12.07.2017, 09:58 Uhr

Metal Outbreak: Die Schwermetall-Kuranstalt

"Ich geb euch Scheiß-Gemütlichkeit", sagt Mortal Strike-Sänger Matthias Gerstl.

Thrash-, Speed- und sogar Death-Metal sind gesund! Behaupten zumindest die Veranstalter des Metal Outbreaks in Heidenreichstein. Fünf Gründe, warum das stimmen könnte.

HEIDENREICHSTEIN. Heavy Metal-Festivals im Waldviertel haben es ja nicht ganz leicht: meist bleiben die Anhänger der etwas härteren musikalischen Gangart unter sich. Der Vorteil: die Kuttenträger und -trägerinnen kennen sich meist seit Jahren und die Konzerte wirken eher wie ein Familientreffen.

Dafür hat man heuer beim Metal Outbreak neben dem gewohnt hochwertigen Line Up einen anderen Ansatz gewählt: nämlich als Wellness-Veranstaltung. Ganz nach dem Motto: Heavy Metal ist gesund! Fünf Gründe warum diese These stimmen könnte.

1. Heavy Metal entspannt

Während Menschen mit weniger Hang zu schwarzer Kleidung ja auf Walgesänge, Meeresrauschen und Vogelgezwitscher schwören, finden Freunde des Metals Entspannung in mit der E-Gitarre und Double-Bass-Drum. Das Motto: Je härter, desto gechillter. Klingt komisch, ist aber so.

2. Fitnesstraining für Anfänger

Vor der Bühne ordentlich Headbangen gehört einfach dazu. Das stärkt nicht nur die Nackenmuskeln, sondern ist auch ein veritables Krafttraining. Außerdem legt man an zwei Tagen Festival einige Kilometer zwischen Bühne und Bar zurück - das hält fit.

3. Bier ist gesund!

Das Getränk der Wahl für jeden Metaller ist natürlich Bier. Das geht so weit, dass die ganz großen Festivals mittlerweile von der Fass-Anlieferung abkommen und eigene Pipelines für den Gerstensaft verlegen. Und wie jeder weiß, ist gerade das Waldviertler Bier ja überaus gesund - naja, in Maßen, aber mit solchen Details wollen wir uns jetzt nicht aufhalten.

4. Foschings Fritter-Klinik

Ja, beim Metal-Outbreak gab es eine eigene Klinik - natürlich nur um den Wellness-Anspruch zu unterstreichen. Wer jetzt an einen zweitägigen Kuraufenthalt in der Margithalle denkt, liegt jedoch falsch. In der "Fritter-Klinik" wurden ausschließlich Krankheiten behandelt, die sich mit Frittierfett und Leberkäse bekämpfen lassen. Bei Gerichten wie dem "Gichtmaster2000" (zwei Leberkäsescheiben mit Käse dazwischen in einer Semmel im Bierteig frittiert) oder einem frittierten Marsriegel für Diabetiker wird man bestimmt hundert Jahre alt! Frittiert wurde übrigens alles, mit einer Einschränkung: es musste essbar sein. Dieser Hinweis spricht Bände: offenbar haben ein paar Spaßvögel schon andere Ideen gehabt...

Disclaimer: Mr. Fosching ist natürlich kein echter Arzt

5. "Ich geb euch Scheiß-Gemütlichkeit"

Eine Überlebensregel: Singen Sie Mortal Strike Frontmann Matthias Gerstl niemals "Ein Prosit der Gemütlichkeit" vor. Sie werden es bereuen! Der Thrash-Metaller kriegt davon nämlich - laut eigenen Angaben - einen ziemlich widerlichen Ausschlag. Mit "Ich geb euch Scheiß-Gemütlichkeit" werden dann auch Nummern "For the Loud and the Aggressive" eingeleitet. Das ist aber alles nur Show: Metaller sind nämlich die gemütlichsten Menschen der Welt. Fragen Sie einmal die Omas aus Wacken.

So geht Gemütlichkeit á la Mortal Strike:
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