08.07.2016, 14:39 Uhr

Eine Schule, ganz nah am Wald

Ein bewegender Abschluss: Die 4b Allerheiligen setzte mit Helmut Meisenbichler eine Eiche im Gemeindewald.

Unterricht im Wald: Die Volksschule Allerheiligen wird ihrem Namen als "Ökolog"-Schule gerecht.

Ein Schulunterricht im dichten Fichtenwald, eine Unterrichtsstunde zwischen Motorsäge und Seilwinde. Schüler, die von Jägern, Forstadjutanten, Wald- und Kräuterpädagogen unterrichtet werden. Nicht ständig, aber regelmäßig. Die Volksschule Allerheiligen ist seit 2009 eine "Ökolog"-Schule; Ökolog ist Österreichs größtes Netzwerk für Schule und Umwelt. Schuldirektor Karl Hirzberger erklärt die Vision hinter Ökolog: "Uns liegt das Wohlfühl-Schulklima, neben dem Bekenntnis zur Leistungsbereitschaft, Leistungswillen und Leistungsorientiertheit, sehr am Herzen. Die Schule bekennt sich zu einer ökologisch sozial und wirtschaftlich nachhaltigen Schulkultur."

Unterricht am Traktor
Sichtbar wurde diese öklogische Bewusstseinsbildung in der letzten Schulwoche. Der Forstwirt Georg Nievoll (vulgo Jochbauer) führte die Kinder der 4. Klassen gemeinsam mit seiner Tochter Steffi, einer angehenden Försterin, in die Forstwirtschaft ein. Bei diesem Waldausflug klinkte sich auch die VS Pischk in Bruck mit ein. Im Stationenbetrieb wurde den Kindern die eigentliche Forstarbeit erklärt, die Baumarten wurden spielerisch erläutert und die Rolle des Wassers anhand einer gefassten Quelle anschaulich dargestellt. Mit dabei auch die Jägerschaft mit Sepp Heidegger, der sehr einfühlsam die Rolle der Jäger vermittelte.

Eine Klasse im Wald
Die naturpädagogischen Elemente gibt es in der Volksschule Allerheiligen nicht nur zum Schulschluss, sondern die Kinder werden vier Jahre lang damit begleitet. "Wir haben dazu eine kompetenzorientierten Jahresplanung im Rahmen des Schulentwicklungsplanes (Sachunterricht mit den Hauptthemen Wasser, Wir lassen wachsen (Hochbeet im Schulgarten usw.) und Wald) durch alle vier Schulstufen erarbeitet", so Karl Hirzberger.

Begleitet werden Schüler und Lehrer dabei von der Kräuterpädagogin Claudia Meisenbichler aus Allerheiligen und ihrem Mann Helmut, einem ausgebildeten Waldpädagogen. "Gemeinsam denken wir über neue Unterrichtsmethoden nach. Warum nicht den Unterricht an ausgewählten Tagen in den Wald verlegen – in ein Klassenzimmer im Gemeindewald?", philosophiert Waldpädagoge und Waldbauer Helmut Meisenbichler bei einer Exkursion zum Thema "Sicherheit im Wald".
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