02.09.2014, 10:58 Uhr

Meerschweinderl-Ladys mussten wieder umziehen

WINDIGSTEIG. Die Geschichte um die beiden Damen aus Linz und ihren Streichelzoo nimmt kein Ende: Nachdem sie sich schon am Friedhof in Obergrünbach, in einer Gartenhütte in Waidhofen, einem Geschäft in Waidhofen und dem Campingplatz - bis auf letzteren ungefragt - einquartiert hatten, machten sie sich jetzt nach Windigsteig auf. Dort quartierten sie sich in einer Gartenhütte bei einem Bauernhof ein. Der Besitzer war darüber nicht sonderlich erfreut, wie er gegenüber den Bezirksblättern erklärte. Anscheinend planten die Linzerinnen, sich länger in der Gartenhütte aufzuhalten: Sie montierten sogar eine Satelliten-Schüssel. Mit dabei: Zwei Meerschweinchen.

Mit Polizeiunterstützung wurden die beiden - sie bezeichnen sich selbst als Künstlerinnen - jetzt erneut delogiert. Mittlerweile haben es sich die beiden Damen um die 50 am Campingplatz in Thaya gemütlich gemacht. Ihren Unmut über die Zwangs-Ausquartierung machen sie gegenüber den Bezirksblättern Luft: Sie bezeichneten ihre Quartier als "ideales Sommercamp". Anfang hätte ihnen der Besitzer sogar Kirschen gereicht, bis die Stimmung umschlug. Das Ziel des vermeintlichen Mobbings: Die geliebten Meerschweinderln. Laute Musik des unfreiwilligen Gastgebers hätte die Tiere nämlich völlig verschreckt. Sie haben nur eine Bitte: "Die Tiere wollen endlich an einem Platz sein, nicht herumgeschubst werden!"

Polizei und Behörden auf Trab

Die beiden Linzerinnen halten seit Ostern die Polizei und die Behörden auf Trab: Aus ihrem Haus in Thuma mussten sie ausziehen, weil das Gebäude akut einsturzgefährdet ist. Unter anderem brachen sie ins Tierheim Schlosser in Gastern ein um die ihnen abgenommenen Tiere wiederzuholen. Sie selbst sind sich übrigens keiner Schuld bewusst: Sie bezeichnen den Einbruch nach wie vor als "Befreiungsaktion". Unter anderem haben sie auch gedroht das Tierheim anzuzünden. Dies täte ihnen aber mittlerweile leid: Man sei eben in Rage gewesen, erklärten die beiden gegenüber den Bezirksblättern.

Die Region verlassen kommt für die beiden übrigens nicht in Frage: "Wir bleiben, bis wir unsere Tiere zurückbekommen!"

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