27.06.2016, 13:00 Uhr

Die kunstvolle Symbiose von Mensch und Wasser

Fördern den jungen Wassersportler mit allen Mitteln: Großvater August Schmölzer und Mama Andrea Damberger mit Max Weissenberger. (Foto: Franz Krainer)

Max Weissenberger wollte Fußballer werden, bis ein Besuch in der Grazer Auster sein Leben veränderte.

Der Schnuppertag mit seiner Schulklasse bei den Wasserspringern des GAK, vor allem aber die positive Einschätzung seines Talents durch GAK-Trainer Shahbaz Shahnazi nach nur einem gewöhnlichen Abgang vom Brett weckten bei Max Weissenberger Emotionen für den Wassersport.
Max ist nicht unbedingt ein Junge wie viele in seinem Alter. Mit elf Jahren zeigt er bereits ausgeprägtes soziales Denken, machte sich Gedanken, ob er seine Fußballkameraden beim ESK Graz im Stich lassen kann. Doch hinter seinen sportlichen Interessen steckt auch ein hohes Maß an Zielorientiertheit. Welches Wassersporttalent in St. Josef heranwächst, zeigte sich bald: Bereits bei seinen ersten Österreichischen Meisterschaften holte Weissenberger den Meistertitel nach sieben Sprüngen unterschiedlicher Schwierigkeitsgrade vom 3-Meter-Brett. Wie stark der Junge aus der Weststeiermark international gesehen wirklich ist, zeigte er bei einem Turnier in Polen, wo er mitten in die europäische Elite sprang und vom 3-Meter-Turm den zweiten Platz holte. Inzwischen wurde auch die „Talentbase Austria“, eine Vereinigung der großen Sportverbände ASVÖ, ASKÖ und UNION auf den Weststeirer aufmerksam, eine zusätzliche Förderung für das junge Talent steht im Raum. Weissenberger weiß selbst, dass er Zeit hat, sich auf seine Träume vorzubereiten: „Fernziel wären die Olympische Spiele, doch im Moment möchte ich hart arbeiten, meine Technik verbessern und mich in drei Jahren für die Jugend-Europameisterschaft qualifizieren.“ Das geforderte Repertoire an Sprüngen ist vielfältig und extrem schwierig. „Derzeit arbeite ich am 1-1/2-Salto rückwärts mit halber Schraube, keine einfache Übung“, erzählt der Elfjährige. Große Unterstützung erfährt der Junge von seiner Mutter und seinen Großeltern, die ihn wo es nur geht unterstützen. Sieht man beim Gespräch in seine strahlenden Augen, erkennt man die große Freude zur Trainingsarbeit, zielorientiertes Engagement und das ernsthafte Bemühen, eines Tages vielleicht ein Großer seines Sports zu werden.

von Franz Krainer
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