waffentechniken auch im Verein wöchentlich an. Dieses Seminar umfasste vier Einheiten mit insgesamt 15 Stunden intensivem Training.
Erfolgreiche Gürtelprüfung
Das schweißtreibende Kobudotraining zahlte sich für die drei Köflacher Karatekas ausk, legten sie am Lehrgangsende vor einer sechsköpfigen Jury unter Loukopoulos die Prüfung zum 6. Kyu erfolgreich ab.
- Die Prüfung zum 6. Kyu erfolgreich bestanden
- Foto: Hörmann
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Laenen-Seminar
Zwei Wochen später fand in Graz ein Karate-Lehrgang mit dem Belgier Hubert Laenen, Träger mehrerer höchster Dangrade in vielen Kampfkünsten, statt. Sensei Laenen, europäischer Chefausbilder für Okinawa Karate, Jutsu Jissen Ryu und Motobu Ryu Kyu, lehrt das alte Okinawa-Karate und verschrieb sein ganzes Leben dem Kampfsport. Er hält zweimal jährlich im Sakura-Dojo-Graz seine Seminare ab und beherrscht die alten okinawanischen Kampfsportarten wie kein anderer, ob mit oder ohne Kobudo-Waffen.
- Die vier Köflacher Karateka Ferdinand Hörmann, Harald Gspurning, Daniel Steinbauer und Gregor Menck mit Hubert Laenen aus Belgien
- Foto: Hörmann
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Diesmal waren die beiden Trainer Ferdinand Hörmann und Harald Gspurning sowie die beiden Kämpfer Daniel Steinbauer und Gregor Menck vom Köflacher Karateklub dabei. Am ersten Seminartag wurden die Anwendungen aus dem Kung-Fu-Stil "Weißer Kranich" geübt. Laenen trainierte diesen Stil mit dem berühmten Okinawa-Meister Hokama Tetsuhira Hanshi.
Weißer Kranich-Stil
Der Legende nach beobachtete die Tochter eines Karatemeisters die Abwehr- und Kontertechniken der weißen Kraniche, wenn man sie zu verscheuchen oder zu schlagen versuchte. Sie kombinierte diese Bewegungen mit den Techniken, die sie von ihrem Vater gelernt hatte, und schuf so letztlich den Weißen Kranich-Stil". Es gibt viele Versionen dieser Legende. In einigen blockiert der Kranich den Stock nicht, sondern weicht ihm aus und kontert ihn. Der Sinn des Stils besteht darin, das Ausweichen zu betonen und die Schwachstellen eines Gegners anzugreifen, anstatt körperliche Kraft einzusetzen.
Am zweiten Tag wurde im Kobudo - alte Kriegskunst mit Waffen - der Motobu Ryu Stil mit allen Arten von Waffen aus Okinawa geübt. Dieser Stil unterscheidet sich von den übrigen, dass es nur Angriffe und keine Blocktechniken gibt. Das Waffentraining war sehr intensiv und forderte vollste Konzentration. Im April 2025 findet dieses Seminar seine Fortsetzung.
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