Schloss Wolfsberg
Künstler gastiert im Schloss

Sommerausstellung: Künstler Manfred Bockelmann mit Kulturreferentin und Vizebürgermeisterin Manuela Karner
  • Sommerausstellung: Künstler Manfred Bockelmann mit Kulturreferentin und Vizebürgermeisterin Manuela Karner
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  • hochgeladen von Vanessa Zarfl

Manfred Bockelmann, der Bruder von Udo Jürgens, stellt seine Werke in Wolfsberg aus.

WOLFSBERG. Die Sommerausstellung des Kärntner Künstlers Manfred Bockelmann öffnete letzte Woche ihre Pforten: In seinen Werken bringt er die Liebe zur Natur zum Ausdruck und spricht gezielt den Tod an.


Das Sterben der Blätter

Seit vergangenem Freitag findet die Ausstellung, das Sterben der Blätter, in den Räumlichkeiten des Schlosses in Wolfsberg statt. Bis Ende August können Bockelmanns Kunstwerke bestaunt werden. Außer montags ist die Galerie täglich von 10 Uhr bis 17 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei.

Lampen wurden abmontiert

Da das Licht eine große Rolle bei der Präsentation seiner Werke spielt, nahm man kleine Veränderungen im Inneren des Schlosses vor: Lampen wurden abmontiert. Generell ist dem Künstler wichtig, wie die Bilder in der Galerie positioniert werden. "Der Mensch soll sich anhand der ausgestellten Bilder vorstellen können, wie diese in den eigenen vier Wänden aussehen", betont Bockelmann. Der Künstler versucht Objekte, die wir alle kennen, aber nicht wahrnehmen, malerisch darzustellen.

Der Tod soll ansprechen

Bockelmann spricht in seinen Werken den Tod an. Der Künstler selbst ist am Land aufgewachsen und deshalb sehr naturverbunden. Aufgrund dessen sind zweidimensionale Blätter, Bäume wie auch Baumwurzeln auf einigen Gemälden abgebildet. Die Farbe Blau integriert er gern in seine Werke. Sie steht für das Leben, die Erde und die Zuversicht, wie er erklärt: "Blau soll das Depressive nehmen."


Eingefärbter Baumstumpf

Bevor der Künstler mit dem Malen eines Baumstumpfs auf der Leinwand beginnt, färbt er zuerst im Garten einen echten Baumstumpf ein. Er wendet bei der Herstellung seiner Werke unterschiedliche Techniken an. So nimmt er beispielsweise eine Zeitungsseite und bemalt die Rückfläche mit Druckerschwärze: Lediglich die Schlagzeilen der Berichte scheinen durch. Der Künstler nennt dies eine typografische Beerdigung von Informationen, nur das Wesentliche soll gesehen werden. Jene Bilder aus Filz verkörpern den überirdischen Raum.


Die Entstehung

Für Bockelmann spielt es keine Rolle, wie lange er für ein Gemälde benötigt und wie es entstanden ist, wichtig ist ihm lediglich der Effekt: "Das Bild soll Menschen erreichen, egal ob ich es in einer Minute oder über den Sommer gemalt habe, entscheidend ist die Wirkung." Gute Kunstwerke können in einem Augenblick entstehen, aber auch mehr Zeit in Anspruch nehmen.

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