Corona
Ungewisse Zukunft für die Veranstaltungsbranche

Die Veranstaltungsbranche steht weiterhin still – Unternehmer kämpfen um ihre Existenz.
2Bilder
  • Die Veranstaltungsbranche steht weiterhin still – Unternehmer kämpfen um ihre Existenz.
  • Foto: MontyLov / unsplash
  • hochgeladen von Hannah Maier

Während in vielen Bereichen langsam wieder hochgefahren wird, schaut es wirtschaftlich für die Veranstaltungsbranche weiterhin schlecht aus.

WIEN. Die Berufsgruppe der Veranstaltungstechniker hat mit Beginn der Corona-Krise 100 Prozent ihrer Erlöse verloren und wird vermutlich auch erst ganz am Ende dieser Krise wieder die Möglichkeit haben, zu arbeiten.
"Lange geht es nicht mehr. Wir stehen seit drei Monaten ohne Einnahmen da", schildert Robert Gergelyi seine Situation. Er betreibt das Ein-Personen-Unternehmen r.g.audio für Tonverleih und Beschallungstechnik für mittelgroße Veranstaltungen.
"Die optimalste Lösung wäre, wenn das Geschäft bald wieder anspringen würde. Ansonsten sind wir auf Hilfen angewiesen und so wie es aktuell aussieht, werden wir sicher auf Steuergelder angewiesen sein", so Gergelyi.

Robert Gergelyi fehlen seit Beginn der Coronakrise die Einnahmen.
  • Robert Gergelyi fehlen seit Beginn der Coronakrise die Einnahmen.
  • Foto: Tom Fink
  • hochgeladen von Hannah Maier

Nach aktuellem Stand sind Veranstaltungen bis 30. Juni 2020 untersagt; Großveranstaltungen wie Musikfestivals und Stadtfeste bis einschließlich 31. August 2020. Abhängig von den aktuellen Entwicklungen und der Evaluierung der Corona-Krankheitszahlen kann die Bundesregierung das Veranstaltungsverbot zeitlich ausweiten.

640 Betriebe in Wien massiv betroffen

"Es hängen so viele Branchen dran, an die man im ersten Moment gar nicht denkt, auch die Gastronomie und Hotellerie", erzählt Gergelyi. Die Veranstaltungsbranche ist unter anderem Teil der Bundesinnung der Elektrotechniker in der WKO und umfasst Beleuchter und Beschaller, Videotechnik, Veranstaltungsstätten, Event Catering, TV- und Radiodienstleister und Zeltunternehmen. Die Umsätze dieser Gruppen liegen bei Null, die wirtschaftliche Notsituation wird sich bis Ende des Jahres weiter zuspitzen. In Wien sind ca. 640 Betriebe, die unter die Berufsgruppe der Beleuchtungs- und Beschallungstechniker fallen, von der Coronakrise massiv betroffen.

Hilferuf an die Politik

In einem Positionspapier richtet die Veranstaltungstechnikbranche nun einen Hilferuf an die Regierung. Unter anderem geht es darum, eine Ausdehnung des Härtefallfonds bis Dezember durchzubringen und eine Verlängerung der Kurzarbeitszeit bis Veranstaltungen tatsächlich wieder möglich sind. Als weitere Anregung ersuchen sie um eine Ausdehnung der Hilfen aus dem Corona-Hilfsfonds, z. B. Leasingraten und Rückzahlungen zu stunden.

"Irgendwas muss sich die Politik jedenfalls überlegen", steht für Gergelyi fest. Am Freitag, 15. Mai, soll es eine Pressekonferenz zum Thema Veranstaltungen in Österreich geben, auf die er und seine Kollegen schon gespannt sind.

Die Veranstaltungsbranche steht weiterhin still – Unternehmer kämpfen um ihre Existenz.
Robert Gergelyi fehlen seit Beginn der Coronakrise die Einnahmen.

Newsletter Anmeldung!

Autor:

Hannah Maier aus Neubau

following

Du möchtest diesem Profil folgen?

Verpasse nicht die neuesten Inhalte von diesem Profil: Melde Dich an, um neuen Inhalten von Profilen und Bezirken in Deinem persönlichen Feed zu folgen.

3 folgen diesem Profil

Kommentare

online discussion

Du möchtest kommentieren?

Du möchtest zur Diskussion beitragen? Melde Dich an, um Kommentare zu verfassen.

Regionaut werden!

Du willst eigene Beiträge veröffentlichen?
Werde Regionaut!

Regionaut werden!



Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

add_content

Du möchtest selbst beitragen?

Melde Dich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Veranstaltung oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen