Flughafen Wien
2026 schon drei Tonnen Pflanzen, Obst & Gemüse beschlagnahmt
- Die EU-Kampagne für Pflanzengesundheit "Plant Health 4 Life" soll Bewusstsein für Risiken und Auswirkungen auf Pflanzenvielfalt, Artenschutz und Landwirtschaft schaffen. (Symbolfoto)
- Foto: pixabay / klickblick
- hochgeladen von Sophie Ruzicka
Am Flughafen Wien wurden heuer bereits drei Tonnen Obst, Gemüse, Schnittblumen und lebende Pflanzen beschlagnahmt. Von solchen Urlaubssouvenirs sollte man also eher Abstand halten. Schließlich gibt es Vorschriften zur Einfuhr von Pflanzen und Pflanzenerzeugnissen aus Nicht-EU-Ländern.
WIEN/SCHWECHAT. Seit Jahresanfang 2026 wurden etwa drei Tonnen Obst, Gemüse, Schnittblumen und lebende Pflanzen vom Zoll am Flughafen Wien beschlagnahmt, wie das Umweltministerium bilanziert. Für diese Einfuhren fehlten die erforderlichen Pflanzengesundheitszeugnisse.
Die Präsentation der Zahlen wurde zum Anlass genommen, um über die Risiken für die Pflanzengesundheit und die Bedeutung vorbeugender Maßnahmen zu informieren. Hinter der EU-weiten Kampagne mit dem Namen "Plant Health 4 Life" stehen Umweltbundesminister Norbert Totschnig, Finanzstaatssekretärin Barbara Eibinger-Miedl (beide ÖVP), Flughafenvorstand Günther Ofner und AGES Geschäftsführer Johannes Pleiner-Duxneuner und Anton Reinl.
Zeugnis für Souvenirs
Vielen Reisenden sei nicht bewusst, dass Einfuhrbestimmungen aus Nicht-EU-Ländern auch für Pflanzen, Obst, Gemüse, Samen und Schnittblumen gelten. Inspektorinnen und Inspektoren des Amtlichen Pflanzenschutzdienstes kontrollieren dies aber bei der Erstankunft in die EU, in Österreich an den Flughäfen Wien, Graz und Linz.
- v.l.: Flughafenvorstand Günther Ofner, Finanzstaatssekretärin Barbara Eibinger-Miedl (ÖVP), Zollmitarbeiter Roland Karner und Umweltminister Norbert Totschnig (ÖVP) informieren über die EU-Kampagne für Pflanzengesundheit.
- Foto: AGES
- hochgeladen von Sophie Ruzicka
"Mit der steigenden Reisetätigkeit in der Ferienzeit wächst auch unsere Verantwortung, Natur und Artenvielfalt zu schützen. Was als gut gemeintes Urlaubssouvenir gedacht ist, kann gefährliche Schädlinge oder Pflanzenkrankheiten einschleppen und damit unsere Ökosysteme, die Landwirtschaft und heimische Lebensräume gefährden", erklärt Totschnig.
CITES-Auflagen
Die sogenannten CITES-Auflagen gelten dann bei Pflanzen- und Tierarten, die auch aus Artenschutzgründen nicht oder nur mit Genehmigung eingeführt werden. "Ich appelliere an alle Reisenden, sich über die entsprechenden Bestimmungen vorab zu informieren und danke unseren Zöllnerinnen und Zöllnern für ihren unermüdlichen Einsatz“, betonte Barbara Eibinger-Miedl.
Alle Infos zu den Bestimmungen zur Einfuhr für Pflanzen und Pflanzenerzeugnisse aus Nicht-EU-Ländern gelten, finden Interessierte auf der Website von Zoll Österreich, Flughafen Wien, dem Amtlichen Pflanzenschutzdienst und dem Bundesamt BAVG.
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