Die Landjugend feiert 80 Jahre
Landjugend im Bezirk von damals: Handy gab's nicht
- Die Landjugend Jahrings im Juli 1989 anlässlich des Waldviertler Volkstanzfestes in Zwettl. Manfred Müllner ist der Schildträger.
- Foto: Landjugend Jahrings
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Anpacken und Heimat gestalten: Die Landjugend im Bezirk zeigt, was junge Menschen bewegen können.
BEZIRK ZWETTL. Ein Plauderbankerl für den Ort, neue Wegweiser für den Wanderweg oder ein Naschgarten samt Nützlingshotel – die Landjugend NÖ hält mittlerweile seit 80 Jahren Gemeinschaft, Ehrenamt, Brauchtum und Bildung hoch. 20.000 Mitglieder gibt es im Land, sie sind in 330 Vereinen organisiert – einer davon ist die Landjugend Jahrings im Bezirk Zwettl.
MeinBezirk hat mit der Landjugend Jahrings über Projekte, Zukunftspläne und aktuelle Herausforderungen gesprochen und sich mit Franz Müllner (60) an die 80er-Jahre der Landjugend erinnert.
- Die Landjugend Jahrings in den 50ern.
- Foto: Landjugend Jahrings
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Landjugend Jahrings
Franz Müllner war in den 1990er-Jahren Obmann der Landjugend Jahrings. Was die damalige Zeit besonders machte? Es gab schlichtweg noch nichts von dem, was heute selbstverständlich ist: kein Internet, kein Social Media. „Wenn man nicht bei der Landjugend war, dann ist man nirgends hingekommen“, erinnert sich Müllner.
Ein besonderes Highlight war stets die Volkstanzgruppe der Landjugend, die unter anderem bei der Wiener Messe das Waldviertel vertrat. „Wir waren mit der Volkstanzgruppe auch in Jičín in Tschechien.“ Für die jungen Tänzer war das eine besondere Reise – schließlich lag damals noch der Eiserne Vorhang zwischen Österreich und Tschechien. Die Saureifenrallye (damals Sautrogrennen) war genausso ein Höhepunkt, der bis heute jedes Jahr stattfindet.
Umso mehr freut sich der ehemalige Obmann, dass es die Landjugend Jahrings bis heute gibt – und das bereits seit 78 Jahren. Für Müllner steht fest: „Wenn es die Jugend nicht gibt, gibt es keine Zukunft.“
- Die ehemaligen Obmänner und Leiterinnen der Landjugend Jahrings.
- Foto: Landjugend Jahrings
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Karitativ unterwegs
Im Winter steht traditionell der Punschstand im Zeichen der guten Sache auf dem Programm. Die Einnahmen kommen karitativen Zwecken in der Region zugute – etwa Familien, die durch einen Schicksalsschlag in Not geraten sind. „Wir spenden, weil es uns gut geht und wir etwas zurückgeben möchten“, erklärt Vorstandsmitglied Sebastian Müllner (28), Spross des einstigen Obmanns.
- Die Landjugend Rappottenstein feiert jedes Jahr den Landjugendball – mit Tracht und guter Laune.
- Foto: Landjugend Rappottenstein
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Soziales ist wichtig
Zu den Höhepunkten der Landjugend Jahrings zählt die Après-Ski-Party, die jedes Jahr zahlreiche Besucher anlockt. „Es ist eine Herausforderung, sich inmitten der vielen Events abzuheben“, sagt Müllner. Die Landjugend findet Sebastian auch aus einem Grund wichtig: „Ich glaube, dass das Soziale immer weniger wird. Da ist die Landjugend Goldes wert.“ Zugleich bietet die Vereinsarbeit jungen Menschen die Möglichkeit, Verantwortung zu übernehmen.
- Landjugend Rappottenstein anno dazumal in den 80ern.
- Foto: Landjugend Rappottenstein
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Genau so läuft´s
Ähnlich sieht das auch Clemens Hammerl, Obmann der Landjugend Rappottenstein, der gleich nach der Grundschule zur Landjugend gefunden hat und auch bei der örtlichen Feuerwehr aktiv ist. Die Auftritte, unter anderem die Projektmarathons, sind immer mit Spaß verbunden. „Es ist eine schöne Gemeinschaft. Eigentlich ist alles rundherum cool“, sagt er.
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