Barbara Gressl und ihre Fiji-Perlen
Mit dem besten Perlenzüchter auf Du und Du
- Barbara Gressl ist Gemmologin und absolviert die Ausbildung zur Sachverständigen.
- Foto: Gressl
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Aufgewachsen in der Welt ihrer Eltern, die seit 60 Jahren im Juweliergeschäft tätig sind, entwickelte Barbara Gressl schon früh ihre Leidenschaft für Besonderheiten in der Schmuckwelt. Um exklusive, seltene Stücke zu finden, reist die Köflacherin gerne weit, wie zum Beispiel nach Fiji. Dort ist sie jetzt Partnerin des wohl besten Perlenzüchters der Welt, Justin Hunter.
KÖFLACH. Barbara Gressl ist eine Koryphäe im Bereich der Gemmologie, der Edelsteinkunde. Die Köflacherin reist gerne in die weite Welt, um Besonderheiten zu finden. Derzeit befindet sie sich in Ausbildung zur Sachverständigen, die acht Jahre lang dauert. Und seit acht Jahren führt sie mit ihrer Schwester Elisabeth auch ein Goldschmiedeatelier in der Grazer Stempfergasse.
- Die Arbeit mit Edelsteinen ist für Barbara Gressl viel mehr als ein Job.
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- Wie wurden Sie zur Gemmologin und woher kommt die Liebe zu den Edelsteinen?
Barbara Gressl: Schon früh habe ich die Leidenschaft für Besonderheiten in der Schmuckwelt entdeckt. Ich bin der glänzenden Welt unserer Eltern aufgewachsen, die bereits seit 60 Jahren erfolgreich in der Juweliers-Branche in Österreich etabliert sind. Daher habe ich mich entschieden, das Goldschmiedehandwerk zu lernen. Und weil ich immer wieder auf der Suche nach Besonderem bin, absolvierte ich dann die Ausbildung zur Diamant- und Edelsteinfachfrau, um meine Kundinnen und Kunden bestens geschult und kompetent zu beraten. Außerdem sind die stetige Weiterbildung und beste Schulung im Juwelenhandel unabkömmlich.
- Seltene Edelsteine üben auf Barbara Gressl eine Faszination aus.
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- Was macht die Faszination von Edelsteinen für Sie aus?
Es ist ihre Millionen Jahre alte Entstehungsgeschichte. Jeder einzelne Edelstein ist ein Unikat. Mein wertvollster Edelstein, den ich jemals in der Hand hielt war ein Diamant in der Größe von 8,5 Karat.
- Wie weit reisen Sie, um Edelsteine und andere Besonderheiten zu finden.
Manchmal sehr weit. Auf der Suche nach Raritäten flog ich zum Beispiel nach Fiji. Und da wurde ich aus zahlreichen weltweit anerkannten Juwelieren auserwählt und darf mich zu einer Partnerin des wohl besten Perlenzüchters der Welt, Justin Hunter, zählen. Seine Fiji-Perlen, die in bezaubernd schönen Farben brillieren, gelten als absolute Raritäten am weltweiten Perlenmarkt, da die Jahresernte meist die Menge von 70 Kilogramm nicht übersteigt. Im Vergleich dazu werden 200 Tonnen Tahiti-Perlen pro Jahr geerntet. Aufgrund ihrer Seltenheit werden Fiji-Perlen nicht am freien Perlenmarkt angeboten, sondern können nur in Auktionen ersteigert werden, zu denen nur auserwählte Goldschmiede geladen werden. Umso stolzer bin ich, zu diesen Partnern gezählt zu werden, um für meine Kundinnen und Kunden exklusive Stücke mit diesen Perlenraritäten zu fertigen.
- Barbara und Elisabeth Gressl arbeiten seit 20 Jahren eng zusammen.
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- Welchen Sinn macht es, zu einer Spezialistin wie Sie zu gehen und nicht im Internet Geschäfte zu machen?
Ich biete in Köflach und in Graz Sicherheit mit bester Beratung und Aufklärung. Im Internet gibt es oft nicht nachvollziehbare Händler, keine Erreichbarkeit bei Fragen und die Ungewissheit ist groß, welches Produkt man wirklich bekommt. Es gibt auch keine Möglichkeiten der Gewährleistung. In letzter Zeit häuften sich die Fälle, dass Zertifikate ausgestellt wurden, die nicht zum vorliegenden und gekauften Edelstein oder Schmuckstück passten.
- Welche Herausforderungen gab es bei ihren Ausbildungen?
Es gab keine Barrieren, weil das Feuer, zu lernen und sich weiterzubilden, bei mir stetig vorhanden ist und sogar noch wächst. So bin ich derzeit in Ausbildung zur Sachverständigen, eine Ausbildung, die sich über einen Zeitraum von acht Jahren erstreckt.
- Haben Sie einen Lieblings-Edelstein?
Ja, den Paraiba-Turmalin. Das ist ein extrem seltener Turmalin in bezaubernd schönem Türkis.
- Gibt es ein internationales Netzwerk an Gemmologen und wie sehen die Weiterbildungen in diesem Segment aus?
Es gibt die FEEG-Vereinigung (Föderation Europäischer Ausbildung in Gemmologie) mit ständigen Weiterbildungen und neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen. Dennoch ist es für mich auch notwendig, mit weltweiten Instituten in ständigem Austausch zu sein.
- Barbara Gressl reist für Edelsteine in die ganze Welt.
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- Was machen Sie, wenn sie nicht arbeiten? Soll ja vorkommen.
Ich betreibe sportliche Aktivitäten wie Laufen und Walken am liebsten in der freien Natur in der Lipizzanerheimat und ich besuche ein Fitnessstudio mit intensiven Workouts.
- Sie und Ihre Schwester Elisabeth sind ja eng miteinander verbunden. Wer hat welches Aufgabengebiet in Eurer Firma?
Wir arbeiten mittlerweile seit über 20 Jahren Seite an Seite. Elisabeth ist für Werbung, PR, Marketing, Webauftritt, Grafik und vor allem für die Leitung des Standorts Graz verantwortlich. Wir ergänzen uns bestens durch meine Kreativität und Elisabeths Organisation und besprechen unsere gemeinsamen Aufgaben jeden Sonntag bei einem langen dreistündigen Walk in der Lipizzanerheimat.
Kontakt:
Juwelier Gressl
Hauptplatz 17a, 8580 Köflach, Tel: 03144 2671
Stempfergasse 11, 8010 Graz, Tel.: 0316 832229
www.gressl.com
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