Wohnen im Waldviertel
Es braucht wieder mehr Zuzug im Bezirk Waidhofen
- Wahl-Waldviertlerin Patricia Keller aus Ottenschlag.
- Foto: z.V.g.
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Auf positiver Seite ist erstmal festzuhalten, dass im Jahr 2024 laut der brandneuen Auswertung der Statistik Austria1 wieder mehr Menschen ins Walviertel gezogen als weggezogen sind. Weniger gut ist, dass 1.120 mehr Menschen gestorben, als geboren wurden.
WALDVIERTEL. Jetzt ist es wieder offiziell: Das Waldviertel ist keine Abwanderungsregion! Im vergangenen Jahr sind 5.752 Menschen in die NUS3 Region Waldviertel2 gezogen und haben hier ihren Hauptwohnsitz gegründet.
1.397 davon kamen aus Wien, 644 aus dem Wiener Umland. Somit zogen 406 Personen mehr zu als weg. Die Bezirke Gmünd, Horn, Zwettl sowie die Stadt Krems verzeichneten einzeln betrachtet ebenfalls eine positive Wanderungsbilanz. Die Bezirke Krems-Land (mit minus 64) und Waidhofen an der Thaya (minus 7) hatten ein leichtes Minus.
Bei der Geburtenbilanz zeigt sich ein ganz anderes Bild. 1.566 Geburten stehen 2.686 Sterbefällen gegenüber, was zu einem Minus von 1.120 führt. Die positive Wanderung schafft es demnach (noch) nicht, diese stark negative Geburtenbilanz auszugleichen und den leichten Bevölkerungsrückgang gänzlich zu stoppen. Es braucht also auch in Zukunft mehr Zuzug.
Patricia Keller ist Wahl-Waldviertlerin
Patricia Keller wollte wie so viele andere, dass ihre Kinder am Land aufwachsen mit Bezug zur Natur und zu den Nachbarn.
„Obwohl ich gebürtige Wienerin bin, habe ich mir immer ein Leben auf dem Land gewünscht. Damals war das aus familiären Gründen aber nicht möglich. Doch als unsere Tochter in Wien den Kindergarten besuchte, wurde der Wunsch nach einem naturnahen Leben so stark, dass ich alle Hebel in Bewegung setzte. Gemeinsam wagten wir einen Neustart!“, so Patricia Keller.
„Anfangs hielt mich mein Mann für verrückt, weil er befürchtete, keinen passenden Job zu finden. Doch das Gegenteil trat ein: Schon nach kurzer Zeit konnte er sich seinen Arbeitgeber praktisch aussuchen, da ihn mehrere Betriebe einstellen wollten. Heute hat er sogar eine kürzere Anfahrt zur Arbeit als früher in Wien", ergänzt Patricia.
Für Innenstadt in Weitra entschieden
Familie Zwölfer saniert ein bisher leerstehendes Haus in der wunderschönen Innenstadt von Weitra und erfüllt sich den Traum vom eigenen Haus im Waldviertel. Als Draufgabe gibt es von der Stadt das sogenannte Weitraer Baupaket:
"Wir haben uns entschieden, unseren Lebensmittelpunkt nach Weitra zu verlegen und damit unseren Wohntraum zu erfüllen, und zwar durch die liebevolle Sanierung eines bisher leerstehenden Hauses am Dr.-Kordik-Platz", so Bianca und Werner Zwölfer.
- Andreas Miedler (Bauamt), Herr und Frau Zwölfer und Bürgermeister Patrick Layr vor dem neuen Zuhause der jungen Familie in der Innenstadt von Weitra.
- Foto: Stadtgemeinde Weitra
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„Es freut uns als Stadtgemeinde ganz besonders, wenn die historische Altstadt auch als Wohnraum geschätzt und genutzt wird. Ein altes Haus zu renovieren ist stets eine Herausforderung, doch das Leben in einem Gebäude mit Geschichte bringt auch einzigartiges Flair und eine besondere Atmosphäre mit sich. Ich wünsche der Familie Zwölfer einen gelungenen Start in Weitra“, so Bürgermeister Patrick Layr (ÖVP).
Das „Bau-Paket“, welches alle Hausbauer in Weitra auf Wunsch erhalten, besteht aus einem Spaten, einem Gutschein für eine Jause und einer Kiste Weitra Bräu, - drei Dinge, die auf keiner Baustelle fehlen sollten.
- Bürgermeister Patrick Layr (ÖVP).
- Foto: Stadtgemeinde Weitra
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Familien stärken den Altersbaum
Schaut man sich die Altersstruktur der Region anhand einer sogenannten „Alterspyramide“ an (Diagramm), wird schnell klar, mit einer Pyramide hat das schon lange nichts mehr zu tun. Die größte Gruppe im Waldviertel ist zwischen 50 und 65 Jahre alt. Um unter anderem den Arbeitsmarkt zu sichern, braucht es junge Menschen, die zuziehen.
- Foto: Wohnen im Waldviertel
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Gott sei Dank gelingt das bereits, wenngleich nicht im notwendigen Ausmaß. Betrachtet man statistisch das Alter der Zugezogenen (Diagramm) wird klar, - es sind nicht nur „die Jungen“, die gehen, und „die Alten“, die kommen. Im Gegenteil. Die stärkste Gruppe im Zuzug sind Menschen zwischen 20 und 37 Jahren, die oftmals auch Familie mitbringen. Denn das Waldviertel ist besonders beliebt, wenn es um die Frage geht, wo die eigenen Kinder aufwachsen bzw. in die Schule gehen sollen.
- Foto: Wohnen im Waldviertel
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„Wir müssen weiterhin gemeinsam daran arbeiten, Zuzug ins Waldviertel zu generieren. Nur durch den Zuzug junger Menschen kann die Zukunft im Waldviertel gestärkt werden!“, so der neue Interkomm-Obmann Bürgermeister Patrick Layr.
Das Waldviertel in seiner gesamten Vielfalt kennenlernen
Das ist im Waldviertel Portal ganz einfach möglich. Neben freien Immobilien, Baugründen und Jobs, findet man hier umfassende Infos zu Infrastruktur und Lebensqualität. Kultur- und Freizeitangebote, Kindergärten und Schulen, Nahversorger und Gastronomie, Ärzte und Apotheken, Erreichbarkeiten und Internetanbindung und noch einiges mehr werden in einem „Umgebungs-Check“ hier sichtbar.
„Wohnen im Waldviertel“ ist eine langfristig angelegte Initiative, um Zuzug und Rückkehr zu fördern, Abwanderung zu reduzieren und Nachfrage nach konkreten Immobilien und Baugründen sowie nach Jobangeboten in der Region zu generieren.
- Foto: Wohnen im Waldviertel
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Die 2008 gestartete Initiative wird getragen von 64 Gemeinden des Vereines Interkomm, die Menschen auf ihrem Weg ins Waldviertel unterstützen möchten und sich gemeinsam mit WaldviertlerInnen für die Weiterentwicklung der Region engagieren.
Mit den Partnern Raiffeisen, Hartl Haus, Kastner Gruppe, WAV und Wirtschaftsforum Waldviertel an der Seite, zeigen sie, dass man in diesem Teil Niederösterreichs wunderbar Wohnen, Arbeiten und Leben kann.
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