06.09.2014, 09:26 Uhr

Passend zum Schulstart ein Auszug aus dem Buch "Stressberuf Schüler"

Schulstart


Der erste Schultag wird von den Kindern mit viel Vorfreude erwartet und bleibt oft lange in Erinnerung. Die Schultüte wird mit Stolz getragen und ganz gespannt lauscht man den Worten des Lehrers. Dieser hält eine mehr oder weniger motivierte Rede und verspricht, auf die Bedürfnisse der Kinder einzugehen und diese in ihrem Tun zu unterstützen. Infozettel sind schnell verteilt und mit der Info „Schule soll Spaß machen“ werden alle heimgeschickt.
Wenn es das erste Schulkind ist, wissen die Eltern noch nicht, was jetzt auf sie zukommt. Nach Studium der Infozettel beschließt man, gleich einen Schulbedarf-Shop aufzusuchen. Das Kind darf natürlich mitfahren – ist ja ein besonderes Erlebnis. Stifte, Hefte, Blöcke, Malfarben, Zeichenblock, Lineal, Radiergummi, Linienspiegel usw. müssen besorgt werden. Was nun folgt, wird einen Jahr für Jahr zum Schulstart erwarten. Hinein ins Geschäft und siehe da – der Laden ist voll, als ob es etwas gratis gäbe. Man schnappt sich einen der letzten Einkaufswagen und reiht sich in die Menge ein. Jetzt ist Überblick gefragt, denn man wird automatisch durch die Regalreihen geschoben. Etwas nicht gleich mitzunehmen, kann ein schwerwiegendes Problem werden, denn es gibt kein Zurück. Nach einer guten halben Stunde hat man einen Teil der Utensilien im Wagen und sieht der Sache schon etwas gelassener entgegen. Nun beginnt aber das Kind, unruhig zu werden.
„Mama, es ist fad. Können wir wieder gehen?“ Die Stimmung in dem Geschäft wird allgemein gereizter. Irgendwie schafft man es nach ca. einer Stunde, sich der Kasse zu nähern und der Einkaufszettel wird noch einmal gecheckt. „Oh Gott! Wir haben die Bleistifte vergessen!“, stößt es einem heraus und das mit doch schon angespannter Stimmung. Die Frage ist nur: Wie machen wir das jetzt? Aktuell sind es ca. 20 Minuten bis zur Kasse, was sich durch das Beschaffen der Bleistifte durchaus verdoppeln kann. Hilft aber nichts, wir brauchen die Bleistifte, also irgendwie retour. Nach gefühlten zwei Stunden steht man dann an der Kasse und lässt dort locker 200 Euro liegen.
Dann ist man wieder in Freiheit und holt einmal tief Luft. Das mittlerweile schlecht gelaunte Kind hat Hunger und Durst und will endlich nach Hause. Das Problem löst man mit einer Fahrt durch den „Drive in“ – nicht hochwertig, aber schnell eben.
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