Drei Bands, ein Abend voller Emo-Punk
Punk, Power, Gänsehaut: Das Triebwerk bebte
- Between Bodies lässt im Triebwerk die Emo-Punk-Szene Wiener Neustadts aufleben.
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WIENER NEUSTADT. 28.08.2026. Heiße Gitarrenriffs, dröhnender Bass und donnernde Schlagzeugbeats erfüllen am Freitagabend das Triebwerk. Drei Bands bringen die Punk- und Emo-Szene zum Beben und das Publikum feiert jede Minute.
Besonders groß war die Vorfreude auf Between Bodies: Nach vier Jahren Bemühungen des Veranstalters gastierte die deutsche Emo-Punk-Band erstmals im Triebwerk. Gemeinsam mit Swan Songs und Dynosaws lieferten sie einen Abend voller Energie und ehrlicher Emotionen.
Den Auftakt machten Dynosaws mit deutschsprachigem Emo-Indie-Punk. Schon nach den ersten Songs war zu spüren, wie viel Liebe die Band in ihre Musik steckt. Die Musiker waren sichtlich mit vollem Einsatz dabei und ihre Begeisterung sprang schnell auf das Publikum über. Neben ihren neuen Veröffentlichungen bewiesen sie, dass Punk auf Deutsch mindestens genauso viel Energie entwickeln kann. Vor der Bühne wurde getanzt und mitgewippt.
Auch Swan Songs aus Deutschland überzeugten mit einer intensiven Performance zwischen Lautstärke und Melancholie. Frontmann Benny verriet im Interview, dass sein persönlicher Favorit derzeit ein noch unveröffentlichter Song sei. Von den bereits erschienenen Titeln sei „The Devil in Everything“ sein Lieblingsstück. Songideen entstehen dabei oft in überraschend ruhigen Momenten: „Ein paar Mal sind mir schon Zeilen beim Fahrradfahren eingefallen“, erzählt er. Das Schreiben gleiche letztlich „einem Puzzle, das zusammengesetzt werden muss.“
Den Höhepunkt des Abends bildeten schließlich Between Bodies. Die deutsche Band zählt mit rund 5.000 monatlichen Spotify-Hörern zwar noch zu den Geheimtipps der Szene, bewies live jedoch eindrucksvoll ihr Potenzial. Entstanden ist die Band ursprünglich als Projekt von Chris und Benni, während beide noch in einer Black-Metal-Band spielten. Für die zunächst als EP geplante Idee holten sie Chris’ alten Freund Nils als Schlagzeuger dazu. Ihre Gitarristin Susan lernten sie schließlich im Club „Scheiße“ kennen. Aus dem kleinen Nebenprojekt entwickelte sich überraschend eine richtige Band, die mittlerweile sogar auf Tour geht.
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Sänger und Songwriter Christoph nennt vor allem The Hotelier als musikalische Inspiration, ebenso wie Bands, mit denen sie bereits gemeinsam auf Tour waren. Lange Pause bleibt ihnen allerdings nicht: Bereits in der kommenden Woche starten sie als Support-Act von Shoreline ihre nächste Tour, kurz nach der Veröffentlichung ihres neuen Albums.
Besonders positiv fiel dabei die Mischung des Publikums auf. Neben eingefleischten Punk- und Emo-Fans waren auch viele jüngere Besucher dabei, die vor der Bühne die Bands mit viel Energie unterstützten. Für Chris ein Zeichen dafür, dass die Szene in Wiener Neustadt auch ihren Nachwuchs erreicht: „Ich finde es cool, dass es hier eine Kultur gibt, jüngere Leute mit einzubinden. Punk hat an vielen Orten ein Nachwuchsproblem und hier ist mir das sofort positiv aufgefallen.“
Am Ende verlassen die Besucher das Triebwerk mit einigen neuen Songs in ihrer Spotify-Playlist. Die Ohrwürmer dürften sie wohl auch auf dem Heimweg noch begleiten. Die Stimmung des Abends bleibt damit auch nach dem letzten Song spürbar.
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