13.10.2014, 00:00 Uhr

Heimische Produkte wertschätzen

Nach dem Gottesdienst wurde zu „Nachhaltig genießen mit den Bäuerinnen – Qualität hat einen Namen“ eingeladen: Selbst gebackene Kuchen und fair gehandelter Kaffee und Tee mundeten ebenso wie Schinken, Käse, Paradeiser und frisches Bauernbrot.

Nachhaltig frühstücken mit den Bäuerinnen

GROSS GERUNGS(ms). Sie wissen, was die Leute wollen: Heimische Produkte - saisonal, regional, zu einem fairen Preis. Und es muss einfach drin sein, was drauf steht! Das bedeutet für Gebietsbäuerin Andrea Wagner, Renate Fichtinger, Kerstin Helmreich und ihre Gemeinde- und Ortsbäuerinnen, sich für diese Idee auch in der Praxis einzusetzen. "Mit einem nachhaltigen Frühstück wollen wir bewusst machen, dass Lebensmittel einen Wert haben", so Milchbäuerin Gertraud Rametsteiner. "Wir sollten sie deshalb nicht zu Schleuderpreisen kaufen und auch nicht einfach wegwerfen", so ihr Appell. Schinken, Marmelade, Eier, Wurst, Milch, Aufstriche, Joghurt, Käse, Brot, Butter, Honig, Obst und Gemüse, … Zeit zum Frühstücken mit den fleißigen Bäuerinnen planten am Sonntag nicht nur Martina Diesner-Wais, Max und Helga Igelsböck oder Franz Teszar ein. Bäuerinnenfrühstück – das war auch genau das Richtige für Landeskammerrätin Josefa Bauer, Kammerobmann Dietmar Hipp, Paul Glassner und Josef Maurer. Viele sind am Sonntag ins Jägerstüberl nach Groß Gerungs geströmt – auch die Volkstanzgruppe der Landjugend. Der Obolus, den die Frühstücksgäste ins aufgestellte Körbchen legten, kommt übrigns der Aktion „Bäuerinnen helfen Bäuerinnen“ zu Gute.

Nachgeschenkt

Augen auf beim Lebensmittelkauf

Seit Discounter Produkte wie Brot, Milch oder Fleisch immer günstiger verkaufen, ist auch die Wertschätzung dafür gesunken. Vieles landet im Müll, weil die Menschen für wenig Geld viel zu viel kaufen und am Ende doch nicht alles aufessen können. Die EU-Kommission schätzt, dass in Europa jedes Jahr bis zu 100 Millionen Tonnen Lebensmittel verschwendet werden. Ein Trend, dem unsere Bäuerinnen entgegenwirken und die Sinne des Konsumenten dafür schärfen wollen, möglichst regional und saisonal einzukaufen. Ein reich gedecktes Buffet lud mit seiner Vielfalt an Köstlichkeiten dazu ein – Produkte, die größtenteils selbst hergestellt waren und entweder aus der Region oder von Märkten stammten, die garantiert nur fair Gehandeltes anbieten. Bei angenehmem Spätsommerwetter waren hierfür die Tische und Bänke im Jägerstüberl als auch die am Platz davor allesamt voll besetzt. Und wirklich alle Brunch-Gäste waren voll des Lobes über das Angebot.
0
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.