Nächste Arbeiten geplant
Weitere S-Bahn-Einschränkung nach Stammstreckensperre in Wien
- Bei den ÖBB stehen die nächsten Arbeiten nach der großen Stammstreckensperre offensichtlich schon bevor. Dabei gehe es jedoch von standardmäßigen Wartungsarbeiten, beruhigt man.
- Foto: ÖBB/Deopito
- hochgeladen von Kathrin Klemm
Die Stammstreckensperre hat begonnen und so mancher Pendler freut sich bestimmt schon auf Herbst 2027, wenn die Schnellbahn durchgehend verkehren soll. Doch ein völlig durchgängiger Betrieb scheint auch dann noch nicht in Sicht. Die nächsten Arbeiten sind bereits für 2028 angesetzt – wenn auch in Randzeiten. Das Bahnunternehmen spricht von Wartungsarbeiten, und keiner längerfristigen Sperre.
WIEN. Die Hauptstadt steht vor ihrer seit Jahren größten Öffi-Bewährungsprobe. Wegen eines Kabelbrands hat die große Stammstreckensperre vom Praterstern bis Hauptbahnhof bereits Mitte August begonnen. Bis jetzt läuft es wohl einigermaßen, doch die Ferien sind bald zu Ende und damit sind auch die jüngeren Wienerinnen und Wiener wieder auf die Öffis unterwegs.
So herausfordernd das alles für Passagiere wie Bahnbetreiber auch ist, so notwendig sind die Arbeiten auch. Immer wieder betont man, dass das Öffi-Netz der Zukunft auf eine moderne Stammstrecke angewiesen ist. Das hat nicht nur mit dem neuen Zugsicherungssystem ETCS zu tun, sondern auch mit mehr Kapazität dank längerer Bahnsteige.
- Ein Bild aus vergangenen Tagen, auf welches man noch länger verzichten muss: Die S2 beim Bahnhof Praterstern auf ihrem Weg in Richtung Mödling. Auch sie kann wegen der Stammstreckensperre nicht fahren. (Archiv)
- Foto: z.V.g.
- hochgeladen von Johannes Reiterits
Gesperrt sein wird die Stammstrecke bis in den Herbst 2027. Getüftelt wird jedoch wohl sogar noch länger. Laut einem Bericht von "Krone.at" (Paywall) kommt es auch darüber hinaus zu Einschränkungen auf der wichtigen Strecke. Dies habe man durch einen "internen Entwurf" der ÖBB erfahren und später auch bestätigt bekommen. Auch MeinBezirk liegen die Informationen samt Bestätigung vor.
Gesamtes Jahr 2028
Bei diesen Arbeiten gehe es jedoch keineswegs um eine Mammutaufgabe wie derzeit, beruhigt man bei den ÖBB: "Dabei handelt es sich nicht um eine längerfristige Sperre, sondern nach Abschluss der umfassenden Modernisierung der Wiener S-Bahn-Stammstrecke sind auf dem Abschnitt Wien Meidling – Wien Floridsdorf, wie auch auf anderen Strecken in ganz Österreich, regelmäßige Wartungsfenster vorgesehen."
Geplant sind für das Jahr 2028 "nächtliche Wartungsfenster" die, so der Plan, "1x pro Woche" und "in jenen Tagesrand- bzw. Nachtstunden" stattfinden sollen, "in denen Fahrgaststromanalysen die geringste Nachfrage ergeben haben." Damit sollen die Auswirkungen auf die Reisenden so gering wie möglich gehalten werden.
"Beitrag zur Budgetkonsolidierung"
Aufschieben könne man diese Arbeiten nicht, erklärt man. "Mit den in den Schienennetz-Nutzungsbedingungen (SNNB) für das Jahr 2028 hinterlegten Wartungsfenstern wird den Forderungen der Behörde nach zuverlässigen, geplanten Wartungs- und Instandhaltungsarbeiten im Sinne der Einhaltung der Eisenbahn-Arbeitnehmer- Schutzverordnung (EisbAV) nachgekommen. Nur so ist eine systemgerechte Anlagenbereitstellung zu gewährleisten."
Auch bringe dies eine Entlastung für die Staatskasse. "Durch die gebündelte Durchführung der präventiven Instandhaltungsarbeiten und die damit verbundenen Effizienzgewinne leisten die ÖBB einen Beitrag zur Budgetkonsolidierung des Bundes." Für die Fahrgäste seien solche Einschränkungen gut planbar. Beginn und Ende der Sperren würden lange im Voraus bekannt gegeben und seien über die verschiedenen Infokanäle auch abrufbar.
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