Wiener Supermarkt abgefackelt
Angeklagten drohen bis zu zehn Jahre Haft
- Drei Männer, die im vergangenen Oktober einen Supermarkt in Floridsdorf in Brand gesteckt haben sollen, um die Spuren eines Bankomatenraubs zu verwischen, stehen im Mai vor Gericht.
- Foto: BARBARA BUCHEGGER / APA / picturedesk.com
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Drei Männer, die im vergangenen Oktober einen Supermarkt in Floridsdorf in Brand gesteckt haben sollen, um die Spuren eines Bankomatenraubs zu verwischen, stehen im Mai vor Gericht.
WIEN/FLORIDSDORF. Am 22. Oktober vergangenen Jahres geriet mitten in der Nacht ein "Spar" in der Jedleseer Straße in Floridsdorf in Flammen. Dieser hatte einen Großeinsatz der Feuerwehr zur Folge – die aufsehenerregenden Bilder des Einsatzes gingen damals durch die Medien:
Wie aus Ermittlungen der Polizei hervorgeht, sollen zwei Männer versucht haben, einen Bankomaten, der sich dort im Foyer befand zu knacken. Als "Werkzeug" sollen sie dabei ihr Fahrzeug verwendet haben, um die Geldmaschine damit umzustoßen und aufzubrechen – dies misslang offenbar.
Wollten Spuren verwischen
Um die Spuren ihrer Tat zu verschleiern, zündeten die Männer den Pkw an – den Benzin hatten sie in einer Tankstelle besorgt und in einen Kanister abgefüllt. Dies lies sich später dank einer Überwachungskamera rekonstruieren. Das Feuer griff auf den Supermarkt über und verursachte einen Sachschaden von mehreren hunderttausend Euro.
- Um die Spuren ihrer Tat zu verschleiern, zündeten die Männer den den Pkw an, um Spuren zu verwischen. Das Feuer griff auf den Supermarkt über und verursachte einen Sachschaden von mehreren hunderttausend Euro.
- Foto: Stadt Wien / Feuerwehr
- hochgeladen von Kathrin Klemm
Die beiden 21-jährigen Tatverdächtigen wurden schließlich von der Polizei gefasst und sitzen seit vergangenem Herbst in U-Haft – nun wird ihnen am 9. Mai der Prozess gemacht. Die Staatsanwaltschaft habe eine Anklage wegen versuchten Einbruchsdiebstahls und Brandstiftung eingebracht, so Gerichtssprecherin Christina Salzborn.
Bis zu zehn Jahre Haft
Zu ihnen auf der Anklagebank gesellt sich auch eine dritte Person, die ebenfalls an der "spektakulären" Tat beteiligt gewesen sein soll. Diese befindet sich auf freiem Fuß, wurde aber wegen Beitragstäterschaft mit zur Anklage gebracht.
Von den Hauptangeklagten soll einer grundsätzlich geständig sein, während der andere mittlerweile behauptet, er habe von dem Plan seines Bekannten nichts gewusst. Im Fall von Schuldsprüchen drohen den Männern, denen zusätzlich Suchtmittel-Delikte angelastet werden, bis zu zehn Jahre Haft.
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