19.04.2016, 09:46 Uhr

Immobilien privat oder mit einem Makler verkaufen?

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Graz: Steiermark | Wer ein Haus oder eine Wohnung kaufen oder verkaufen möchte, hat dafür mehrere Möglichkeiten. Er kann sie in Anzeigenblättern inserieren oder einen Makler beauftragen. Viele fragen sich, was die bessere Entscheidung ist. Soll die Immobilie lieber privat oder über den Makler verkauft werden. Der Verkauf über den Makler kann viel Zeit und Nerven sparen. Einen guten Makler zu finden, ist nicht einfach. Diverse Immobilien Plattformen können jedoch gut weiterhelfen und man kann sich gut informieren worauf es bei der Auswahl ankommt.

Privat verkaufen


Wer sein Haus oder seine Wohnung privat verkaufen möchte, braucht
• viel Zeit,
• die nötige Fachkenntnis,
• eine gehörige Portion Verhandlungsgeschick.

Persönliche Emotionen sind bei einem Verkauf immer fehl am Platz. Der Makler kann sachlich agieren, da er nicht den persönlichen Bezug zu der Immobilie hat und persönliche Erinnerungen, ob negativ oder positiv, damit verbindet.

Wer sich dennoch dazu entschließt, seine Immobilie selbst verkaufen zu wollen, der sollte genug Zeit einplanen. Dazu muss er Spaß daran haben, Informationen zu recherchieren und sie zusammenzustellen. Des Weiteren sollte er ein überzeugendes Exposé für Interessenten und das Internet erstellen können. Wie steht es mit der Kenntnis im Hinblick auf bau- und vertragsrechtliche Punkte? Und zum Schluss sollte noch der Spaß am Verhandeln und im Umgang mit, teilweise auch schwierigen, Menschen sein, gepaart mit einer gehörigen Portion Geduld und Ausdauer. Dazu kommen noch die Kosten für Werbung etc., die in vielen Fällen ordentlich zu Buche schlagen können.

Eine schwierige Frage ist immer, welcher Preis veranschlagt werden soll. Hier ist die Hilfe eines Sachverständigen nötig, der den genauen Wert festlegen kann. Der Zustand der Immobilie ist dabei ganz entscheidend, sowie Alter, Größe, Bauausführung, Baustil und Umgebung. Muss saniert oder repariert werden, auch wenn es nur Kleinigkeiten sind, kann das viele Interessente abschrecken. Der Verkaufspreis sollte also marktkonform sein, was oft eine große Kluft zwischen Wunsch und Wirklichkeit bedeuten kann. Springen mögliche Kaufinteressenten schon ab, bevor sie die Immobilie überhaupt besichtigt haben, ist der Preis zu hoch angesetzt und der Verkauf wird sehr unrealistisch.

Mit dem Makler verkaufen


Einen Makler sollte sich jeder nehmen, der nicht gerne lange nach Informationen sucht oder sowieso einen Fachmann für Exposé und Werbemaßnahmen braucht. Wer in den Punkten Baurecht und Vertragsfragen Hilfe braucht, sollte auch vom Eigenverkauf Abstand nehmen. Ein weiterer Vorteil ist das Verhandlungsgeschick des Profis, der meist einen deutlich besseren Preis dadurch erzielen kann. Und das Thema Zeit ist nicht zu unterschätzen. Der Makler übernimmt die ganzen Besichtigungstermine, bei denen sonst der Verkäufer immer selbst vor Ort sein müsste. Dazu kommen die ganzen Anzeigen für die Immobilie. Die benötigte Zeit dafür sollte keinesfalls unterschätzt werden. Zudem hat der Makler ein ganz anderes Netzwerk zur Verfügung und so noch bessere Möglichkeiten die Immobilie möglichst gewinnbringend zu verkaufen.

Was macht den guten Makler aus?


Einen guten Makler zu finden, ist gar nicht so schwer, wenn ein paar Punkte beachtet werden. Hinweise auf einen guten Makler sind seine Erfahrung über mehrere Jahre und gute Referenzen. Er zeichnet sich durch ein eigenes Büro mit sachkundigem Personal aus und ist Mitglied in einem Maklerverbund. Eventuell hat er auch Preise und Auszeichnungen.

Fazit


Es ist möglich, seine Immobilie selbst zu verkaufen, wenn man sich alles zutraut, was erforderlich ist und man die nötige Zeit und das Geld für die anfallenden Kosten für Werbung etc. hat. Der Privatverkauf hat Vor- und Nachteile, leichter und sehr wahrscheinlich wesentlich gewinnbringender ist der Verkauf allerdings über einen Makler.

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