"Klügste Investition"
Immobilienfirma verkauft unsanierte Wohnungen auf der Wieden
- Sieben noch zu sanierende Wohnungen werden in der Floragasse 9 verkauft. Das Angebot der Vienna Estate hat System und beruft sich auf den stagnierenden Neubau.
- Foto: Google Maps/Screenshot
- hochgeladen von Nathanael Peterlini
Ein Immobilienunternehmen verkauft systematisch unsanierte Wohnungen. So könne die Immobilie entwickelt und der Wert gesteigert werden. Das Beispiel zeigt auf, wie wirtschaftlich der Gebäudemarkt in Wien betrachtet wird – und erinnert an Diskurse über Leerstand und Anlagen.
WIEN/WIEDEN. Sieben Wohnungen in der Floragasse 9, nahe der Wiedner Hauptstraße, zwischen 36 und 58 Quadratmeter und ein bis drei Zimmer groß. Ihre Gemeinsamkeit: Sie stehen leer und warten auf ihre Sanierung.
Das Angebot der Vienna Estate Immobilien AG lässt aufblicken: Im Gegensatz zu den klassisch bereits herausgeputzten Wohnungen wirbt das Unternehmen damit, die zu verkaufenden Objekte müssen noch saniert werden: "Eine ideale Ausgangsbasis, um individuelle Wohnkonzepte zu realisieren."
Wert der Wohnungen steigt
"Flora Living" nennt sich das Projekt des Immobilienunternehmens. Wie eine Sprecherin der Gesellschaft informiert, sei eine Wohnung bereits verkauft, zahlreiche weitere Angebote seien eingereicht worden: "Derzeit vernehmen wir eine verstärkte Nachfrage nach solchen Wohnungen."
Grund für die Beliebtheit alter Wohnungen sei der stagnierende Neubau. Die Preise auf dem Immobilienmarkt sind hoch, der Traum eigener Räumlichkeiten unrealistisch. Der Kauf einer zu sanierenden Wohnung ist Immobilienentwicklung auf Mikro-Ebene. Was es dafür benötigt: Bereitschaft, in die thermische oder optische Erneuerung der Räume zu investieren. So wird der Wert der Wohnung gesteigert.
"Klügste Investition"
"In einer Stadt, in der freier Wohnraum zum kostbarsten Gut geworden ist", seien Altwohnungen die "klügste Investition", ist sich die Sprecherin sicher. Die Floragasse ist ein Beispiel dafür, wie sehr Immobilien als Investitionsobjekte betrachtet werden.
- Wenn man bereit für Investitionen in Thermik und Optik sei, könne man den Wert der Wohnungen schnell steigern.
- Foto: ViennaEstate Immobilien AG
- hochgeladen von Nathanael Peterlini
Immobilien als wirtschaftliche Investition führen in der Stadt Wien immer wieder zu Diskussionen – sie sind ein Mitgrund für Leerstand. Lukrativ ist die Immobilienentwicklung allemal: Neben der Floragasse führt die Vienna Estate noch ähnliche Angebote am Hernalser Stöberpark und in der Landstraßer Ungargasse.
Das Gebäude der Floragasse 9 wurde im Jahr 1953 errichtet. Die Preise der Wohnungen reichen von 262.000 Euro bis 315.000 Euro. Es liefen bereits die Bewilligungsverfahren für das Anbringen von Balkonen und Terrassen, informieren die Makler auf ihrer Website.
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