2.500 Fachkräfte bis 2025
Neue Personaloffensive für Wiener Kindergärten
Um dem Fachkräftemangel in Wiens Kindergärten entgegenzuwirken, startet die Stadt mit einer neuen Personaloffensive samt Imagekampagne.
WIEN. Wien sucht dringend Elementarpädagoginnen und -pädagogen. Bis 2025 sollen 2.500 neue Fachkräfte ausgebildet und aufgenommen werden. Um das zu erreichen, startet Wien mit einer neuen Ausbildungsoffensive, wie Vizebürgermeister und Bildungsstadtrat Christoph Wiederkehr (Neos) am Donnerstag ankündigte.
"Der Kindergarten ist die erste und wichtigste Bildungseinrichtung", so Wiederkehr. Denn dieser sei "die erste Sprosse auf einer Chancenleiter". Aber so wie in vielen anderen Bereichen sei auch hier der Fachkräftemangel spürbar. Ein Fünf-Punkte-Plan soll Abhilfe schaffen und mehr Menschen in die Elementarpädagogik locken.
Fünf-Punkte-Plan für Wiener Kindergärten
In einem ersten Schritt wird es eine sechswöchige Imagekampagne geben, um den Beruf sowohl im städtischen als auch im privaten Bereich aufzuwerten. Zusätzlich wird es künftig mehr Ausbildungsplätze geben. Dafür wird unter anderem der Standort der Bildungsanstalt für Elementarpädagogik (bafep21) in Floridsdorf ausgebaut. Bis zu 1.000 Personen sollen ab 2026 die Ausbildungsplätze nutzen können.
- Bildungsstadtrat Christoph Wiederkehr (Neos) will auch den Männeranteil im Bereich der Elementarbildung erhöhen.
- Foto: Barbara Schuster/RMW
- hochgeladen von Barbara Schuster
Neue Förderung für Quereinsteiger
In Zusammenarbeit mit dem Wiener ArbeitnehmerInnen Förderungsfonds - waff gibt es ein neues Ausbildungsgeld. Damit stehen Elementarpädagogen in Ausbildung unter bestimmten Voraussetzungen 400 Euro monatlich zu Verfügung. Ein besonderes Hauptaugenmerk legt Wien künftig auf Quereinsteiger. Diese hätten meist eine ganz besondere Leidenschaft für den Beruf und würden eher langfristig im Feld tätig bleiben.
Der letzte Punkt der Personaloffensive betrifft aus der Ukraine geflüchtete Frauen. Viele von ihnen seien als Kindergartenpädagoginnen ausgebildet, doch die sprachliche Barriere würde sie daran hindern, in ihrem Beruf zu arbeiten. Derzeit laufe gemeinsam mit dem Arbeitsmarktservice (AMS) eine Ausbildungsinitiative, die auf einem dualen Prinzip beruht.
360 offene Stellen, Männeranteil gering
Kurt Burger, stellvertretenden Leiter der MA 10 Stadt Wien – Kindergärten, betonte, man müsse "Männer und Frauen dazu bringen, auch im Beruf zu bleiben". Pädagoginnen und Pädagogen waren in der Corona-Pandemie stark gefordert, sie waren da und sorgten dafür, "dass andere ihren Berufen nachgehen konnten", so Burger. Es sei höchste Zeit, das Image des Berufs anzuheben.
- Pädagogische Leiterin der St. Nikolaus Stiftung, Susanna Haas, Vizebürgermeister und Bildungsstadtrat Christoph Wiederkehr (Neos) und Kurt Burger, stellvertretender Leiter der MA 10.
- Foto: Barbara Schuster/RMW
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Susanna Haas, Pädagogische Leiterin der St. Nikolaus Stiftung, sprach stellvertretend für die privaten Kindergärten. Es brauche mehr Pädagoginnen und Pädagogen pro Gruppe, denn mit mehr Personal sei auch viel mehr möglich. "Die neue Initiative ist eine Antwort auf diese Forderung".
Alleine bei den öffentlichen Kindergärten sind derzeit 360 Stellen zu besetzen. Künftig will Wien auch einen Fokus auf die Männer legen. Der Männeranteil in der Elementarbildung liegt derzeit bei "deutlich unter zwei Prozent", erklärte Wiederkehr. Das Ziel sei, auch deutlich mehr Männer für den Beruf zu gewinnen.
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